04/09/2026
In Teilen Spaniens haben einige Schulen damit begonnen, ihre Spielplätze und Außenbereiche nachts zu öffnen, um Menschen ohne festen Wohnsitz einen geschützten Ort zum Ausruhen zu bieten. Anstatt diese eingezäunten Flächen nach Schulschluss vollständig ungenutzt zu lassen, arbeiten Gemeinden mit lokalen Organisationen zusammen, um sie zu bestimmten Zeiten zugänglich zu machen – besonders dann, wenn zusätzliche Übernachtungsmöglichkeiten benötigt werden.
Die Spielplätze bieten einen einfachen, aber wertvollen Vorteil: eine sichere, abgeschlossene Umgebung abseits von stark befahrenen Straßen und ungeschützten öffentlichen Bereichen. Da diese Flächen bereits gepflegt, gut beleuchtet und durch Zäune geschützt sind, können sie einen ruhigeren Ort für die Nacht bieten als viele andere öffentliche Plätze. Freiwillige aus der Gemeinde und Hilfsorganisationen helfen manchmal dabei, den Zugang zu koordinieren, grundlegende Hilfsgüter zu verteilen und dafür zu sorgen, dass die Bereiche sauber und respektvoll genutzt werden.
Viele Einwohner unterstützen diese Idee, weil dadurch bestehende öffentliche Infrastruktur genutzt wird, ohne dass große Neubauten erforderlich sind. Ein Spielplatz, der tagsüber Kindern dient, kann der Gemeinschaft nach Sonnenuntergang auf eine andere Weise weiterhelfen. Befürworter sagen, dass dieser Ansatz eine praktische Nutzung gemeinsamer Räume zeigt und gleichzeitig Würde und Inklusion fördert. Indem Gemeinden neu darüber nachdenken, wie öffentliche Einrichtungen außerhalb ihrer normalen Nutzungszeiten eingesetzt werden können, können sie zusätzliche Unterstützungsmöglichkeiten für Menschen in schwierigen Lebenslagen schaffen und zugleich den Geist lokaler Zusammenarbeit stärken.