08/09/2026
Kein AGI, aber neue Ära mit GPT-6 Astra
Übergang zum generalistischen Arbeitsagenten mit großem Versprechen und auch Risiken
Während das Unternehmen GPT-6 Astra in Kommunikation und PR als sein bislang leistungsfähigstes und am stärksten abgesichertes Modell vorstellt, spricht OpenAI-Präsident Greg Brockman davon, man könne rückblickend womöglich sagen, allgemeine künstliche Intelligenz sei ungefähr jetzt entstanden – vielleicht mit genau diesem Modell. In der Folge haben wir in den letzten Tagen endlose Medienschlagzeilen und Diskussionen rund um die AGI-Erwartung und damit verbundene Risiken erlebt. Firmenchef Sam Altman klingt zugleich deutlich zurückhaltender. AGI sei bestenfalls ein sehr schlecht definierter Begriff, sagte er wenige Tage vor der Veröffentlichung. Also nur noch ein irrelevantes Marketingetikett? (...)
Wer beurteilen will, ob Astra eine AGI-Ära einläutet, muss zunächst fragen, woran dieser Eintritt überhaupt zu erkennen wäre. OpenAIs bis heute maßgebliche Charta definiert Artificial General Intelligence als hochautonome Systeme, die Menschen bei der Mehrzahl wirtschaftlich wertvoller Arbeiten übertreffen. Diese Definition enthält drei Anforderungen: hohe Autonomie, eine breite Abdeckung von Tätigkeiten und eine Leistung oberhalb des menschlichen Niveaus. Ein einzelner Spitzenwert in Mathematik oder Programmierung reicht danach ebenso wenig wie ein beeindruckender Assistent, der nur unter enger Anleitung funktioniert. (...)
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