24/07/2026
„Welche Farbe gefällt mir?“ ist nur die halbe Frage. 🎨
Die Innenarchitektin Kerstin Bethan bringt es auf den Punkt: Eine Farbe wirkt nie isoliert – immer nur im Zusammenspiel mit Material, Licht und den Farben ringsum.
Das Material: Ein zartes Rosé auf glattem, fein verputztem Untergrund wirkt kühl und fast sachlich. Genau derselbe Ton auf einer strukturierten Lehmwand wird auf einmal warm, samtig und erdig. ✨
Das Licht: Ein warmes Gelb leuchtet unter indirekter Beleuchtung wie Kerzenschein – unter einer Neonröhre wirkt dasselbe Gelb grell und aufdringlich. Eine petrolfarbene Wand kann im kühlen Nordlicht düster erscheinen und im warmen Südlicht tief und lebendig.
Die Nachbarfarben: Und dann ist da noch alles ringsum – Boden, Möbel, Textilien. Keine Farbe steht für sich allein, sie tritt immer in einen Dialog mit ihrer Umgebung.
Deshalb Kerstins Rat: Teste Farbmuster immer im echten Raum. Schau sie dir morgens an und abends, bei Tageslicht und bei Kunstlicht. Und betrachte sie zusammen mit Boden, Möbeln und Textilien. 💜
Eigentlich eine schöne Lebensweisheit: Nichts von uns wirkt isoliert. Der Kontext, in dem wir stehen, verändert, wie wir wahrgenommen werden – und wie wir uns selbst fühlen.
Und jetzt du: 👇
Hast du schon mal eine Farbe gestrichen, die im Laden ganz anders aussah als später an deiner Wand? Erzähl deinen Moment in den Kommentaren! 💬
Dieser Tipp stammt von Kerstin Bethan aus „Starke Frauen machen andere Frauen stark. Punkt.“ 📖 Das Buch ist im Buchhandel und auf Amazon erhältlich.
Teile diesen Post mit jemandem, der gerade einen Raum gestaltet. 💜
Fotos: Annika Bethan; Canva