05/10/2026
Die Holocaust-Überlebende Irene Butter ist am Wochenende im Alter von 95 Jahren in den USA verstorben 🕊️
Irene Butter gehörte zu den letzten Zeitzeuginnen des Holocaust, die unermüdlich ihre Geschichte erzählte. Sie reiste durch Schulen, Universitäten und öffentliche Einrichtungen, sprach mit Jugendlichen und Erwachsenen über den Holocaust, über Ausgrenzung und Verantwortung. Ihr Leitsatz: nicht wegsehen, nicht schweigen.
Ihre Erfahrungen hat Butter auch literarisch festgehalten: 2022 erschien bei Schöffling & Co. ihre Autobiographie »Wir hatten Glück, noch am Leben zu sein«, in der sie eindringlich ihre Kindheit, die Verfolgung und das Überleben im Konzentrationslager schildert.
Ihr Leben lang engagierte sich Irene Butter politisch und gesellschaftlich. Sie setzte sich für Verständigung ein, etwa in interkulturellen Dialoggruppen, und ist Mitbegründerin von Vorlesungsreihen, die sich mit Zivilcourage und Verantwortung beschäftigen. Für ihr Engagement wurde sie vielfach ausgezeichnet, zuletzt mit dem Bundesverdienstkreuz. Doch wichtiger als jede Ehrung ist ihr die Wirkung ihrer Worte – besonders auf junge Menschen. Was bleibt, ist ihre Botschaft: Erinnerung ist keine Vergangenheit – sie ist Auftrag.