23/11/2025
Ihr Lieben,
das heutige für uns alle, die wir am Totensonntag an liebe Menschen denken, die nicht mehr unter uns sind.
Lieder über den Tod sind oft gruselig, theatralisch oder mystisch. Dem amerikanischen Sänger Bobby Goldsboro aber gelang ein Werk voll ästhetischer Melancholie, das in seiner Version 1968 zum Welthit wurde: "Honey" erzählt vom Verlustgefühl an sich. Die junge Frau, deren Tod ihr Liebhaber beklagt, starb, als er nicht zu Hause war und "die Engel kamen". Wir erfahren nicht, woran, sondern nehmen Teil an Trauer und Erinnerung: Sie war empfindsam, sie liebte Tiere und Blumen über alles. "Mein Leben ist jetzt nur noch eine leere Bühne, auf der einst Honey lebte und spielte. Nachts wache ich auf und rufe ihren Namen", klagt Goldsboro. Und weiter: "Manchmal weint eine kleine Wolke hoch am Himmel über dem Blumenbeet, das sie bepflanzt hat..."
Außergewöhnlich die Struktur des Liedes, denn der Songautor Bobby Russell hat hat es als Schleife konzipiert: Die letzte Strophe tönt im gleichen Wortlaut wie die erste: "Sieh nur, mein Freund, wie groß doch schon der Baum im Garten ist! Vor einiger Zeit war er noch nicht allzu groß, das ist noch gar nicht lange her. An dem Tag, als sie ihn pflanzte, da war er nur ein kleiner Zweig..."
Erinnerungen an "Honey", herzergreifend gesungen von Bobby Goldsboro.
Euch einen besinnlichen Sonntag!
Artificially colorized and enhanced video of Bobby Goldsboro's early hit record "Honey" from 1968. Colorization was done with the state-of-the-art DeOldify s...