24/11/2025
Ich sag’ mal so: Wenn Adobe wegen dieser jüngsten Entwicklung seinen Abopreis für Einzelanwender dauerhaft um mindestens die Hälfte reduziert, bleibe ich dabei.
Wie Canva mit Gratis- und das kreative Adobe-Establishment herausfordert
Es gab eine Zeit, da war der Einstieg in die Welt der professionellen Bildgestaltung so exklusiv wie ein Club ohne Klingel. Wer in den frühen 2000er-Jahren als Grafiker reüssieren wollte, musste erst eine finanzielle Hürde überwinden, die sich gewaschen hatte: Adobes Grafik-Software-Paket, dessen Preis schnell vierstellig wurde, bestand mindestens aus , und . Die Botschaft des Marktführers aus San José war unmissverständlich: Echte Kreativität ist ein Privileg der Profis, für das man tief in die Tasche greifen muss. Ein Umstand, der viele Gelegenheitskreative dazu ermunterte sich die Software aus dunklen Kanälen zu „besorgen“.
Zehn Jahre später hatte Adobe seine Kauf-Software in relativ preiswerte Abo-Ware verwandelt. Heute, ein weiteres Jahrzehnt später, erleben wir die nächste Zäsur: Ein australisches Unternehmen namens Canva, das einst als simple Bastelstube für Social-Media-Grafiken belächelt wurde, verschenkt eine komplette professionelle Design-Suite: , galt jahrelang als aussichtsreichster Herausforderer für alle, die Adobes Abo-Modell scheuten, ist seit Kurzem kostenlos. Ein Manöver, das auf den ersten Blick wie ein Akt der Verzweiflung anmutet, bei genauerer Betrachtung aber Teil eines kühl kalkulierten Angriffs auf Adobes Vormachtstellung ist. Wir wohnen aktuell dem vielleicht entscheidenden Kapitel im Kampf um die Zukunft der Kreativ-Software bei.
Die Revolution der Werkzeuge weiterlesen (3 min) auf docma.info
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