21/12/2025
Nebel. Stille. Kaum Bewegung.
Eine Ruhe, die nicht leer ist – sondern voll.
Heute ist Wintersonnenwende.
Die längste Nacht des Jahres.
Ein Wendepunkt.
Und vielleicht ist genau heute der richtige Moment, um nichts zu müssen.
Nicht fröhlich zu sein.
Nicht stark.
Nicht verfügbar.
Sondern still.
Still werden.
Innehalten.
Lauschen.
So, als würde sich eine alte, gutmütige Stimme neben dich setzen und sagen:
„Du musst jetzt nichts entscheiden. Du darfst einfach da sein.“
Diese Zeit lädt uns ein, uns zurückzuziehen.
Nicht aus Schwäche – sondern aus Weisheit.
Um dieses Jahr innerlich abzuschließen.
Um zurückzublicken und ehrlich zu spüren:
Was hat mich genährt?
Was hat mich erschöpft?
Wem habe ich meine Zeit gegeben – und warum?
Zeit ist das Wertvollste, was wir haben.
Und so oft schenken wir sie allen anderen.
Aus Gewohnheit.
Aus Pflichtgefühl.
Aus Erwartungsdruck.
Vielleicht ist es heute an der Zeit, dir selbst deine Zeit zu schenken.
Als Geschenk.
Ohne schlechtes Gewissen.
Gerade jetzt, wo überall Freude, Familie, Nähe erwartet wird.
Wo viele innerlich müde sind.
Leer.
Überreizt.
Wenn du dich gerade zurückziehen möchtest – das ist okay.
Wenn du keine Energie für Rollen hast – das ist okay.
Wenn du einfach nur sein willst – das ist mehr als okay.
**Ein kleines Embodiment für diesen Moment:**
Setz dich bequem hin.
Spür den Boden unter dir.
Atme langsam ein.
Und noch langsamer aus.
Lass die Schultern sinken.
Den Kiefer weich werden.
Den Bauch loslassen.
Stell dir vor, diese Ruhe fließt durch deinen Körper.
Wie warmer Nebel.
Spür, was auftaucht, wenn nichts von dir verlangt wird.
Gedanken.
Gefühle.
Vielleicht Müdigkeit.
Vielleicht Erleichterung.
Alles darf da sein.
In dieser Ruhe liegt Kraft.
Hier sammeln wir uns.
Hier finden wir uns wieder.
Hier entsteht Klarheit – ganz leise.
Die Wintersonnenwende erinnert uns daran:
Nach der dunkelsten Nacht wird das Licht langsam wieder stärker.
Aber heute darf es noch dunkel sein.
Still.
Sanft.
Deine Zeit ist jetzt.
Und sie gehört zuerst dir. 🤍