07/05/2026
»Schon der Titel ist Programm: „Schalen“ sind hier keine bloßen Gefäße, sondern Denkfiguren. In ihnen lagern Welten, begrenzt, arrangiert, gepflegt oder vernachlässigt. Die Autorin überträgt dieses Bild auf Gesellschaften, Beziehungen und politische Systeme. Was wie ein ästhetisches Motiv beginnt, entfaltet sich als präzise Metapher für unsere Gegenwart. Abgeschlossene Räume, in denen Macht, Sprache und Wahrnehmung zirkulieren. Dass diese Schalen nicht hermetisch sind, sondern Risse haben, durch die Realität eindringt, macht den Roman so gegenwärtig.«
Barbara E. Seidl-Reutz
https://litrobona.com/2026/04/28/welten-im-gefas-marlen-schachinger-pusiols-landschaften-in-schalen/