07/01/2026
„𝘃𝗮𝗸𝘂𝘂𝗺“ – 𝗻𝗼𝗰𝗵 𝗯𝗶𝘀 𝟭. 𝗙𝗲𝗯𝗿𝘂𝗮𝗿 𝟮𝟬𝟮𝟲 𝗶𝗺 𝗦𝗮𝗹𝘇𝗯𝘂𝗿𝗴𝗲𝗿 𝗞𝘂𝗻𝘀𝘁𝘃𝗲𝗿𝗲𝗶𝗻 𝘇𝘂 𝘀𝗲𝗵𝗲𝗻
Was antike Philosophen als „horror vacui“ verstanden, einer absoluten und beängstigenden Leere, fasst die heutige Quantenmechanik als einen Raum voller Teilchenfluktuationen und unrealisierter Möglichkeiten auf. Zwei scheinbar entgegengesetzte Konzepte von Vakuum komplementieren sich: Sie bilden eine paradoxe Vorstellung von etwas, das zugleich Abwesenheit und Potenzial, Verdrängung und Verdichtung bedeutet.
Neun künstlerische Positionen – Ani Gurashvili, Ulrike Königshofer, Melanie Moser, Luz Olivares Capelle, Martin Sommer, Manuel Tozzi, Francisco Valença Vaz, Kay Walkowiak und Bartholomaeus Wächter – erkunden, was entsteht, wenn Räume mit Lücken und Fehlstellen besetzt werden.
Die Künstler:innen begreifen das Vakuum als wissenschaftliches Phänomen und theoretisches Konzept zugleich. Ihre Arbeiten durchspannen psychische, mediale und urbane Schwellenräume. Sie untersuchen chemische Transformationen. Sie offenbaren heterotopische Begehrensstrukturen und zyklische Zeitvorstellungen.
Die räumliche Organisation der Ausstellung folgt dieser Vielfalt und macht gleichzeitig die personellen Ausschlüsse institutioneller Präsentation zum Thema.
Jede Ausstellung zeigt zugleich, was präsent ist und was hätte präsent sein können. Eine Mitgliederausstellung verhandelt damit Bedingung und Problem ihrer eigenen Form: sie kann nur Teile einer Gesamtheit zeigen. Als fragmentarischer Mikrokosmos markiert „vakuum“ auch das Abwesende. Statt einem leeren Nichts begreift diese Ausstellung das Vakuum allerdings als ein Gefüge von Bedingungen, die unsere Wahrnehmung von Raum bestimmen: Was wird sichtbar, was wird zurückgehalten und was organisiert unsere Aufmerksamkeit?
𝗗𝗶𝗲 𝗹𝗲𝘁𝘇𝘁𝗲 𝗔𝘂𝘀𝘀𝘁𝗲𝗹𝗹𝘂𝗻𝗴 𝗱𝗲𝘀 𝗝𝗮𝗵𝗿𝗲𝘀 𝗶𝘀𝘁 𝘁𝗿𝗮𝗱𝗶𝘁𝗶𝗼𝗻𝗲𝗹𝗹 𝗱𝗲𝗻 𝗠𝗶𝘁𝗴𝗹𝗶𝗲𝗱𝗲𝗿𝗻 𝗱𝗲𝘀 𝗦𝗮𝗹𝘇𝗯𝘂𝗿𝗴𝗲𝗿 𝗞𝘂𝗻𝘀𝘁𝘃𝗲𝗿𝗲𝗶𝗻𝘀 𝘃𝗼𝗿𝗯𝗲𝗵𝗮𝗹𝘁𝗲𝗻 𝘂𝗻𝗱 𝘄𝘂𝗿𝗱𝗲 𝟮𝟬𝟮𝟱 𝘃𝗼𝗻 𝗺𝗮𝗴𝗮𝘇𝗶𝗻𝟱𝟯𝗮 𝗸𝘂𝗿𝗮𝘁𝗶𝗲𝗿𝘁.
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𝗺𝗮𝗴𝗮𝘇𝗶𝗻𝟱𝟯𝗮
Verein zur Förderung der Bildenden Kunst in Salzburg