27/05/2025
Die ugandische Armee hat ihre militärische Zusammenarbeit mit Deutschland mit sofortiger Wirkung ausgesetzt. Hintergrund sind laut Armeesprecher Chris Magezi „glaubwürdige Geheimdienstberichte“, wonach der deutsche Botschafter in Kampala, Matthias Schauer, an „umstürzlerischen Aktivitäten“ beteiligt sei. Ihm wird vorgeworfen, Kontakte zu regierungsfeindlichen, politisch-militärischen Gruppen zu pflegen.
Die Kooperation im Verteidigungsbereich bleibt ausgesetzt, bis die Vorwürfe vollständig aufgeklärt seien. Eine offizielle Stellungnahme aus Berlin steht bislang aus. Bereits zuvor hatte Uganda mehrere europäische Botschaften beschuldigt, die Opposition gegen Präsident Yoweri Museveni zu unterstützen.
Uganda wird international für sein repressives Vorgehen gegen Regierungskritiker kritisiert. Präsident Museveni, seit fast 40 Jahren im Amt, will bei den Wahlen 2026 erneut kandidieren. Zuletzt bekannte sich sein Sohn und Armeechef offen zu Menschenrechtsverletzungen gegenüber Oppositionellen.