30/01/2026
🗻 Forscher:innen der Unviersität Graz zeigen, was Grönlands Gletscher schmelzen lässt
🧊 Neue Messungen von Forscher:innen der Universität Graz rund um Jonathan Fipper und Jakob Abermann zeigen, welche Faktoren das Abschmelzen von Grönlands Gletschern beeinflussen. Am Beispiel der Flade-Isblink-Eiskappe in Nordgrönland analysierte das Team Lufttemperaturen und Wetterbedingungen. Dieser zweitgrößte Eiskörper der Insel verliert seit 2008 zunehmend an Dicke. Die Ergebnisse wurden im Fachjournal "The Cryosphere" veröffentlicht.
💬 „Unsere Beobachtungen deuten darauf hin, dass Flade Isblink immer stärker an Eis verliert und somit zum Anstieg des Meeresspiegels beiträgt“, berichtet Erstautor Jonathan Fipper vom Institut für Geographie und Raumforschung der Uni Graz. Mithilfe unbemannter Fluggeräte erstellten die Wissenschaftler:innen 130 vertikale Temperaturprofile. „Bis zu einer Höhe von rund 100 Metern beeinflusst die Bodenbeschaffenheit – also Eis, Stein oder Wasser – signifikant die Lufttemperatur“, fasst Fipper die Ergebnisse zusammen.
🌍 „Da die Eiskappe vergleichsweise flach ist, kann sie durch die Klimaerwärmung besonders stark schmelzen“, ergänzt der Forscher. Die aus der Studie gewonnenen Erkenntnisse sind ein erster Schritt, um die Entwicklung besser zu verstehen. Es braucht aber weitere Studien über die sich verändernden Umweltbedingungen in der Region.
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📷 Bild oben: Jakob Abermann mit einem Kollegen beim Installieren einer Messstation an einem Gletscher in Grönland. Bild unten: Die Gletscher auf der Flade Isblink Eiskappe in Nordgrönland schmelzen außergewöhnlich schnell ab. Fotos: Stefan Fauland (1), Uni Graz/Jonathan Fipper (2)