16/06/2026
Das SAWA in Rotterdam ist zugleich Wohnhaus, Hochhaus, Experiment und Referenzprojekt. Es ist ein architektonischer Beweis dafür, dass der urbane Holzbau endgültig im Maßstab der Stadt angekommen ist. Mit rund 50 m Höhe, 15 Geschoßen und 109 Wohnungen markiert das Projekt einen Meilenstein in den Niederlanden. „Mit SAWA zeigen wir, dass zirkulärer Holzbau, urbane Dichte und architektonische Qualität sich nicht ausschließen, sondern gegenseitig verstärken können“, sagt Robert Winkel, Gründer des Architekturbüros Mei architects and planners.
Das Tragwerk folgt einer klaren, fast klassischen Logik. Ein regelmäßiges Raster aus Stützen und Trägern bildet die Grundstruktur. Diese Offenheit ist bewusst sichtbar gehalten und prägt die architektonische Identität des Gebäudes. Das Projekt zeigt, dass Holzbau im urbanen Maßstab nicht nur technisch möglich ist, sondern ein neues Planungsverständnis erfordert, nämlich weg von starren Gebäuden, hin zu offenen, veränderbaren Systemen. „Wir stehen erst am Anfang dieser Entwicklung“, so Winkel. Und genau darin liege die eigentliche Bedeutung des Neubaus, der nicht als Ausnahmeprojekt, sondern als Auftakt einer neuen Baukultur verstanden werden will.
Auftraggeber: NICE Developers; ERA Contour
Architektur: Mei architects and planners
Generalunternehmer: ERA Contour
Tragwerksplanung Holzbau: Pirmin Jung
Tragwerksplanung: Pieters
Bauphysik: DGMR
Holzbau: DERIX
Holzarten: Fichte, Buche
Verbaute Holzmenge: 3800 m³
© Ossip
Mehr lesen: https://www.holzbauaustria.at/architektur/2026/04/ein-stadtbaustein-fuer-die-zukunft.html