Novitats

Novitats Alles aus dem Hochtal Lenzerheide, aus dem Albulatal und aus dem Churwaldnertal.

Auflage: 4623 Exemplare
Gebiete: Malix, Churwalden, Parpan, Lenzerheide, Valbella, Vaz/Obervaz, Lantsch/Lenz, Brienz/Brinzauls, Schmitten, Alvaneu, Surava, Tiefencastel, Alvaschein, Mon und Stierva
Redaktion: Sitz in Lenzerheide
Gehört zu: Südostschweiz Medien

Churwalden: Heftige Kollision – drei VerletzteAm Donnerstag, 26.2.26, ist es auf der Hauptstrasse H3 zu einer Kollision ...
27/02/2026

Churwalden: Heftige Kollision – drei Verletzte

Am Donnerstag, 26.2.26, ist es auf der Hauptstrasse H3 zu einer Kollision zwischen zwei Fahrzeugen gekommen. Drei Personen wurden verletzt und mussten in Spitalpflege gebracht werden.

Kurz nach 11.30 Uhr geriet ein 81-jähriger Automobilist bei der Örtlichkeit Egga aus noch ungeklärten Gründen auf die Gegenfahrbahn und kollidierte dort mit dem entgegenkommenden Fahrzeug eines 57-Jährigen. Der 81-Jährige wurde mittelschwer verletzt, seine 79-jährige Mitfahrerin erlitt schwere Verletzungen. Die Rettung Chur brachte beide ins Kantonsspital Graubünden. Der 57-Jährige zog sich leichte Verletzungen zu und wurde mit dem Rettungsdienst Mittelbünden ins Spital nach Thusis überführt.

H3 während zwei Stunden gesperrt

Zur Sicherung der Fahrzeuge sowie zur Unterstützung bei der Bergung der Verletzten standen Kräfte der Strassenrettung Feuerwehr Chur im Einsatz. Die beiden Fahrzeuge mussten getrennt und abtransportiert werden. Anschliessend reinigten Mitarbeitende des Tiefbauamtes die Fahrbahn. Nach rund zwei Stunden war die Unfallstelle vollständig geräumt und der Verkehr konnte wieder ungehindert zirkulieren. Zusammen mit der Staatsanwaltschaft wird die Unfallursache durch die Kantonspolizei Graubünden abgeklärt.
(Quelle/Bild: Kapo GR)

Zorten: Böschungsbrand – Zeugenaufruf Am Dienstagabend ist es auf der Voa da Solas in Zorten zu einem Böschungsbrand gek...
11/02/2026

Zorten: Böschungsbrand – Zeugenaufruf

Am Dienstagabend ist es auf der Voa da Solas in Zorten zu einem Böschungsbrand gekommen. Vor Ort wurde ein Zigarettenstummel aufgefunden.

Am Dienstag, 10. Februar, kurz vor 20 Uhr erhielt die Kantonspolizei Graubünden die Meldung zu einem Böschungsbrand unterhalb von Zorten. Die Stützpunkt-Feuerwehr Lenzerheide löschte den knapp 200 Quadratmeter grossen, bergseitigen Brand entlang der Verbindungsstrasse. Vor Ort wurde ein Zigarettenstummel aufgefunden und es wurden Feststellungen zu einem bereits vor dem Eintreffen der Feuerwehr erfolgten Löschversuch gemacht. Personen, die Angaben zu diesem Brand machen können, melden sich bitte beim Polizeistützpunkt Lenzerheide-Albula, Telefon 081 257 78 10.

Bild Stützpunkt-Feuerwehr Lenzerheide

Die Evakuierung von Brienz/Brinzauls wird am Montag aufgehobenDas Bündner Bergdorf Brienz/Brinzauls kann vom kommenden M...
22/01/2026

Die Evakuierung von Brienz/Brinzauls wird am Montag aufgehoben

Das Bündner Bergdorf Brienz/Brinzauls kann vom kommenden Montag an wieder normal bewohnt und betreten werden. Die am Berg hoch über dem Dorf gemessenen Bewegungen haben sich in den letzten acht Wochen so weit beruhigt, dass das geltende Betretungsverbot und die Evakuierung nach 62 Wochen aufgehoben werden können.

Der Gemeindeführungsstab Albula/Alvra freut sich sehr, dass er das seit dem 17. November 2024 geltende Betretungsverbot für das Gebiet um Brienz/Brinzauls wieder aufheben kann. Die akute Gefährdung aus dem Felssturzgebiet hoch über dem Dorf hat sich seit dem Schuttstrom von Ende November 2025 so stark reduziert, dass ein dauernder Aufenthalt im Dorf wieder sicher ist.

Ab morgen Freitag, 23. Januar kann das Dorf auf die Aufhebung der Evakuierung vorbereitet werden. Es wechselt von der Phase ROT in die Phase ORANGE. Ab Freitagnacht können die evakuierten Betroffenen wieder im Dorf übernachten. Die Strassen und Wege nach Brienz/Brinzauls bleiben für die Allgemeinheit aber noch gesperrt und auch das Zutrittsverbot bleibt bis und mit Sonntag bestehen.

Am Montagmorgen, 26. Januar, um 06:00 Uhr wechselt das Gebiet mit dem Dorf zurück in die Phase GRÜN. Das Betretungsverbot wird aufgehoben, das Dorf kann wieder normal bewohnt und betreten und die landwirtschaftlichen Flächen im Gebiet können wieder frei bewirtschaftet werden. Weiterhin gesperrt bleibt die Gefahrenzone oberhalb des Dorfes, wo die Gefahr von Felssturz, Blockschlag und Splittersteinen besteht. Die Zone ist im Gelände markiert und muss unbedingt respektiert werden.

Zufahrt zum Dorf

Ab Freitag 09:00 Uhr können die Evakuierten aus Brienz/Brinzauls über die beiden Kontrollpunkte Vazerol und Belfort durchgehend ins Dorf gelangen und auch dort übernachten.

Mit der Aufhebung des Betretungsverbots ab Montag, 06:00 Uhr sind die Zufahrt und der Zugang nach Brienz/Brinzauls wieder möglich. Die Strasse zwischen Brienz/Brinzauls und Vazerol bleibt für den allgemeinen Durchgangsverkehr allerdings gesperrt, weil sie als Durchgangsstrasse aus Sicherheitsgründen zu schmal ist.

Die Zufahrt zum Dorf ist nur über die Brienzerstrasse von Surava/Alvaneu her möglich. Für das Befahren der Strasse Vazerol-Brienz/Brinzauls ist eine Vignette nötig, die ab 6. Februar bei der Gemeindeverwaltung Albula/Alvra beantragt werden kann. Bereits verteilte Vignetten behalten ihre Gültigkeit.

Die Postautoverbindung der Linie 183 zwischen Lenzerheide und Davos verkehrt ab Montag wieder über Brienz/Brinzauls.

Die Phase ORANGE nach einem Ereignis (Freitag bis Sonntag) bedeutet:
Das Dorf wird auf die Aufhebung der Evakuierung vorbereitet.
• Die Evakuierung und das Betretungsverbot bestehen nach wie vor weiter.
• Die Zufahrtsstrassen und Wege nach Brienz/Brinzauls bleiben gesperrt.
• Die Bewohner:innen und Besitzer/Dauernutzer:innen von Zweitwohnungen erhalten Zutritt zum Dorf und können dort auch übernachten.

Die Phase GRÜN (ab Montag) nach einem Ereignis bedeutet:
• Das Dorf ist wieder bewohnt.
• Die Zufahrt zum Dorf ist wieder erlaubt.
• Es besteht keine unmittelbare Gefahr im Siedlungsraum.
• Informieren Sie sich regelmässig über den Brienzer Rutsch und die Gefahrenlage.

LEANNA tritt mit ihrem Trio in Lenzerheide aufLeanna, mit vollem Namen Lea-Anna Bühler stammt aus dem Thurgau und hat si...
22/01/2026

LEANNA tritt mit ihrem Trio in Lenzerheide auf

Leanna, mit vollem Namen Lea-Anna Bühler stammt aus dem Thurgau und hat sich durch ihren inspirierenden Aufenthalt in Paris nicht nur in die französische Sprache verliebt, sondern auch deren musikalischen Klangwelt. Daraus entstand ihr Debütalbum "Départ Départ", das ab 2020 Erfolge feierte. Sie tourt als Du, Trio oder mit einer sechsköpfigen Band durchs Land, in Clubs und an Festivals. Ihr Musikstil dürfte als melancholischer Folk-Pop definiert werden. Es ist eine klangliche Atmosphäre, die träumen aber auch tanzen lässt.

Ihre "Geschichten sind tiefgründig und von einer Melancholie umgarnt, die sie jedoch mit Honig bestreicht und in eine Leichtigkeit verwandelt." So beschreibt Leanna ihre Musik, und es ist trifft zu, meint der Verfasser dieser Zeilen. Beim Zuhören wird einem sogar etwas das Herz leichter werden, trotz der feinen mitschwingenden Melancholie, die jedoch in eine lebensbejahende Lust am Leben mündet. Die entspannt wirkende Künstlerin lebt mit ihrem Ehemann in Zürich, den sie mal als den "besten Mitbewohner überhaupt" bezeichnete. In einem Interview mit dem "Tages-Anzeiger" sagte sie, dass an einem Wochenende nie in eine Shoppingmeile gehen würde, ob es ihr hier auf der Heide gefallen wird? Ihre Musik wird auf Nummer Sicher uns gefallen.

Leanna tritt mit ihrem Trio am 29. Januar im Hotel Schweizerhof in Lenzerheide auf. Um 20:45 Uhr in der Lobby. Eintritt frei.

14/01/2026
Gedenken an die Opfer Gedenkaktion Crans Montana am Freitag, 9. Januar um 14.00 Uhr auf der W.O.W. Plaza Lenzerheide Die...
07/01/2026

Gedenken an die Opfer
Gedenkaktion Crans Montana am Freitag, 9. Januar um 14.00 Uhr auf der W.O.W. Plaza Lenzerheide

Die world of wonders Lenzerheide beteiligt sich aus Solidarität an der nationalen Gedenkaktion zur Brandkatastrophe von Crans Montana. Vertreterinnen und Vertreter von Tourismus und Gemeinde versammeln sich als Zeichen der Anteilnahme auf der W.O.W. Plaza und halten gemeinsam eine Schweigeminute.Alle sind herzlich eingeladen, sich am 9. Januar um 14.00 Uhr der Schweigeminute anzuschliessen und gemeinsam innezuhalten. In diesem Moment der Stille sind unsere Gedanken bei den Betroffenen, ihren Familien und Angehörigen. Lenzerheide spricht allen Angehörigen sein tiefstes Mitgefühl in dieser schweren Zeit aus.

Auf der W.O.W. Plaza wird eine Gedenktafel gestellt – Kerzen können vor Ort bezogen werden.

Brienz/Brinzauls: Langsamer Schuttstrom hat sich beruhigtDie Gefährdungslage für das Dorf Brienz/Brinzauls hat sich grun...
07/12/2025

Brienz/Brinzauls: Langsamer Schuttstrom hat sich beruhigt

Die Gefährdungslage für das Dorf Brienz/Brinzauls hat sich grundlegend verändert. Die Gefahren durch einen Absturz des ehemaligen «Plateau Ost» und durch die «Schutthalde oben» bestehen nicht mehr. Die neu entstandene Schutthalde oberhalb des Dorfes hat sich seit dem Abbruchereignis der vergangenen Woche stark beruhigt und ist grösstenteils zum Stillstand gekommen. Bis die Gefährdung durch die neugeschaffenen Verhältnisse am Berg neu beurteilt werden kann, muss die vorsorgliche Evakuierung weiter bestehen bleiben. Temporäre Zutritte zum Dorf werden tagsüber voraussichtlich noch vor den Festtagen wieder möglich.

Eine Woche nach dem Abbruchereignis des ehemaligen «Plateau Ost» und der «Schutthalde oben» hat der Frühwarndienst eine erste Lagebeurteilung vorgenommen. Die Lage am Berg hat sich durch die neu entstandenen Verhältnisse generell stark beruhigt.

Im Verlaufe des Novembers hatte sich das «Plateau Ost» hoch über dem Dorf immer stärker beschleunigt. Es ging vergangene Woche in einem mehrtägigen Abbruchereignis ab. Aus der instabil gewordenen Felsmasse gingen über 100 Felsstürze auf die darunterliegende «Schutthalde oben» nieder. Die zunehmende Auflast der Felsstürze beschleunigte die «Schutthalde oben» stark. Ein grosser Abbruch von rund 200'000 bis 300'000 Kubikmetern Fels auf die immer schneller werdende «Schutthalde oben» konnte vorerst nicht ausgeschlossen werden.

Durch die fortschreitende Bewegung zerlegte sich das «Plateau Ost» dann zunehmend in eine Schuttablagerung und vereinte sich mit der «Schutthalde oben» zu einem langsamen Schuttstrom. Dieser bewegte sich zeitweise mehrere Meter pro Stunde Richtung Dorf. Dadurch wurden die Schuttablagerungen der «Schutthalde oben» rund 125 m talwärts in flacheres Gelände geschoben. Die Geschwindigkeiten der neuen Schutthalde haben sich innert weniger Tage nach dem Abbruchereignis stark verlangsamt und sind im unteren Bereich grösstenteils zum Stillstand gekommen. Der unterste Teil des Schuttkegels hinter dem Dorf hat sich durch das Abbruchereignis nicht bewegt.

Den Berg neu kennenlernen

Der Ereignisablauf der vergangenen Woche stellt für die Fachleute des Frühwarndienstes den bestmöglichen Ausgang für Brienz/Brinzauls dar: Mit dem gemeinsamen Abgang als langsamer Schuttstrom, wurde sowohl die Gefährdung durch das «Plateau Ost» als auch die Gefährdung durch die «Schutthalde oben» eliminiert.

Wie nach jedem grösseren Abbruchereignis hat sich das Gelände – und damit möglicherweise auch das Bewegungsverhalten der übrigen Bereiche am Berg – verändert. Damit der Frühwarndienst die Lage genauer einschätzen kann, muss er umfassende Analysen vornehmen und Erfahrungen mit den neu entstandenen Verhältnissen am Berg sammeln.

Durch das Abbruchereignis der vergangenen Woche wurde eine Vielzahl von Messpunkten zerstört. Am Donnerstag mussten daher mit einem Helikopter in der neuen Schutthalde, auf dem Plateau West und im Gebiet «Pro Fop» neue Messpunkte installiert werden.

Fachleute des Frühwarndienstes nahmen eine Erstbeurteilung der neugeschaffenen Verhältnisse aus dem Helikopter vor: Derzeit geht die grösste Gefährdung für das Dorfgebiet von grossen Sturzblöcken aus, die sich in den frischen Anrissbereichen hoch oben am Berg befinden. Sie können bis weit auf die untere Schutthalde und möglicherweise auch darüber hinaus abstürzen. Wenn abstürzende Blöcke auf liegende Blöcke prallen, können zudem Splittersteine entstehen, die eine zusätzliche Gefährdung darstellen.

Keine kurzfristige Aufhebung der Evakuierung

Obwohl sich die Situation seit dem Abbruchereignis des «Plateau Ost» und der «Schutthalde oben» grundsätzlich verbessert hat, kann die laufende Evakuierung vorerst nicht aufgehoben werden. Die künftigen Entwicklungen am Berg sind aufgrund der neugeschaffenen Verhältnisse noch unsicher. Sie müssen im Dezember und Januar weiter beobachtet und anhand von Messdaten analysiert werden. Erst dann können die Fachleute des Frühwarndienstes und die beratenden Geologen die geologischen Verhältnisse und die Gefährdung neu beurteilen.

Temporäre Zutritte zum Dorf werden tagsüber voraussichtlich vor den Festtagen wieder möglich sein. Dafür sind noch Abklärungen zur Gefährdung durch grosse Sturzblöcke und Splittersteine nördlich des Dorfes erforderlich. Gemäss Beschluss des Gemeindeführungsstabes werden nach erfolgter Freigabe durch den Frühwarndienst temporäre Zutritte jeweils am Mittwoch, Samstag und Sonntag zwischen 9 und 17 Uhr möglich sein. Die Information der Betroffenen über die temporären Zutritte wird wie bisher jeweils am Vortag via SMS übermittelt.

Für die Landwirtschaft werden Zutritte an denjenigen Tagen möglich sein, an denen auch das Dorf betreten werden darf. Der Zutritt erfolgt auch für die Landwirtschaft ausschliesslich über den Kontrollpunkt Belfort; es gilt das übliche Winterfahrverbot auf den landwirtschaftlichen Wegen.

Bild 1:
Grosse Sturzblöcke (gelber Kreis) in den Anrissbereichen des ehemaligen Plateau Ost hoch über dem Dorf.
Bild: Grünenfelder &Partner AG

Bild 2:
Neue Geländebezeichnungen nach dem langsamen Schuttstrom 2025: «Plateau Ost» und «Schutthalde oben» sind weggefallen. Das stabile Gelände oberhalb der Rutschung Berg wird als «Pro Fop» bezeichnet. Die neue Schutthalde reicht von Pro Fop bis hinunter zur Ablagerung von 2023 hinter dem Schulhaus.
Bild: Carlo Guetg – Mediendienst Albula/Alvra

Brienz/Brinzauls: Neue Entwicklung am BergHoch über dem Dorf Brienz/Brinzauls hat sich die Lage stark verändert. Der Frü...
27/11/2025

Brienz/Brinzauls: Neue Entwicklung am Berg

Hoch über dem Dorf Brienz/Brinzauls hat sich die Lage stark verändert. Der Frühwarndienst hat festgestellt, dass sich das Plateau Ost zunehmend in eine Schuttmasse zerlegt und sich mit der «Schutthalde oben» vereint hat. Zusammen schieben sich die Schuttmassen nun als langsamer Schuttstrom talwärts Richtung Dorf. Ein grosser Abbruch des Plateaus Ost ist nicht mehr möglich.

Das «Plateau Ost» hatte sich über die letzten Tage enorm beschleunigt. In vielen Dutzend Felsstürzen war bereits ein erheblicher Teil abgestürzt und hatte auch die darunter liegende Schutthalde beschleunigt. Die Geologen des Frühwarndienstes konnten bis Mittwoch einen Absturz des verbleibenden Plateau Ost auf die tiefer liegende Schutthalde aber nicht ausschliessen.

Im Verlaufe des Mittwochs veränderten sich die Prozesse am Berg: Das Plateau Ost fiel immer stärker in sich dabei zusammen und zerlegte sich zunehmend in eine Schuttmasse, die auf die darunterliegende Schutthalde drückte und sie dabei beschleunigte. In der Schutthalde wurden zeitweise Geschwindigkeiten von bis zu 5 Metern pro Stunde gemessen. Am frühen Donnerstagmorgen nahmen die Geschwindigkeiten des neu gebildeten Schuttstromes bereits wieder deutlich ab.

Der untere Rand des Schuttstroms («Stirnbereich») stiess über Nacht um rund 100 Meter Richtung Dorf vor; die Distanz zum nördlichen Dorfrand lag am Donnerstagmorgen noch bei rund 400 Metern. Der Frühwarndienst erwartet in den nächsten Stunden eine weitere Verlangsamung des Schuttstroms. Ein Grossabbruch des Plateaus Ost wird nun nicht mehr erwartet.

Für die Verkehrswege unterhalb des Dorfes besteht weiterhin keine Gefahr. Die beiden Kantonsstrassen von Tiefencastel nach Surava und auf die Lenzerheide sind offen. Auch die Albulalinie der Rhätischen Bahn zwischen Tiefencastel und Filisur wird normal betrieben.

Bild: Der langsame Schuttstrom (rot-weiss eingegrenzt) ist im Wärmebild der vergangenen Nacht besonders gut zu erkennen: Oben (hell) die neue Anrisskante, unten (hell) kleinere Rutschungen im Stirnbereich der sich bewegenden Schutthalde.
Bild: SRF – BRK Media – Mediendienst Albula/Alvra

Brienzer Rutsch: Deutliche Beschleunigung im Plateau OstSeit einigen Tagen beobachtet der Frühwarndienst eine deutliche ...
18/11/2025

Brienzer Rutsch: Deutliche Beschleunigung im Plateau Ost

Seit einigen Tagen beobachtet der Frühwarndienst eine deutliche Beschleunigung im Teilbereich «Plateau Ost» hoch über Brienz/Brinzauls. Der Frühwarndienst und die beratende Geologengruppe erwarten, dass es in den nächsten Tagen zu einem Abbruch von Teilen des Plateau Ost kommen wird. Der Zugang zum Dorf und zu den Wiesen in der Zone mit Betretungsverbot ist deshalb bis auf Weiteres nicht möglich.

Die Messanlagen des Frühwarndienstes zeigen seit einigen Tagen, dass sich der Teilbereich «Plateau Ost» hoch über Brienz/Brinzauls markant beschleunigt hat. Mit 8 bis 10 Zentimetern pro Tag bewegt sich das Plateau Ost so schnell wie noch nie. Noch schneller bewegt sich der Felsbereich zwischen dem «Plateau Ost» und dem «Plateau West». Hier registrieren die Messgeräte Geschwindigkeiten von über 10 Zentimeter pro Tag. Weiter westlich, im «Plateau West» sind die Geschwindigkeiten mit bis zu 2 Zentimetern pro Tag markant tiefer.
Die Beschleunigung im Plateau Ost schreitet fort, obwohl es in den vergangenen Wochen kaum grössere Niederschläge gegeben hat. Die Geologen gehen davon aus, dass Teile des Plateaus Ost in den nächsten Tagen abstürzen können. Ein Abbruch kann in einem einzelnen oder in mehreren kleineren Ereignissen stattfinden. Das Absturzvolumen wird auf 100’000 bis 150'000 Kubikmeter geschätzt. Dies entspricht etwa 100-150 Einfamilienhäusern.
Im günstigen Fall bleiben die abstürzenden Massen in der Schutthalde liegen und lösen keinen weiteren Prozess aus. Im ungünstigsten Fall führt die schlagartige Belastung der «Schutthalde oben» durch das Gewicht der abstürzenden Masse dazu, dass die «Schutthalde oben» ausgelöst wird und dann bis zu eine Million Kubikmeter Material in Form eines schnellen Schuttstroms oder einer Felslawine Richtung Dorf abstürzen. Teile des Dorfes könnten dadurch getroffen werden.

Der Zutritt zum Dorf für Evakuierte und die Bewirtschaftung der Wiesen in den Bereichen «LW hell» und «LW dunkel» sind deshalb aus Sicherheitsgründen bis auf Weiteres nicht möglich.

Eine Gefährdung der Eisenbahnlinie und der Kantonsstrassen unterhalb des Dorfes besteht dank der trockenen Verhältnisse momentan nicht.
(Bilder Gemeinde Albula/Alvra, Grünenfelder AG)

Felsabbrüche erwartet :(Brienz/Brinzauls: Der Frühwarndienst beobachtet instabilen Felsbereich Die Zutrittsmöglichkeiten...
31/10/2025

Felsabbrüche erwartet :(

Brienz/Brinzauls: Der Frühwarndienst beobachtet instabilen Felsbereich

Die Zutrittsmöglichkeiten für Evakuierte zum Dorf waren in den letzten Tag unregelmässiger als bisher. Grund dafür ist ein instabiler Felsbereich am Fuss des Plateaus direkt über der Schutthalde. Er wurde innert weniger Tage instabil und führte zu einer Beschleunigung des gesamten Plateaus Ost. Dies hat zu einer unerwartet raschen Verschärfung der Gefahrenlage für das Dorf geführt.

An der Bevölkerungsinformation vom 22. Oktober wies der Geologe Reto Thöny, Co-Leiter des Frühwarndienstes, darauf hin, dass Teile des Plateaus erhöhte Geschwindigkeiten zeigen und bei weiterer Beschleunigung zur Gefahr für das Dorf Brienz/Brinzauls werden können. Nur zwei Tage danach trat diese Entwicklung ein.

Ohne Vorwarnung und ohne nennenswerte Niederschläge begann sich im Fussbereich des Plateaus ein Felsrücken innert weniger Tage auf bis zu 65 cm pro Tag zu beschleunigen. Die Beschleunigung führte dazu, dass der Felsrücken immer mehr zerbrach. In der Nacht vom 26. auf den 27. Oktober kam es dann zu einem Felsabbruch auf die «Schutthalde oben» und beschleunigte sie. Seit dem Felsabbruch sind die Geschwindigkeiten des instabilen Felsrückens zwar etwas zurückgegangen. Bei Geschwindigkeiten von rund 45 cm pro Tag werden in den nächsten Tagen aber weitere Felsabbrüche aus dem instabilen Bereich erwartet.

Der instabil gewordene Felsrücken unterhalb der Front scheint sich bis hoch ins darüberliegende Plateau auszuwirken. Im zentralen und östlichen Teil des Plateaus sowie der Front Ost wurden in den vergangenen Tagen trotz mehrheitlich trockener Witterung zunehmende Geschwindigkeiten gemessen. Eine verlässliche Prognose über die Lageentwicklung am Berg ist für die nächsten Tage sehr schwierig. In den kommenden Tagen werden weitere Teilabbrüche erwartet. Wie sich diese Entwicklung auf das Plateau auswirkt, wird vom Frühwarndienst engmaschig überwacht.

Zutritt zum Dorf:

Wegen der ungewissen Lageentwicklung konnte der Frühwarndienst in den letzten Tagen jeweils erst am Nachmittag entscheiden, ob ein Zutritt zum Dorf am kommenden Tag möglich ist. Der Gemeindeführungsstab weist darauf hin, dass sich die Situation auch an Tagen, wo ein Zutritt möglich ist, rasch ändern und der Zutritt aus Sicherheitsgründen abgebrochen werden kann. Dies würde den Evakuierten per SMS-Nachricht mitgeteilt.

Für den Sonntag werden wieder stärkere Niederschläge vorausgesagt und eine weitere Verschärfung der Gefahrenlage kann nicht ausgeschlossen werden. Nach heutigem Wissen ist es unsicher, ob in den kommenden Wochen tagsüber Zutritte zum Dorf möglich sein werden. Falls der Zutritt am Samstag möglich ist, empfiehlt der Gemeindeführungsstab deshalb, den Tag dazu zu nutzen, noch anstehende Wintervorbereitungen im Dorf zu erledigen. Es könnte danach eventuell länger dauern, bis wieder ein Zutritt zum Dorf möglich ist.

Die beiden Landwirtschaftsbetriebe im Dorf mussten aufgrund der unsicheren Lageentwicklung ihre Arbeiten zur Wintervorbereitung beschleunigen. Die Nutztiere, die in den letzten Wochen in den Ställen untergebracht waren, wurden in ihre Winterquartiere ausserhalb des Dorfes gebracht.

(Gemeindeführungsstab Albula/Alvra, Christian Gartmann)

Bild des Georadars vom Mittwoch, 29. Oktober: Im weissen Kreis der instabile Felsrücken. Rechts darüber das beschleunigte «Plateau Ost» (pink).
Bild: © Geopraevent

Adresse

Postfach 143
Lenzerheide
7078

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