08/09/2026
Österreich erzeugt so viel erneuerbaren Strom wie kaum ein anderes Land in der EU – und trotzdem zahlen Haushalte und Unternehmen bei uns überdurchschnittlich hohe Strompreise. Wie passt das zusammen?
Die Agenda Austria liefert eine unbequeme Antwort: Es liegt nicht nur an Netzausbau oder Energiewende, sondern an verflochtenen Eigentümerstrukturen, schwachem Wettbewerb und einer Regulierung der Netzbetreiber, die Renditen nahe zehn Prozent ermöglicht – bei vergleichsweise geringem unternehmerischem Risiko 👉 https://wirtschafts-nachrichten.at/artikel/fehlender-wettbewerb-auf-heimischen-energiemarkt/
Auf solche Probleme hatten bereits Bundeswettbewerbsbehörde | Austrian Federal Competition Authority und E-Control in den letzten Jahren hingewiesen.
Für Unternehmer:innen ist das mehr als eine energiepolitische Randnotiz. Netzentgelte machen inzwischen rund ein Drittel der Stromrechnung aus, mit teils drastischen regionalen Unterschieden zwischen den Bundesländern. Wer in Kärnten produziert, zahlt spürbar mehr als ein Betrieb in Vorarlberg.
Die eigentliche Frage lautet also nicht, ob Österreich genug erneuerbare Energie produziert. Sondern: Wie viel Wettbewerb und wie viel Regulierung braucht ein fairer Energiemarkt, damit günstige Erzeugung auch bei Verbraucher:innen und Betrieben ankommt?
Wie bewerten Sie die Forderung nach einer strengeren Regulierung der Netzbetreiber – notwendiger Korrekturschritt oder Eingriff in gewachsene Strukturen? Ich bin gespannt auf Ihre Einschätzung in den Kommentaren.