Wasbishergeschah.at

Wasbishergeschah.at Zeit läuft. Wasbishergeschah öffnet Fenster in die Vergangenheit. Geschichte „passiert“ nicht einfach. Es sind die Menschen, die ihre Geschichte machen.

Wir rücken sie in den Mittelpunkt. Was dachten, hofften, liebten sie? Aber auch: was fürchteten oder hassten sie? Und vor allem: was taten sie? Wasbishergeschah ist eine Plattform, die mit Forscher:innen und angesehenen Fachzeitschriften zusammenarbeitet. Wir wollen historisches Wissen zugänglich machen. Am Puls der Zeit. Auf der Höhe der Forschung.

Geschichte macht keine Pause – aber wir auch in diesem Jahr eine kleine:Vom 24.12. bis 6.1. ist wasbishergeschah im Urla...
23/12/2025

Geschichte macht keine Pause – aber wir auch in diesem Jahr eine kleine:
Vom 24.12. bis 6.1. ist wasbishergeschah im Urlaub.
Wir wünschen euch allen schöne Feiertage und einen glücklichen Start ins neue Jahr!

Bild:
Library of Congress, Osgood Co, Kleines Mädchen hängt Weihnachtsstrumpf am Kamin auf, circa 1901.

Weihnachten 1873: Das Schiff der österreichisch-ungarischen Polarexpedition steckt seit über einem Jahr im Eis fest. Ein...
22/12/2025

Weihnachten 1873: Das Schiff der österreichisch-ungarischen Polarexpedition steckt seit über einem Jahr im Eis fest. Eine große Feier soll die Moral verbessern. Die Matrosen bauen einen Festsaal aus Schnee und zimmern einen Weihnachtsbaum.

Weiterführend:
László Lukács, Der Weihnachtsbaum der österreichisch-ungarischen Nordpolexpedition aus dem Jahr 1873, Österreichische Zeitschrift für Volkskunde 111/4 (2007), 429–435.

Bilder:
1) 2) Wikimedia, Wilhelm Burger, Die S/X Admiral Tegetthoff vom Eis besetzt, circa 1872.
1) 3) 4) Leipziger Illustrierte Zeitung, Vinzenz Katzler, Weihnachtsfest der österreichisch-ungarischen Nordpolexpedition, 1874.
6) Wikimedia, Adolf Obermüllner, Verlassen der „Tegetthoff“ nach der Rückkehr der Schlittenreisenden, 1875.

1929: Der ehemalige Kindersoldat Mahjub bin Adam Mohamed reist nach Berlin. Er will hier den ausstehenden Sold aus der K...
20/12/2025

1929: Der ehemalige Kindersoldat Mahjub bin Adam Mohamed reist nach Berlin. Er will hier den ausstehenden Sold aus der Kolonialzeit einfordern. Seine Zeit in Deutschland endet mit seiner Ermordung durch das NS-Regime. Er stirbt in einem KZ.

Weiterführend:
Marianne Bechhaus-Gerst: Treu bis in den Tod. Von Deutsch-Ostafrika nach Sachsenhausen – Eine Lebensgeschichte, Berlin 2007.

Bilder:
1) 5) 9) Wikimedia, Mahjub bin Adam Mohamed, vor 1944.
1) 4) Bundesarchiv, Stresemannstraße Berlin bei Nacht, 1932 (CC-BY-SA 3.0).
2) Bundesarchiv, Walther Dobbertin, Signalübung 1906–1918 (CC-BY-SA 3.0).
3) Bundesarchiv, Walther Dobbertin, Askari Truppe im Gefecht, 1914–1918 (CC-BY-SA 3.0).
6) Koloniales Bildarchiv, Kolonialtagung in Bremen, 1938.
8) Stadtmuseum Berlin, Polizeipräsidium am Alexanderplatz (späteres Gestapogefängnis), um 1900.
9) Bundesarchiv, Häftlinge im Klinkerwerk des KZ Sachsenhausen, 1940 (CC-BY-SA 3.0).
10) Wikimedia, Paul David Doherty, Stolperstein für Mahjub bin Adam Mohamed, 2013 (CC-BY-SA 3.0).
11) Koloniales Bildarchiv, Kolonialtagung Wien, 1939.

Der Lette Martin Beren kommt als Zwangsarbeiter im Ersten Weltkrieg nach Judenburg in der Steiermark und lernt die Bauer...
18/12/2025

Der Lette Martin Beren kommt als Zwangsarbeiter im Ersten Weltkrieg nach Judenburg in der Steiermark und lernt die Bauerstochter Amalia Leitner kennen. Die beiden verlieben sich und bekommen einen Sohn – doch Amalias Familie ist gegen eine Heirat. Der Vater und mehrere Geschwister lehnen Martin als „Ausländer“ ab. Stattdessen drängen sie Amalia, einen Bauern aus dem Nachbarort zum Mann zu nehmen.

Weiterführend: Dokumentation lebensgeschichtlicher Aufzeichnungen, Ledige Mütter erzählen. Von Liebe, Krieg, Armut und anderen Umständen, Wien/Köln/Weimar 2008.



Bilder:
1) 2) 5) 7) Wien Museum, Karl Wiener, Portrait einer Frau, 1925.
1) 8) Wien Museum, Karl Wiener, Einzelfigur, 1926.
1) ÖNB Bildarchiv, Äcker zwischen Deutsch-Wagram und Bockfließ, 1925.
2) ÖNB Bildarchiv, Bauernhof am Hang in Goganz bei Gresten, 1912.
3) Wien Museum, Russische Kriegsgefangene in Ungarn, 1914.
4) Wien Museum, Karl Wiener, Paar, 1929.
5) 6) Wien Museum, Egon Schiele (Foto: Birgit und Peter Kainz), CC BY 4.0.
9) Wien Museum, Karl Wiener, „Romantische Szene, 1929.
10) ÖNB Bildarchiv, Bauernhof im Ersten Weltkrieg.

1942, Albanien: Hajdari bittet mit 14 Jahren um die Erlaubnis, eine „eingeschworene Jungfrau“ oder burrnesha zu werden. ...
15/12/2025

1942, Albanien: Hajdari bittet mit 14 Jahren um die Erlaubnis, eine „eingeschworene Jungfrau“ oder burrnesha zu werden. Über Jahrhunderte lang können sich Frauen auf dem Balkan durch diese traditionelle Rolle entscheiden, als Männer zu leben.

Weiterführend:
Jeta (Jetim) Luboteni, A Heavy Word. Discourses on Albanian Sworn Virgins, Feminist Critique 3 (2019), 65–89.

Bilder:
1) 3) Library of Congress, Detail Schulklasse in Thethi, 1921.
Wikimedia, Sigismund von Dobschütz, Kirche von Nikc, 2011 (CC BY-SA 3.0).
1) 5) Albanianphotography, Edith Durham, Eingeschworene Jungfrau umgeben von Männern, 1908.
2) Pexels, Ärztin mit Baby.
6) Albanianphotography, Carleton S. C**n, Eingeschworene Jungfrau mit einer Freundin, 1929.
7) Wikimedia, Kolë Idromeno, Hochzeit in Shkodrane, 1924.
8) Albanianphotography, Edith Durham, Eingeschworene Jungfrau, 1908.
10) Albanianphotography, Carleton S. C**n, Frau mit zwei Kindern in Mirditë, 1929.

13/12/2025

Die Lungenärztin Johanna Haarer nennt Babys in ihrem 1934 veröffentlichen NS-Erziehungsbuch „Die deutsche Mutter und ihr erstes Kind“ „kleine Tyrannen“. Mütter müssen ihren Widerstand brechen – zum Beispiel, indem sie ihr Schreien ignorieren. Das soll ihnen die „deutschen Tugenden“ beibringen: Disziplin, Ordnung und emotionale Härte. Haarers Buch wird ein Bestseller und zur Pflichtlektüre an den NS-Mutterschulen. In der Nachkriegszeit veröffentlicht sie mehrere Neuauflagen, die sich hunderttausendfach verkaufen. In Österreich und Deutschland erziehen die meisten Menschen auch nach 1945 ihre Kinder weiterhin mit schwarzer Pädagogik. Erst in den 1980er-Jahren kommen modernere Säuglingsratgeber in Mode – und damit ein liebevolleres Verhältnis zum Baby. In dieser Zeit machen Historiker:innen auch auf Haarers NS-Vergangenheit aufmerksam. Eltern müssen damals alles hinterfragen, was ihnen über Babys beigebracht wurde. Zwischen Tradition und zeitgemäßen Ansätzen taucht genau nun die Frage auf, die uns durch das Semester begleitet: Was sollen wir lernen, wenn sich alles ändert?

Wenn ihr mehr über die Zukunft von Schule und Lernen in Zeiten des Wandels erfahren möchtet, kommt zur Podiumsdiskussion am 12. Jänner im Großen Festsaal der Uni Wien.

Mehr zum Thema Geschichte findet ihr auf wasbishergeschah.at.

Links und Infos in der Bio.

Weiterführend:
Susanne Blumesberger, Von Giftpilzen, Trödeljakobs und Kartoffelkäfern – Antisemitische Hetze in Kinderbüchern während des Nationalsozialismus. In: Medaon 5 (2009), 1–14.

Bilder:
Wikimedia, Buchcover „Die deutsche Mutter und ihr erstes Kind“, 1938.
Fembio, Johanna Haarer, 1940.
ÖNB, Weltbild, Weihnachtsschau der Kreismütterschule Martinstraße, 1939.
Bundesarchiv, HJ beim Schießunterricht (CC-BY-SA 3.0).
Wikimedia, Israel Preker, Moschaw Chal-Paar mit einem Baby, 1983.

Juni 1189, Kreuzzug nach Jerusalem: Der römisch-deutsche Kaiser Friedrich Barbarossa macht einen Zwischenstopp in Wien. ...
06/12/2025

Juni 1189, Kreuzzug nach Jerusalem: Der römisch-deutsche Kaiser Friedrich Barbarossa macht einen Zwischenstopp in Wien. 500 Kreuzritter benehmen sich so daneben, dass sie das Heer verlassen müssen.

Weiterführend:
Ferdinand Opll, Nachrichten aus dem mittelalterlichen Wien. Zeitgenossen berichten, Wien/Köln/Weimar 1995.

Bilder:
1) 4) Wikimedia, Barbarossa auf dem dritten Kreuzzug, 15. Jahrhundert.
1) Wikimedia, Karl Friedrich Lessing, Heimkehrender Kreuzritter, 1835.
Wikimedia, Wiener Universität, circa 1400.
2) Wien Museum, Detail Persönlichkeiten des Hochmittelalters, um 1851–1900.
3) Wikimedia, Ein Pilger nimmt das Kreuz auf sich, 13. Jahrhundert.
5) Wikimedia, Sächsische Weltchronik, Barbarossa ertrinkt 1190.
6) Wikimedia, Philippe Auguste belagert 1191 Akkon, 14. Jahrhundert.

1936, Österreich: Von ihrer feuchten und kalten Kammer auf dem Bauernhof bekommt die 19-jährige Magd Josepha Scherntaner...
05/12/2025

1936, Österreich: Von ihrer feuchten und kalten Kammer auf dem Bauernhof bekommt die 19-jährige Magd Josepha Scherntaner mehrfach eine Lungenentzündung. Der Bauer hat die Krankheit zwar verursacht, will die Magd aber gerne loswerden.

Therese Weber (Hg.), Mägde. Lebenserinnerungen an die Dienstbotenzeit bei Bauern (Damit es nicht verlorengeht…), Wien/Köln/Graz 1985.

Bilder:
1) 2) 5) ÖNB, Magd auf einer Holzbank in Gößl am Grundlsee, 1920.
1) 3) 6) ÖNB, Paul Pichier, Bauer mit Kuh im Schnee, 1901–1910.
3) 5) Wien Museum, Albin Egger-Lienz, Säender Bauer, um 1935.
2) CCNull, Marco Verch, Briefumschlag mit Kündigung (CC-BY 2.0).
4) Dorotheum, Franz Poledne, Bauernstube in Tirol, vor 1932.
5) Wien Museum, Carl Zapletal, Städtische Sanitätsstation in Wien, um 1926.

Oktober 2002, Hamburg-Jenefeld: Während eines Staatsbesuchs soll der tansanische Präsident einen Denkmalpark „zur Völker...
29/11/2025

Oktober 2002, Hamburg-Jenefeld: Während eines Staatsbesuchs soll der tansanische Präsident einen Denkmalpark „zur Völkerverständigung“ eröffnen. Doch bald gibt es Proteste: Im Park stehen nämlich Kolonialdenkmäler aus der NS-Zeit – und zwar ohne Kontextualisierung.

Weiterführend:
Jürgen Zimmerer, Julian zur Lage, Kolonialkriegerverehrung in (post-)kolonialen Zeiten. Von der ›Lettow-Vorbeck-Kaserne‹ zum ›Tansaniapark‹, in: Jürgen Zimmerer, Kim Sebastian Todzi (Hg.), Hamburg: Tor zur kolonialen Welt. Erinnerungsorte der (post-)kolonialen Globalisierung, Göttingen 2021, 531–546.

Bilder:
1) 3) Wikimedia, World Economic Forum, Benjamin William Mkapa, 2011 (CC BY-SA 2.0).
1) 4) Library of Congress, Paul von Lettow-Vorbeck.
1) 5) Wikimedia, Dirtsc, Schutztruppenrelief im Tansania-Park, 2015 (CC BY-SA 3.0).
2) 8) Wikimedia, Ajepbah, Eingang zum Tansania-Park, 2012 (CC BY-SA 3.0).
4) Bundesarchiv, Walther Dobbertin, Askari Truppe im Gefecht, 1914–1918 (CC-BY-SA 3.0).
6) Imperial War Museums, Erwin Rommel inspiziert den Afrika Korps, 1941 (CC BY-NC-SA 4.0).
7) Bundesarchiv, Franz Spenker, Transport der Kaiserlichen Schutztruppe für Deutsch-Süd-West-Afrika, 1904 (CC-BY-SA 3.0).
9) Wikimedia, G. H. Cooke, Indische Truppen marschieren Richtung Buiko, 1916.

Anfang der 1940er-Jahre leben in Tunesien etwa 100.000 Jüdinnen und Juden. Eine davon ist Anny Boukris. Doch 1942 marsch...
28/11/2025

Anfang der 1940er-Jahre leben in Tunesien etwa 100.000 Jüdinnen und Juden. Eine davon ist Anny Boukris. Doch 1942 marschieren die Deutschen in Tunesien ein – und Annys Familie ist in Gefahr. Doch sie hat Glück: Der Araber Khaled Abdul-Wahab versteckt sie monatelang auf seinem Hof.



Weiterführend:
Robert Satloff, Among the righteous. Lost Stories from the Holocaust’s Long Reach into Arab Lands, New York 2006.

Bilder:
1) 4) 5) 6) Wikimedia, Khaled Abdul-Wahab, 1936.
1) 2) 3) Iconscout, Mädchen.
2) Worldhistory.org, H.Hoffmann/Imperial War Museums/ Mark Cartwright, deutsche Soldaten in Nordafrika, 1941 (CC BY-NC-SA 4.0).
1) Wikimedia, Imed skander, Mahdia in Tunesien, 2016 (CC-BY-SA-4.0).
3) 4) 5) Picryl, Ölfässer in Tunis, 1943.
7) Wikimedia, britische Truppen in Tunesien, 1943.
8) Wikimedia, Silar, gedeckter Tisch, 2021, bearbeitet (CC-BY-SA-4.0).
10) Picryl, französisches und US-amerikanisches Militär in Tunis, 1943.

Jungferninseln, 1966: Eine Forschergruppe um den Biologen John Lilly will Delfinen das Sprechen beibringen. Finanziert w...
26/11/2025

Jungferninseln, 1966: Eine Forschergruppe um den Biologen John Lilly will Delfinen das Sprechen beibringen. Finanziert wird das Projekt von der NASA und der US-Navy. Die USA hoffen dadurch auf einen Vorteil gegenüber den Sowjets beim Erstkontakt mit Außerirdischen.

Bilder:
1) 2) Wikimedia, Cumulus Clouds, Megan's Beach auf St. Thomas, 2005 (CC BY-SA 3.0).
1) 5) Wikimedia, Multidisciplinary Association for Psychedelic Studies L*D, 2007.
1) 7) Pexcels, Delphin.
1) Wikimedia, Upload Guy, Alien Cosplay, 2024.
2) 5) Wikimedia, John Cunningham Lilly.
3) Wikimedia, NASA, Die Entwickler von Explorer 1 mit einem Modell des Satelliten, 1958.
4) Pexels, Delphin im Becken.
6) Wikimedia, DarkGreyCat, 25 L*D blotters, 2021 (CC BY-SA 4.0).
8) Wikimedia, Philip H. Bailey, John Lilly und Timothy Leary, 1991 (CC BY-SA 2.5).
9) Wikimedia, Jack Weir, Mädchen mit Artikel zur Mondlandung, 1969.

Innsbruck, November 1877: In einem Gasthof gründet der Maschinenschlosser Josef Holzhammer die „Arbeiter-Kranken-Unterst...
23/11/2025

Innsbruck, November 1877: In einem Gasthof gründet der Maschinenschlosser Josef Holzhammer die „Arbeiter-Kranken-Unterstützungskasse“. Bis dahin sind kranke Arbeiter:innen völlig auf sich allein gestellt. Wer einen Arbeitsunfall hat, landet deshalb häufig im Armenhaus.

Bilder:
1) 5) Matthias Breit, Spinnerinnen und Weberinnen der Fabrik Herrburger & Rhomberg in Absam, 1904.
1) 4) Stadtarchiv Innsbruck, Landtagsabgeordneter Josef Holzhammer, 1919–1925.
2) Pexcels, Krankentransport.
3) 7) Matthias Breit, Innstraße 13 in Innsbruck.
6) Wien Museum, Franz Kollarz, Skizzen aus dem Wiener Volksleben, 1882.
9) Matthias Breit, Arbeiterinnen in der Schuhfabrik Huber in Absam.

Adresse

Universitätsring 1
Vienna
1010

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