16/04/2026
Warum sind Farbprofile wichtig?
Farbprofile werden gerne unterschätzt.
Ja, es geht auch ohne… aber wie?
Bei meiner Arbeit bekomme ich gerne Bilder ohne Profil.
Für alles gibt es Profile: Input (Kamera, Scanner, Handy, usw.), Output (Papier, Drucker, usw.) – und auch der Computer arbeitet damit bzw. weiß anhand der Profile, wie er das Bild visuell darstellen soll.
Wenn man nicht das „richtige“ Profil verwendet – sei es beim Input oder Output – erhält man kein optimales Resultat, sondern man überlässt es sozusagen dem Zufall, wie es sich präsentiert.
Diese Bilder wirken visuell anders, weil ihnen eine Grundlage für den Farbraum fehlt. Sie wirken dann entweder knallig oder es fehlt der Kontrast und sie wirken flau.
Außerdem weiß man bei einem Bild ohne Profil nicht, wie das Original aussah oder mit welchem Farbraum vorher gearbeitet wurde.
Hier ein Beispiel mit zwei Profilen.
Der Ausgangspunkt war derselbe: Die Bilder hatten kein Profil, und es wurden Profile „zugewiesen“.
Man erkennt schon allein daran, dass farblich ein Unterschied besteht. Das Profil ist nur zugewiesen. Das heißt die RGB-Werte bleiben gleich, aber die Interpretation der Farben für das Programm ändern sich.
Der große Unterschied beginnt bei der Konvertierung ins CMYK.
Und wie geht man in so einer Situation am besten vor? Man braucht ein geschultes Auge und vor allem eine klare Vorstellung davon, wofür das Bild weiterverwendet wird.
Bildbearbeitung heißt auch in so einer Situation zu wissen wie man richtig vorgeht und nicht einfach einen Filter drauf klatscht.
Farbprofile und deren Anwendung sind ein umfassendes Thema, das ich hier in wenigen Zeilen nur angerissen habe.