Urs Berger - Neurodivergent

Urs Berger - Neurodivergent Eishockey & Politik im Check, Glauben als Kompass, Neurodivergenz als Stärke - unendlich neugierig, unendlich echt

Blog: ursberger.ch

🐐 **Volkspartei — oder längst Elitepartei?**Die SVP verweist gerne auf das Volk.Auf Souveränität.Auf Heimat.Auf Kontroll...
02/06/2026

🐐 **Volkspartei — oder längst Elitepartei?**

Die SVP verweist gerne auf das Volk.

Auf Souveränität.
Auf Heimat.
Auf Kontrolle.
Auf die kleinen Leute.

Historisch kommt sie aus der Bauern-, Gewerbe- und Bürgerpartei.

Aber genau daran muss sie sich messen lassen.

Eine Volkspartei müsste reale Probleme lösen wollen:
Wohnraum.
Pflege.
Prämien.
Infrastruktur.
Landwirtschaft.
Sozialwerke.
Gemeinden.
Lebenshaltungskosten.

Doch bei der 10-Millionen-Initiative zeigt sich ein anderes Bild.

Sie redet vom Volk, aber ihre Politik kann Bauernhöfe, Familien, Rentnerinnen und Rentner, Menschen mit IV oder Ergänzungsleistungen, Pflegebedürftige, Tourismusregionen, Gemeinden und Arbeitnehmende zusätzlich unter Druck setzen.

Sie redet von Souveränität, riskiert aber zentrale Abkommen.

Sie redet von Entlastung, kann aber Kosten erhöhen.

Sie redet von Kontrolle, bewirtschaftet aber vor allem ein Gefühl von Kontrollverlust.

Vielleicht ist die Frage deshalb nicht mehr, ob die SVP noch Volkspartei ist.

Vielleicht ist die ehrlichere Abkürzung längst: SEP.

Schweizerische Elitepartei.

Das kann keine Geiss wegschlecken.

Mehr dazu:
https://ursberger.ch/blog/politik/die-10-millionen-initiative-die-falsche-antwort-auf-ein-echtes-gefuehl/

🏛️ **Wenn Politik Probleme auslagert**Volksinitiativen sind ein wichtiges demokratisches Instrument.Aber genau deshalb m...
01/06/2026

🏛️ **Wenn Politik Probleme auslagert**

Volksinitiativen sind ein wichtiges demokratisches Instrument.

Aber genau deshalb muss man sorgfältig mit ihnen umgehen.

Wenn Initiativen immer wieder komplexe internationale Verträge, Sozialwerke, Grundrechte, Wirtschaftsbeziehungen und staatliche Handlungsfähigkeit unter Druck setzen, reicht es nicht, sie einfach durchzuwinken und danach im Abstimmungskampf zu hoffen, dass es schon gut kommt.

Politik muss mehr können als reagieren.

Sie muss Probleme lösen.
Wohnraum.
Prämien.
Pflege.
Infrastruktur.
Sozialwerke.
Arbeitsmarkt.
Gemeinden.
Lebenshaltungskosten.

Wenn diese Probleme nicht angegangen werden, entsteht Raum für Vorlagen, die alles auf ein Ersatzproblem schieben: Einwanderung.

Das ist bequem.

Aber es löst nichts.

Und davon profitiert am Ende vor allem eine Partei.

Mehr dazu:
https://ursberger.ch/blog/politik/die-10-millionen-initiative-die-falsche-antwort-auf-ein-echtes-gefuehl/ -politik

⚖️ **Die Probleme sind real. Aber diese Lösung ist falsch.**Wir müssen über Zuwanderung sprechen.Wir müssen über Wohnrau...
31/05/2026

⚖️ **Die Probleme sind real. Aber diese Lösung ist falsch.**

Wir müssen über Zuwanderung sprechen.
Wir müssen über Wohnraum sprechen.
Wir müssen über Mieten sprechen.
Über Krankenkassenprämien.
Über AHV, IV, Pensionskassen.
Über Schulen, Gemeinden, Pflege, Infrastruktur und Gesundheitsversorgung.

Wer so tut, als gebe es hier keine Belastungen, macht es sich zu einfach.

Ja: Bevölkerungswachstum erzeugt Druck.

Mehr Menschen brauchen mehr Wohnungen, mehr Verkehr, mehr Schulen, mehr Infrastruktur, mehr Verwaltung und mehr medizinische Versorgung.

Aber daraus folgt nicht automatisch, dass ein starrer Bevölkerungsdeckel die richtige Antwort ist.

Denn dieselbe Zuwanderung, die Kosten verursacht, trägt gleichzeitig zur Finanzierung des Systems bei:

Arbeitskräfte.
Lohnbeiträge.
Steuereinnahmen.
Krankenkassenprämien.
Konsum.
Wertschöpfung.
Personal in genau jenen Bereichen, die heute unter Druck stehen.

Die Initiative tut so, als sei Zuwanderung die Ursache fast aller Probleme.

Das ist bequem.

Aber es ist nicht redlich.

Mehr dazu:
https://ursberger.ch/blog/politik/die-10-millionen-initiative-die-falsche-antwort-auf-ein-echtes-gefuehl/ -3

🧭 **Souveränität heisst nicht: alles kaputtmachen**Die SVP spricht gerne von Souveränität.Aber was bedeutet Souveränität...
30/05/2026

🧭 **Souveränität heisst nicht: alles kaputtmachen**

Die SVP spricht gerne von Souveränität.

Aber was bedeutet Souveränität eigentlich?

Heisst sie, Verträge aus Prinzip zu sprengen?
Heisst sie, Zusammenarbeit abzubrechen?
Heisst sie, sich selbst aus Systemen herauszunehmen, von denen man wirtschaftlich, sicherheitspolitisch und organisatorisch profitiert?

Oder heisst Souveränität nicht vielmehr: die eigenen Interessen klug sichern?

Die Schweiz ist heute eng mit Europa verbunden, ohne EU-Mitglied zu sein.

Sie kann handeln.
Kooperieren.
Forschen.
Sichern.
Rekrutieren.
Mitgestalten.

Die 10-Millionen-Initiative stellt genau dieses Modell infrage.

Sie verkauft Kontrolle.
Aber sie riskiert Unsicherheit.

Sie verspricht Souveränität.
Aber sie könnte die Schweiz isolierter, teurer und bürokratischer machen.

Das ist keine starke Schweiz.

Das ist eine Schweiz, die sich selbst schwächt und es dann Freiheit nennt.

Mehr dazu:
https://ursberger.ch/blog/politik/die-10-millionen-initiative-die-falsche-antwort-auf-ein-echtes-gefuehl/

🇪🇺 **Die 10 Millionen sind das Plakat. Die Verträge sind der Sprengsatz.**Die 10-Millionen-Initiative klingt zuerst wie ...
29/05/2026

🇪🇺 **Die 10 Millionen sind das Plakat. Die Verträge sind der Sprengsatz.**

Die 10-Millionen-Initiative klingt zuerst wie eine einfache Zahl.

9,5 Millionen.
10 Millionen.
Deckel.
Kontrolle.
Begrenzung.

Aber dahinter steckt viel mehr.

Wenn bestimmte Bevölkerungsgrenzen überschritten werden, müsste die Schweiz Massnahmen treffen, Schutzklauseln verhandeln — und im Extremfall internationale Abkommen kündigen.

Dann geht es nicht mehr nur um Zuwanderung.

Dann geht es um den bilateralen Weg.
Um die Personenfreizügigkeit.
Um den Zugang zum EU-Arbeitsmarkt.
Um Landverkehr, Luftverkehr, technische Handelshemmnisse, Forschung, öffentliche Beschaffung.
Und auch um Schengen/Dublin.

Also um genau jene Verträge, von denen die Schweiz wirtschaftlich, sicherheitspolitisch und organisatorisch profitiert.

Die Initiative verkauft Kontrolle.

Aber sie könnte die Schweiz isolierter, teurer und bürokratischer machen.

Ist das wirklich Souveränität?

Mehr dazu:
https://ursberger.ch/blog/politik/die-10-millionen-initiative-die-falsche-antwort-auf-ein-echtes-gefuehl/ -vertraege

🏭 **National Stimmung machen, global verdienen**Bei der 10-Millionen-Initiative zeigt sich ein interessanter Widerspruch...
28/05/2026

🏭 **National Stimmung machen, global verdienen**

Bei der 10-Millionen-Initiative zeigt sich ein interessanter Widerspruch.

Peter Spuhler, ehemaliger SVP-Nationalrat und Verwaltungsratspräsident von Stadler Rail, lehnt die Initiative ab. Er sagt sinngemäss: Ja, die Zuwanderung ist hoch. Ja, der Dichtestress ist real. Aber eine starre Begrenzung ist der falsche Weg.

Warum?

Weil Unternehmen wie Stadler auf Arbeitskräfte, Absatzmärkte, EU-Zugang und Personenfreizügigkeit angewiesen sind.

Bei EMS-Chemie sieht es anders aus: Magdalena Martullo-Blocher steht politisch für eine Partei, die Zuwanderung begrenzen will. Gleichzeitig lebt ein international tätiger Konzern von globalen Märkten, Fachkräften, Exporten und wirtschaftlicher Offenheit.

Genau hier wird es spannend:

Gegen Zuwanderung mobilisieren.
Von offenen Märkten profitieren.
National Stimmung machen.
Global verdienen.

Ist das noch Bauern-, Gewerbe- und Bürgerpolitik?

Oder längst Politik für jene, die national von Empörung leben und global von Offenheit profitieren?

Mehr dazu:
https://ursberger.ch/blog/politik/die-10-millionen-initiative-die-falsche-antwort-auf-ein-echtes-gefuehl/

🏔️ **Wer betreut eigentlich die Postkarten-Schweiz?**Die Schweiz wird ihre Berge behalten.Ihre Seen.Ihre Städte.Ihre his...
27/05/2026

🏔️ **Wer betreut eigentlich die Postkarten-Schweiz?**

Die Schweiz wird ihre Berge behalten.
Ihre Seen.
Ihre Städte.
Ihre historischen Orte.
Ihre Landschaften.

Der Tourismus verschwindet nicht einfach, wenn die 10-Millionen-Initiative angenommen würde.

Aber die entscheidende Frage ist eine andere:

Wer schaut zu den Gästen?

Wer reinigt die Zimmer?
Wer arbeitet in den Küchen?
Wer bedient in Restaurants?
Wer steht an der Rezeption?
Wer betreut Gäste in Hotels?
Wer arbeitet in Bergbahnen, Skigebieten, Berghütten, Tourismusbüros und Saisonbetrieben?

Die Postkarten-Schweiz lebt nicht nur von schönen Bildern.

Sie lebt von Menschen, die arbeiten, damit diese Bilder für andere erlebbar werden.

Wenn dieses Personal knapper wird, leiden Service, Qualität, Öffnungszeiten, Betriebe — und am Ende ganze Regionen, die vom Tourismus leben.

Ist das wirklich Heimatpolitik?

Oder Abschottung, die genau jene Regionen schwächt, die sie angeblich schützen will?

Mehr dazu:
https://ursberger.ch/blog/politik/die-10-millionen-initiative-die-falsche-antwort-auf-ein-echtes-gefuehl/

🧠 Ich habe die 10-Millionen-Initiative nicht als Migrationsfrage gelesen.Sondern als Systemfrage.Was passiert, wenn man ...
26/05/2026

🧠 Ich habe die 10-Millionen-Initiative nicht als Migrationsfrage gelesen.

Sondern als Systemfrage.

Was passiert, wenn man Zuwanderung deckelt — aber Landwirtschaft, Pflege, Sozialwerke, Infrastruktur, Tourismus, Wirtschaft und die Beziehungen zur EU gleichzeitig auf Arbeitskräfte, Beiträge, Steuern, Prämien und internationale Zusammenarbeit angewiesen sind?

Genau darum geht es in meinem neuen Text.

Nicht um ein arrogantes Wegwischen realer Sorgen.
Nicht um ein billiges „alles ist gut“.
Nicht um moralische Belehrung von oben.

Das Gefühl von Kontrollverlust ist real.

Volle Züge sind real.
Steigende Mieten sind real.
Krankenkassenprämien sind real.
Druck auf Gemeinden, Schulen, Pflege und Infrastruktur ist real.

Aber eine echte Problembeschreibung macht noch keine gute Lösung.

Die 10-Millionen-Initiative verspricht Kontrolle.
Meine Frage ist: Gibt sie diese Kontrolle wirklich zurück — oder verschärft sie am Ende genau jene Probleme, die sie angeblich lösen will?

Der ganze Text:

Die Initiative verspricht Kontrolle. Doch bei Landwirtschaft, Einkaufskorb, Pflege, Sozialwerken, Infrastruktur, Tourismus und den Beziehungen zur EU könnte sie genau jene Probleme verschärfen, die sie angeblich lösen will.

🧭 **Kontrolle ist ein legitimes Anliegen**Man kann für die 10-Millionen-Initiative sein, ohne böse Absichten zu haben.We...
25/05/2026

🧭 **Kontrolle ist ein legitimes Anliegen**

Man kann für die 10-Millionen-Initiative sein, ohne böse Absichten zu haben.

Wer jeden Morgen in einem vollen Zug steht, kaum noch eine bezahlbare Wohnung findet, steigende Krankenkassenprämien bezahlt und sieht, wie Schulen, Spitäler, Gemeinden und Verwaltungen unter Druck geraten, erlebt diese Entwicklung nicht als abstrakte Statistik.

Diese Erschöpfung ist real.

Ja, viele Menschen fragen sich zurecht, ob Politik, Verwaltung und Infrastruktur mit der Entwicklung Schritt halten.

Aber genau hier liegt der entscheidende Punkt:

Kontrolle ist nicht dasselbe wie Ausschluss.
Steuerung ist nicht dasselbe wie ein Bevölkerungsdeckel.
Und eine Verfassung ist nicht dafür da, ein Gefühl von Überforderung dauerhaft einzufrieren.

Die Frage ist deshalb nicht: Gibt es ein Problemgefühl?

Die Frage ist: Gibt diese Initiative wirklich Kontrolle zurück — oder macht sie aus einem echten Gefühl eine falsche Lösung?

Mehr dazu:
https://ursberger.ch/blog/politik/die-10-millionen-initiative-die-falsche-antwort-auf-ein-echtes-gefuehl/ -2

🚆 **Infrastruktur baut sich nicht von selbst**Volle Züge?Überlastete Schulen?Sanierungsbedürftige Strassen?Spitäler unte...
24/05/2026

🚆 **Infrastruktur baut sich nicht von selbst**

Volle Züge?
Überlastete Schulen?
Sanierungsbedürftige Strassen?
Spitäler unter Druck?
Verwaltungen, die digitalisieren müssen?
Stromnetze, Wasserleitungen, IT-Systeme, öffentlicher Verkehr?

Das alles braucht nicht nur Platz.

Es braucht Geld.
Es braucht Personal.
Es braucht Planung.
Es braucht Menschen, die bauen, warten, fahren, reinigen, programmieren, pflegen, kontrollieren und reparieren.

Die 10-Millionen-Initiative verspricht Entlastung.

Aber wenn weniger Menschen arbeiten, weniger Löhne ausbezahlt werden, weniger Wertschöpfung entsteht und weniger Steuern fliessen, wird Infrastruktur nicht automatisch einfacher finanzierbar.

Und wenn gleichzeitig Fach- und Arbeitskräfte fehlen, wird auch die Umsetzung schwieriger.

Man kann nicht über volle Züge klagen — und gleichzeitig die Grundlagen schwächen, mit denen man die nächsten Züge finanziert.

Mehr dazu:
https://ursberger.ch/blog/politik/die-10-millionen-initiative-die-falsche-antwort-auf-ein-echtes-gefuehl/

Adresse

Fahrackerstrasse 1
Murgenthal
4853

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