20/12/2025
Lepa Radić wurde am 19. Dezember 1925 im heutigen Bosnien-Herzegowina geboren. Sie war gerade einmal 17 Jahre alt, als sie von deutschen Soldaten ermordet wurde. Bevor die Soldateska ihr den Strick um den Hals legte soll sie gerufen haben: «Es lebe die Kommunistische Partei und die Partisanen!»
Lepa Radić war eine jugoslawische Partisanin. Eine von über 100.000 Frauen, die zwischen 1941 und 1945 in den Reihen der kommunistisch geführten jugoslawischen Volksbefreiungsarmee gegen die nazistischen Invasionstruppen und ihre einheimischen Kollaborateure kämpften. Sie trat mit 15 Jahren in den Bund der kommunistischen Jugend Jugoslawiens ein, wenig später folgte auch die Aufnahme in die Kommunistische Partei.
Nach dem Einmarsch deutscher Truppen und der folgenden Errichtung des faschistischen kroatischen Ustascha-Regimes, wurde Lepa Radić zusammen mit großen Teilen ihrer serbisch-orthodoxen Familie im Dezember 1941 von Ustascha-Milizen verhaftet und in ein Gefängnis gesteckt, aus dem sie 20 Tage später entlassen wurden. Mit ihrer zwei Jahre älteren Schwester Dara setzte sie sich im Anschluss zu den Partisanen ab, bei denen sie für die politische Aufklärungs- und Bildungsarbeit unter den Jugendlichen des Kozara-Gebirges, ihrer Heimatregion, verantwortlich war.
Als Sanitäterin geriet sie zusammen mit ihrer Einheit im Zuge der Kämpfe gegen die SS-Division «Prinz Eugen» am 8. Februar 1943 in einen Hinterhalt. Lepa Radić wurde gefangengenommen, gefoltert und am 11. Februar 1943 in der Stadt Bosanska Krupa erhängt. Angehörige der deutschen Wehrmacht haben die Ermordung fotografisch festgehalten, das Filmmaterial wurde im Mai 1945 im Zuge der Kämpfe um die Befreiung Zagrebs bei einem toten Wehrmachtssoldaten gefunden.
Lepa Radić erhielt am 20. Dezember 1951 posthum den Orden einer jugoslawischen Volksheldin.