28/12/2025
Minoru Hayashi träumte von einem eigenen Rennwagen. Mit seiner Firma war er ein einigermassen erfolgreicher Zulieferer der japanischer Automobilindustrie. Nebenbei baute er 1965 bei sich zuhause mit minimalem Budget eine Glasfaserkarosserie für einen Honda S600, die er rudimentär an der originalen Karosserie festschraubte. Ein Jahr später brachte Honda den S800 auf den Markt, den Hayashi in ein vollwertiges Rennfahrzeug verwandeln wollte. Er begann ein komplett neues Chassis zu entwickeln, das sich aber bereits während dem Bau – draussen, Wind und Wetter ausgesetzt – so stark zu verformen begann, dass er es nicht mehr nutzen konnte.
💰 Aber Hayashi gab nicht auf: Er träumte von einem Rennwagen mit dem er in Le Mans starten konnte. Also begann er mit der Entwicklung eines 24-Stunden-Rennwagens. Und mit der Strassenversion Dome Zero wollte Hayashi Investoren finden für das Projekt. In einer Ecke seiner Firma baute er das Auto hemdsärmelig zusammen. Für die Technik bediente er sich bei japanischen Grossserienherstellern. Der 145-PS-Motor stammte von Nissan, die Bremsen von Subaru, die Lenkung von Honda und Teile des Innenraums von Toyota.
📋 1975 präsentierte Hayashi auf dem Autosalon Genf seinen Dome Zero. Das Interesse war gross, aber er hatte ein Problem: Das Auto erhielt in Japan keine Strassenzulassung. Hayashi baute eine neue Version – den Dome Zero P2. Diese wollte er in den USA homologieren und über Grauimporte zurück nach Japan bringen. Auch diese Version ging allerdings nie in Produktion.
💥 Den Traum vom Rennwagen gab Hayashi deswegen nicht auf. 1979, 1980 und 1981 trat er in Le Mans an, brachte aber keines der Fahrzeuge ins Ziel. In den folgenden Jahren baute Dome weitere Rennwagen, von Gruppe C bis hin zu einem Formel-1-Rennwagen, der in der Saison 1997 hätte zum Einsatz kommen sollen. Allerdings kam auch das aufgrund fehlender Sponsorengelder nicht zustande.
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📸: Archiv Dome