12/08/2026
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๐๐ฟ๐ฎ๐๐ฒ๐ป๐ณ๐ฒ๐น๐ฑ โ Der Titel der Einladung zur Medieninformation am Montagnachmittag im Restaurant Stadtkaserne brachte es auf den Punkt: ยซDer Stadtrat entscheidet รผber die Totalrevision kommunaler Richtplan: Jetzt ist die Bevรถlkerung gefordertยป. Dass ein Richtplan nicht gemeinsam mit der Bevรถlkerung erarbeitet werde, sondern von der Verwaltung, sei ein Unding. Dabei kommt diese Kritik nicht von irgendwem, sondern von Prรคsident Pablo Moiron vom Industrie- und Handelsverein Region Frauenfeld, Prรคsident Urs Schรถnholzer vom Gewerbeverein Region Frauenfeld sowie Prรคsident Stefan Geiges vom Verein 'Stadtzentrum mit Zukunft'.
Und diese drei Vereine haben Gewicht, vertreten Gewerbeverein sowie Industrie- und Handelsverein zusammen doch rund 530 Firmen und Unternehmungen mit gesamthaft rund 10โ000 Arbeitsplรคtzen. Andererseits setzt sich der รผberparteiliche Verein 'Stadtzentrum mit Zukunft' seit geraumer Zeit an vorderster Front aktiv fรผr eine positive und nachhaltige Entwicklung des Stadtzentrums ein.
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Der kommunale Richtplan soll die rรคumliche Entwicklung von Frauenfeld fรผr die nรคchsten 15 bis 20 Jahre koordinieren. Der vorliegende Entwurf gehe jedoch รผber eine reine Koordinationsfunktion hinaus und lege zahlreiche verbindliche Vorgaben fest. Dadurch werde der Handlungsspielraum von Stadtrat, Gemeinderat und Bevรถlkerung sowie die Entscheidungsfreiheit kรผnftiger politischer Prozesse eingeschrรคnkt. Gleichzeitig wรผrden zusรคtzliche Regulierungen die Eigentumsfreiheit von Grundeigentรผmerinnen und Grundeigentรผmern bei der Nutzung und Entwicklung ihrer Liegenschaften begrenzen.
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Der Richtplan wirft aus Sicht des Vereins 'Stadtzentrum mit Zukunft', dem Gewerbeverein der Region Frauenfeld sowie dem Industrie- und Handelsverein der Region Frauenfeld, wichtige Fragen auf:
- Sind die vorgesehenen verkehrspolitischen Ziele ausgewogen und realistisch?
- Welche Auswirkungen haben die geplanten Massnahmen auf den motorisierten Individualverkehr, das Gewerbe, die Blaulichtorganisationen und die Erreichbarkeit der Stadt?
- Welche Folgen entstehen fรผr Wohnbau, Planungskosten und Investitionen?
- Wie werden Quartiervereine, Gewerbe, Industrie, Parteien, Fachgremien und weitere in die Prozesse eingebunden?
- Wird der notwendige Handlungsspielraum fรผr kรผnftige politische Entscheide unnรถtig eingeschrรคnkt?
- Wie werden die Interessen von Bevรถlkerung, Gewerbe, Landwirtschaft und Wirtschaft gleichermassen berรผcksichtigt?
- Wie werden die eingebrachten Rรผckmeldungen der Bevรถlkerung angesehen und interpretiert?
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Alle diese Fragen wรผrden eine transparente und sachliche Diskussion verdienen, bevor der neue Richtplan verabschiedet wird.
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Fรผr die durch die Verwaltung erarbeitete Totalrevision des Richtplans lรคuft seit 26. Mai und noch bis 31. August eine online-Mitwirkung beim Departement fรผr Bau und Verkehr. Diese Art von Mitwirkung entspreche nicht den Gepflogenheiten, wurde moniert. Denn nur eine offene Diskussion und eine breite Mitwirkung stellen sicher, dass der Richtplan von einer Mehrheit getragen wird und die langfristige Entwicklung von Frauenfeld ausgewogen, wirtschaftlich tragfรคhig und bรผrgernah gestaltet wird. Aus diesem Grund rufen die drei Vereine die Bevรถlkerung auf, sich die Dokumente auf der Website der Stadt anzusehen und fristgerecht bis spรคtestens Ende August eine Rรผckmeldung an das Departement fรผr Bau und Verkehr zu machen.
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mitwirken.frauenfeld.ch/de/richtplan
Bildlegende: Sie informierten (v.l.): Stefan Geiges Pablo Moiron, Urs Schรถnholzer, Claudio Rรผegsegger, Roland Wyss und Marcel Flury.