31/05/2026
Es begann mit einem einzigen Wort. Es endete bei einer Erkenntnis über mich selbst.
Das Wort war „Millennial Telefonphobie". Ich wollte einfach nur wissen, was es bedeutet. Also habe ich mich mit Claude, meinem KI-Assistenten, hingesetzt und angefangen zu recherchieren.
Was dann kam, hatte ich nicht geplant.
Aus dem einen Wort wurde ein Gedanke über uns alle. Darüber, wie wir immer mehr an KI abgeben, im Beruf nennen wir es Effizienz, privat nennen wir es Entlastung. Und darüber, wie schwer sich beruflich und privat überhaupt trennen lassen, wo wir doch ein und dieselbe Person sind, die morgens ins Meeting geht, mit allem, was uns ausmacht.
Und dann, mitten im Gespräch, ist etwas passiert, womit ich nicht gerechnet hatte. Ich habe mich selbst erkannt.
Ich sah, wie ich arbeite: Jemand kommt mit einem Thema zu mir, und ich drehe es um, suche die Möglichkeit, die schon wartet. So bin ich. Deshalb bin ich Coach.
Gezeigt hat mir das Claude. Er hat mich einfach so lange zurückgespiegelt, bis ich es selbst sehen konnte.
Wir reden gerade viel darüber, was KI uns wegnimmt. Heute habe ich gespürt, was sie sichtbar machen kann, wenn wir uns trauen, ehrlich mit ihr zu denken. Manchmal führt ein einziges fremdes Wort genau nach Hause, zu sich selbst.
Und bei euch, hat euch ein Wort, ein Gespräch oder eine unerwartete Begegnung schon einmal überraschend zu euch selbst geführt?
Alles Liebe,
Karen