21/02/2022
💭 Mit welchen Füllwörtern verschaffen Sie sich Bedenkzeit?
Füllwörter oder wie Sprachwissenschaftler sagen "Hesitationen“ sind nicht unbedingt ein Zeichen von Unsicherheit, sondern haben eine wichtige Funktion: Sie ermöglichen dem Sprecher im Rahmen eines Interviews oder eines öffentlichen Auftritts Zeit zum Nachdenken. Füllwörter helfen uns dabei, den passenden Gedanken schneller zu finden und den Sprechfluss zu fördern.
Doch wie so oft gilt: Die Dosis macht das Gift 💀
Während einige Füllwörter eine wohltuende Pause für Sprecherinnen und Sprecher wie auch die Zuhörerinnen und Zuhörer darstellen, verderben zu viele von ihnen schnell den Brei. Zu viele Füllwörter schaden der Klarheit Ihrer Botschaft.
Eines der bekanntesten Beispiele dafür: Edmund Stoibers Neujahrsrede in München. Hier verhaspelte sich Stoiber nicht nur durch die Fülle an Ähms, sondern vor allem auch gedanklich. Diese Rede ist der ansonsten sehr souveräne Rhetoriker nie mehr ganz losgeworden. Ein waschechter Imageschaden war die Folge. Aber machen Sie sich am besten selbst ein Bild: https://www.youtube.com/watch?v=f7TboWvVERU
Wie Sie eine übermäßige Verwendung von Füllwörtern vermeiden? Verbieten Sie sich nicht, Füllwörter zu verwenden, sonst reagiert das menschliche Hirn genau wie bei anderen selbst auferlegten “Denkverboten” á la “Denken Sie jetzt nicht an einen rosa Elefanten”. Sie bewirken das Gegenteil und werden nur noch mehr Füllwörter verwenden und sich auch inhaltlich verhaspeln.
➡️ Wie es Ihnen gelingt, nicht zu viele Füllwörter zu verwenden, die dann von Ihren Botschaften ablenken, lesen Sie in unserem neuen Blogartikel: https://www.intomedia.at/de/magazin/artikel/aehm-wie-ist-das-nun-mit-dem-aehm.html
Ähm ist ein Füllwort, das keinen Aussagewert besitzt. Viele sagen „ähm“, andere auch „sozusagen“, „ja“ oder „halt“. „Od’r?“ kennt man aus Vorarlberg. Es wird oft als Zeichen von Inkompetenz missverstanden, hat aber eine wichtige Funktion, nämlich dass wir uns beim Sprechen ...