10/09/2026
9/11 – zwei Zahlen, die heute fast untrennbar mit den Anschlägen von New York im Jahr 2001 verbunden sind.
Doch in Chile steht der 11. September bereits seit 1973 für eine eigene historische Wunde: An diesem Tag putschte das Militär unter General Augusto Pinochet gegen den demokratisch gewählten Präsidenten Salvador Allende. Es folgten 17 Jahre Diktatur – geprägt von Verfolgung, Folter, Mord und der Flucht Hunderttausender Menschen.
In diesem Ausschnitt aus unserem Dokumentarfilm „9/11 Santiago – Flucht vor Pinochet“ erzählen Álvaro Camú und Camilo Pereda von ihren Familiengeschichten. Beide verbrachten einen Teil ihrer Kindheit im Ost-Berliner Exil. Álvaros Vater wurde in Chile ermordet, Camilos Vater inhaftiert und gefoltert.
Es sind Erinnerungen an Flucht und Verlust – aber auch an das Ankommen in einem fremden Land und an die lebenslange Suche nach der eigenen Identität.
Denn historische Daten tragen nicht überall dieselbe Erinnerung.