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WIENentdecken WIEN entdecken - das Magazin für WienerInnen und alle, die es gerne wären!

Das Stuwerviertel verdankt seinen Namen einem Mann, der regelmäßig für Explosionen in Wien gesorgt hatte. 🧨Aber keine So...
09/03/2026

Das Stuwerviertel verdankt seinen Namen einem Mann, der regelmäßig für Explosionen in Wien gesorgt hatte. 🧨Aber keine Sorge – es war nur Feuerwerk.

🎆 Ende des 18. Jahrhunderts sorgte der Deutsche Pyrotechniker Johann Georg Stuwer für spektakuläre Shows im Prater. Ab 1773 veranstaltete er riesige Feuerwerke, die tausende Wiener:innen anzogen. Die Menschen kamen aus der ganzen Stadt, um zu sehen, wie der Himmel über der Donau-Au in Flammenfarben aufleuchtete. Die Wiese, auf der das passierte, wurde bald als Feuerwerkswiese bekannt. Das heutige Stuwerviertel entstand allerdings erst viel später. Nach der Donauregulierung im 19. Jahrhundert wurde das ehemalige Überschwemmungsgebiet trockengelegt und mit den typischen Wiener Gründerzeithäusern bebaut. Und als man einen Namen für das neue Grätzl brauchte, erinnerte man sich an den Mann mit den großen Explosionen: Stuwer.

Das war früher übrigens noch ein Teil vom Prater, ein ehemals kaiserliches Jagdgebiet. Erst 1766 öffnete Kaiser Joseph II. den Prater für alle Wiener:innen. Und der entwickelte sich über die Jahrhunderte zu dem Ort, an dem man bis heute ein Picknick macht, Rad fährt oder beim Riesenrad ein bisschen Höhenangst bekommt.

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Seit 100 Jahren werden in Wien erfolgreich energiereiche Bomben hergestellt. 💣 Zum Glück explodieren sie nur geschmackli...
26/02/2026

Seit 100 Jahren werden in Wien erfolgreich energiereiche Bomben hergestellt. 💣 Zum Glück explodieren sie nur geschmacklich.

Die Schwedenbombe wurde 1926 in Wien von Walter Niemetz erfunden, der mit einem schwedischen Freund eine Süßware aus Eiweißschaum, Waffelboden und Schokolade kreierte. Und jede Zweite auch mit Kokosraspel! Das Rezept und die Hertellung haben sich bis heute nicht verändert – und dafür gäbe es auch keinen Grund.
Ihr Kultstatus liegt dabei nicht nur im Rezept, sondern auch in dem, was sie alles begleitet hat. Auf Kindergeburtstagen, wenn es nur ein Ziel gibt: die Schwedenbombe schneller zu essen als alle anderen – ohne Hände. Später folgt die Semmel, aufgeschnitten und mit einer, zwei oder drei Schwedenbomben gefüllt. Nicht besonders gesund, aber generationsübergreifend akzeptiert. Oder in der Mikrowelle aufplatzen lassen und mit Schlag und Eierlikör wieder abkühlen lassen.

🎶 Aufgrund der großen Markenbekanntheit von Schwedenbomben ernannte sich der Gewinner des Eurovision Song Contests 2015, der Schwede Måns Zelmerlöw, selbst zur „Schwedenbombe”.
So weit reicht die Macht österreichischer Süßigkeiten.

Stell dir ein Wohnhaus mit 1.000 Einwohnern vor, das seine eigenen Gesetze hat – und Mozart arbeitet im Hof an seinen We...
11/02/2026

Stell dir ein Wohnhaus mit 1.000 Einwohnern vor, das seine eigenen Gesetze hat – und Mozart arbeitet im Hof an seinen Werken! 🎶

In Wien gab es früher einen riesiges Gebäudekomplex namens Freihaus auf der Wieden – der Name bedeutete tatsächlich frei von Gesetzen und Steuern! Beziehungsweise mit seinen eigenen Steuern und Gesetzen. 🧾⚖️

Dieser riesige Komplex wurde im 17. Jahrhundert erbaut und beherbergte Märkte, Werkstätten, Tavernen, eine Kapelle und bis zu 1.000 Menschen! Man kann sich das als eine Art Mini-Stadt vorstellen, die wegen ihrer geringen Steuern zur Binnensteueroase wurde. 😄

🎭 Hier wurde auch 1791 im historischen Freihaustheater Mozarts „Die Zauberflöte“ uraufgeführt. 🎼

📚 Das Freihaus war links und rechts vom äußeren Ausläufer der Operngasse, dort wo man heute keine historischen Geäude mehr sieht. Der Name “Freihausviertel” und ein paar Plätze erinnern noch daran, wie beispielsweise das Freihaus der TU Wien.

Bevor es Amazon gab, gab es in Wien die Griechen. 🇬🇷 Schon ab dem 16. Jahrhundert lebten griechische Gemeinschaften in W...
03/02/2026

Bevor es Amazon gab, gab es in Wien die Griechen. 🇬🇷

Schon ab dem 16. Jahrhundert lebten griechische Gemeinschaften in Wien – vorwiegend in er Nähe der Schiffsanlegestellen im heutigen ersten Bezirk, dort, wo es heute gleich mehrere griechische Kirchen, die Griechengasse und mit dem Griechenbeisl das wohl älteste Lokal Wiens gibt. Dieses Viertel galt als das wirtschaftliche Zentrum der griechischen Gemeinde. Von hier aus handelten sie mit Seide, Baumwolle und Waren aus Südosteuropa und dem Osmanischen Reich und machten Wien zu einem wichtigen Knotenpunkt zwischen Ost und West.

Ihr Einfluss lag jedoch nicht nur im Handel, sondern auch im System dahinter. Griechische Kaufleute führten in Wien systematische Buchhaltung, Wechselgeschäfte und kurzfristige Warenkredite ein. Andere Händler konnten Waren auf Kredit kaufen und später bezahlen – oft über internationale Netzwerke.

Ein wesentlicher Meilenstein für die Griechen kam 1781 mit dem Toleranzpatent: Orthodoxe Christ:innen wurden nun offiziell geduldet. Die griechische Glaubensgemeinde durfte Eigentum besitzen, Schulen betreiben und Kirchen errichten – wenn auch unter klaren Einschränkungen. So entstand am Fleischmarkt die Griechenkirche zur Heiligen Dreifaltigkeit: ohne Turm und ohne Glocken.

Der Einfluss der Griechen ist bis heute spürbar. Die Gemeinde ist weiterhin Teil des Wiener Stadtlebens, der Fleischmarkt bleibt ihr historisches Herz – und erinnert daran, dass Wien schon früh eine international vernetzte Stadt war.
# griecheninwien

Gerstner war immer Teil der großen Wiener BühneGegründet 1847, begann alles als Zuckerbäcker – und wurde schnell berühmt...
26/01/2026

Gerstner war immer Teil der großen Wiener Bühne
Gegründet 1847, begann alles als Zuckerbäcker – und wurde schnell berühmt für kunstvolle Zuckerfrüchte und -blumen. Mit dem Umzug in die Kärntner Straße und der Zusammenarbeit mit der Hofoper wurde Gerstner Teil der großen Wiener Bühne: Premieren, Galas, Staatsanlässe, Opernball. Internationale Auszeichnungen, die Weltausstellung 1873 und der Titel k.u.k. Hoflieferant machten den Namen über Wien hinaus bekannt.
Und ja, auch Sisi hatte ihren Favoriten – die berühmten kandierten Veilchen. Bis heute steht Gerstner genau dafür: kein Trend, keine Show. Sondern Wien, das sich von der süßen Seite zeigt – damals wie heute.

🎶 Wenn die kann Dudler ham, dann geh i wieda ham!Dudler ist mehr als ein Getränk, das Dudeln ist eine einzigartige Form ...
15/01/2026

🎶 Wenn die kann Dudler ham, dann geh i wieda ham!

Dudler ist mehr als ein Getränk, das Dudeln ist eine einzigartige Form des Gesangs – künstlerisch, verspielt und von Wien geprägt. Er entstand im frühen 19. Jahrhundert, als die Jodeltraditionen aus den Alpen in die Stadt wanderten und sich in Weinstuben und Salons des urbanen Wien zu einem eigenen Stil vermischten.

Das Besondere daran: Der Wiener Dudler wird oft von Geige, Klarinette oder Gitarre begleitet und “raunzt” ein wenig mehr als das Jodeln. Es geht weniger um idyllische Natur als vielmehr um die Seele der Stadt. Er wurde überall gesungen, wo Menschen zusammenkamen, insbesondere als Symbol der Heuriger.

Diese Tradition ist von der UNESCO als immaterielles Kulturerbe anerkannt ist. Nicht als Folklore für Touristen, sondern als lebendige Wiener Alltagskultur.

👉 Und wenn du es hören willst, dann einfach nach dudeln gugeln! Es gibt laufend Kurse und Konzerte in Wien.

“Man sagte den sonst allgemein guten Wienern nach, daß bei ihnen und über sie die Weiber das Regiment hätten!” - so zumi...
12/01/2026

“Man sagte den sonst allgemein guten Wienern nach, daß bei ihnen und über sie die Weiber das Regiment hätten!” - so zumindest im Mittelalter. 😅

Um das Gegenteil zu beweisen, ließ man eine (vermutliche hölzerne) Speckschwarte im Bogen des roten Turm anbringen - mit einem schriftlichen Hinweis, dass man das Teil herunterholen solle, um sein “Hausregiment” zu beweisen. 💥

Doch selbst der Mutigste ließ es lieber bleiben – aus Angst vor einer schmutziger Hose und dem Zorn der Gattin! 😄

Dieser 1511 gebaute “neue” rote Turm mit dem eingebauten Tor war eine der wichtigsten Pforten der alten Wiener Stadtbefestigung, durch die man zum heutigen Donaukanal kam. Davor gab es an der Stelle bereits einen roten Turm aus dem 13. Jahrhundert, der markant rot-weiß gefärbt war.

Das neue Rotenturmtor entwickelte sich zu einem Wahrzeichen und wurde sogar noch stehen gelassen, als 150 Jahre später eine neue Stadtbefestigung mit neuen Toren kam. Erst im späten 18. Jahrhundert wurde es aus “verkehrstechnischen” Gründen abgetragen.

Die Bedeutung von Turm und Tor erkennt man daran, dass heute noch die Rotenturmstraße vom Stephansplatz zum Donaukanal führt. Wohl aus Ehrfurcht vor der Speckschwarte und den möglichen Konsequenzen... 🥓

Wien eben. Wo selbst Geschichte ein Augenzwinkern hat. 😉

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Was wäre, wenn Gottfried Semper gewusst hätte, dass sein architektonischer Entwurf der perfekte Drehort für ein Musikvid...
08/01/2026

Was wäre, wenn Gottfried Semper gewusst hätte, dass sein architektonischer Entwurf der perfekte Drehort für ein Musikvideo eines Popstars werden würde?

Gottfried Semper – einer der bedeutendsten Architekten des 19. Jahrhunderts – prägte Wien mit großartigen Meisterwerken wie der Fassade des Burgtheaters, dem Naturhistorischen und Kunsthistorischen Museum und der Hofburg. Zwischen 1874 und 1877 entwarf er auch dieses besondere Gebäude, heute noch gerne das “Semper-Depot” genannt.

🎭 Ursprünglich war es das Kulissenlager des Kaiserlich-Königlichen Hoftheaters – das Herzstück der Bühnenbild- und Dekorationswelt der Wiener Oper und Theater.
Was es so einzigartig macht:
-> eine ungewöhnliche dreieckige Fächerform.
-> ein riesiger Innenhof mit sechs Meter hohen gusseisernen Säulen.
-> eine großartige Atmosphäre.

🎨 Heute ist das Semperdepot das Ateliergebäude der Akademie der bildenden Künste Wien – voller Kreativität, Festivals, Ausstellungen und Leben.
🌟 Und Robbie Williams hatte hier sein Musikvideo zu „Lovelight“ gedreht!
Genau hier! In diesen Hallen – eine Verbindung von Wiener Architekturgeschichte und moderner Musik! 🎶

Unverändert still und beschaulich – und das mitten in der City.Die Schönlaterngasse und der angrenzende Heiligenkreuzerh...
05/01/2026

Unverändert still und beschaulich – und das mitten in der City.

Die Schönlaterngasse und der angrenzende Heiligenkreuzerhof sehen noch heute so aus, als seien sie direkt einem Gemälde des 19. Jahrhunderts entsprungen. Nur eines hat sich geändert: Wo einst Pferde standen, parken heute Autos – vor allem der Hof ist oft gut „zugeparkt“.

Hier spürt und sieht man noch viel vom mittelalterlichen und barocken Wien. Fresken und Skulpturen erinnern an die Sage vom Basilisken, der vor rund 800 Jahren im Brunnen bei der Schönlaterngasse 7 gehaust haben soll.

Durch ein Tor gelangt man in den Heiligenkreuzerhof, der oft als das älteste Zinshaus Wiens bezeichnet wird. Errichtet im 12. beziehungsweise 13. Jahrhundert, gehört er seitdem dem Zisterzienserstift Heiligenkreuz.

Einer der prominentesten Bewohner des Hofes war Helmut Qualtinger – nicht immer ein Heiliger. 😇 Aber von ihm erzählen wir später noch mehr.

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Eine Melange an Weltgeschichte...Das Café Central eröffnete 1876 im Palais Ferstel. Das Palais wurde ursprünglich als Te...
05/01/2026

Eine Melange an Weltgeschichte...

Das Café Central eröffnete 1876 im Palais Ferstel. Das Palais wurde ursprünglich als Teil der Österreichisch-Ungarischen Nationalbank geplant. Kein Wohnhaus, kein Ballsaal, sondern ein Ort für Kapital, Kontrolle und Ordnung. Das spürt man noch im Innenhof - einem schönen Beispiel für die toskanische Neorenaissance in Wien.
Aber ohne Kaffee ging in Wien nichts - also eröffnete der berühmte Wenzel Prückel hier ein Café. Und was für ein Café!

☕️ Hier saßen Freud, Herzl, Loos – und Trotzki, der hier offensichtlich nicht nur Schach spielte, sondern auch eine Revolution vorbereitete.
✉️ Manche Stammgäste hatten keine eigene Adresse. Post kam einfach ins Café Central. Peter Altenberg sitzt heute noch am Eingang, er hatte einfach vergessen, wie er heimkommt.
♟️ Und Schach war hier kein Zeitvertreib, sondern ein legales Duell auf höchstem Niveau.

Und der legendäre Prunk? Nie für Gemütlichkeit gedacht. Er sollte Macht, Geld und Geist ausstrahlen.
1943 schloss das Café nach einer teilweisen Zerstörung. Mit ihm verschwand Wiens intellektuelles Zentrum.
Aber 1975 kam es zurück – das Café – als Erinnerung an eine Zeit, in der Kaffeehäuser Europas Zukunft mitformten. Und wenn dir die scheinbar kilometerlange Schlange an Touristen vor dem Café zuviel ist, dann besuch doch einfach "das Ferstl".

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Der Wiener Silvesterpfad zählt zu den größten Neujahrsveranstaltungen Europas. Und er wird jedes Jahr größer – einfach w...
31/12/2025

Der Wiener Silvesterpfad zählt zu den größten Neujahrsveranstaltungen Europas. Und er wird jedes Jahr größer – einfach weil er einzigartig ist. Statt eines einzigen Platzes hat Wien sich für einen Pfad entschieden. Diese Entscheidung – getroffen 1990 – machte die gesamte Innenstadt zu einem temporären Partyraum.
Freier Zugang. Keine Tickets. Unterschiedliche Rhythmen nebeneinander.
Klassik neben Pop. Walzer neben Elektro. Tourist:innen folgen den Lichtern, Wiener:innen der Erfahrung.
Seine Beliebtheit liegt in etwas sehr Wienerischem: Ausgelassenes Feiern ohne Verpflichtung. Man geht, kommt zurück, beobachtet und taucht ein. Genau deshalb funktioniert der Silvesterpfad. Nicht nur als Party – sondern als Stadt in Bewegung.

Wir wünschen euch ein gutes neues Jahr. Mit Zeit zum Gehen und zum Staunen – und mit vielen neuen Blicken auf Wien!

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