21/10/2025
Wir laden herzlich ein zur szenischen aus »Wir suchen ein Land. Roman einer Emigration« von Robert Grötzsch, neu herausgegeben von Maik Baumgärtner und Andreas Wassermann.
Entstanden 1936 als unmittelbare Momentaufnahme antifaschistischer , schildert der Roman das Leben in einer Emigranten-Kommune in Böhmen, das Gefühl der und zugleich die unerschütterliche Hoffnung auf ein neues Land.
Robert Grötzsch zeichnet ein eindringliches Bild: Figuren wie Karl, Gusti, Moses, Justus und die Jungen Peter und Paul sind in einem baufälligen Haus – der sog. »Spinne« – in Böhmen zusammengekommen, um in unsicheren Zeiten ein neues Leben zu wagen. Nachtträume vom verlorenen Deutschland, die Albträume aus der Vergangenheit und die quälende Frage, ob man genug getan hat gegen die Naziherrschaft, bestimmen ihren Alltag – und doch bleibt die Hoffnung auf Sicherheit, Frieden und einen Neubeginn. Der Schauspieler Moritz Dürr lässt die dramatischen Schicksale dieser politischen Flüchtlinge lebendig werden.
war Klempner, Schriftsteller und Chefredakteur der Dresdner Volkszeitung. 1933 floh er nach Prag, um der nationalsozialistischen Verfolgung zu entkommen. Über mehrere Fluchtstationen kam er 1941 schließlich nach New York, wo er 1946 verstarb. Sein Roman unterscheidet sich von bekannter durch seine Eindringlichkeit und Direktheit. »Grötzsch schrieb hastig und konkret – , wie sie in der Weimarer Republik Furore machte und von den Nationalsozialisten gehasst wurde. Auch das macht den Roman modern, ja gegenwärtig. Und, aktueller denn je: Es ist ein antifaschistisches Bekenntnis aus der republikanischen Mitte der Gesellschaft« (Maik Baumgärtner & Andreas Wassermann).
Im Anschluss sind Sie herzlich eingeladen mit den Herausgebern Maik Baumgärtner und Andreas Wassermann ins Gespräch zu kommen. Die beiden geben Einblicke in den Entstehungs- und Entdeckungsprozess der Neuauflage, reflektieren die heutige Bedeutung des Romans und erläutern, warum Grötzschs Stimme wieder Gehör finden sollte.
Eintritt frei.