16/11/2023
Auf der Reykjanes-Halbinsel in Südwestisland, nur 70 Kilometer von Reykjavik entfernt, steht ein Vulkanausbruch bevor. Rund 3.700 Einwohner*innen der Stadt Grindavik wurden bereits evakuiert, weil Hunderte kleinerer Erdbeben aufgetreten waren.
Doch kann man so einen Vulkanausbruch vorhersagen? Der genaue Zeitpunkt und Ort des Ausbruchs hängt davon ab, wie viel ein Vulkan uns Menschen über seine „Absichten“ mitteilt. „Manche bereiten ihren Ausbruch heimlich vor und lassen uns erst kurzfristig wissen, dass sich etwas zusammenbraut. Andere kündigen sich mit enormer Präzision an,“ sagt Boris Behncke, Vulkanologe am Institut für Geophysik und Vulkanologie in Catania.
Verschiedene Instrumente wie Seismographen, Gasmessgeräte, Thermometer und Magnetfeldmessungen werden zur Überwachung der Gefahrenzone in Island eingesetzt. Man geht davon aus, dass es sich bei der Ursache für die zahlreichen Beben um einen „Dyke“ handelt – einen unterirdischen Riss, durch den Magma in höhere Gesteinsschichten fließt.
Bis heute lässt sich die genaue Intensität eines Vulkanausbruchs jedoch nicht genau vorhersagen.