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Im Jemen tobt seit mehr als zehn Jahren ein Bürgerkrieg, das Land ist gespalten. Die vom Iran unterstützte Huthi-Miliz k...
07/09/2026

Im Jemen tobt seit mehr als zehn Jahren ein Bürgerkrieg, das Land ist gespalten. Die vom Iran unterstützte Huthi-Miliz kontrolliert grosse Gebiete im Norden samt der Hauptstadt Sanaa, die von Saudiarabien unterstützte Regierung den Süden. Seitdem Mitte Juli der Flughafen von Sanaa angegriffen wurde, spitzt sich der Konflikt weiter zu und verstärkt das Leiden der Bevölkerung.

Wie sich das anfühlt, schildert der Künstler und Kulturaktivist Thiyazan al-Alawi, der weiterhin in Sanaa ausharrt. «Einst wimmelte es in den Strassen der Stadt von Leben», schreibt er, «nun sind sie menschenleer.» Das Wirtschaftsleben ist weitgehend zum Erliegen gekommen, was nicht nur dem Bürgerkrieg geschuldet ist, sondern auch den internationalen Sanktionen, die Armut und Hunger verstärken. «Die Huthi nutzen dies, um ihre Kontrolle zu festigen und aus den Hungernden junge Kämpfergenerationen zu machen», so al-Alawi. An die Front zu gehen, sei eine der ganz wenigen Möglichkeiten, Geld zu verdienen. Er wiederum wählt einen anderen Weg.

Wie hält man in der Hauptstadt des Jemen durch? Ein Künstler berichtet aus Sanaa.

Wer im Supermarkt einkauft, zahlt immer mehr Abgaben – wegen der Mehrwertsteuer, die vom Bund erhöht wird. Diese soll so...
07/09/2026

Wer im Supermarkt einkauft, zahlt immer mehr Abgaben – wegen der Mehrwertsteuer, die vom Bund erhöht wird. Diese soll sogar noch weiter steigen, um einen Fonds zur zusätzlichen Finanzierung der Armee zu füllen. Es gäbe allerdings eine Alternative: die sogenannte Grundstückgewinnsteuer. Diese würde Verkäufer von Boden und Immobilien treffen, die von rasant steigenden Preisen profitieren. Doch obwohl sie von Experten des Bundes einst empfohlen wurde, kippte sie eine umstrittene Arbeitsgruppe, und später wurde sie auch vom Bundesrat fallen gelassen. Jetzt könnte sie ein Comeback erleben, wie die Recherche von Wirtschaftsredaktor Yves Wegelin zeigt.

Der Bundesrat hat die Grundstückgewinnsteuer fallen lassen. Erlebt sie ein Comeback?

Während in der Schweiz morgen eine Flügerchilbi im Oberaargau, ein Festival für Animations­film in Baden oder aber ein «...
05/09/2026

Während in der Schweiz morgen eine Flügerchilbi im Oberaargau, ein Festival für Animations­film in Baden oder aber ein «Panzer­weekend» in Full-Reuenthal stattfinden, bangen Bürgerinnen in Deutschland um die Zukunft ihres Landes. Denn Sachsen-Anhalt wählt sein neues Parlament. Ausgerechnet in jenem ostdeutschen Bundesland, in dem die AfD vom dortigen Verfassungs­schutz als gesichert rechts­extrem eingestuft wird, winkt der Partei ihr bisher grösster Wahlsieg. Laut Vorwahl­umfragen wird sie mit Abstand am meisten Wähler­stimmen holen. Vielleicht sogar so viele, dass sie das absolute Mehr erreicht. Dann könnte sie allein regieren. Für Deutschland ist es ein Richtungs­entscheid.

Unsere Reporterin Angelika Hardegger ist vor der Wahl nach Sachsen-Anhalt gereist, um der Bevölkerung den Puls zu fühlen. Sie begab sich auf die Suche nach der Regenbogen­fahne – welche die AfD verbannen will. Sie sprach mit Menschen auf Balkonen, in Gärten und auf der Strasse. Und fand ein Bundesland voller Deutschland­flaggen und wütende Leute.

Eine Fahrt durch Sachsen-Anhalt, wo die AfD vor einem Wahlsieg steht.

Podiumsdiskussion: Russische Desinformation und die Schweizer NeutralitätRussland versucht die Demokratien und die Koope...
04/09/2026

Podiumsdiskussion: Russische Desinformation und die Schweizer Neutralität

Russland versucht die Demokratien und die Kooperation in Europa mit Desinformations­kampagnen zu schwächen. Die Sprecherin des Kreml hat sich für die Neutralitäts­initiative ausgesprochen. Warum mischt sich Russland in den Abstimmungs­kampf über die Neutralitäts­initiative ein? Wie und über welche Kanäle versucht der Kreml die politische Diskussion in der Schweiz und anderswo zu beeinflussen? Bundeshaus-Redaktorin Priscilla Imboden befragt ausgewählte Expertinnen auf dem Podium, wie erfolgreich diese Propaganda-Aktivitäten sind und inwiefern die neutrale Schweiz einen fruchtbaren Boden für Desinformation fremder Staaten bietet. Was spielt die Neutralität für eine Rolle und wie strikt hat die Schweiz die Neutralitäts­politik in der Geschichte geführt? Hat sie die Schweiz wirklich vor Kriegen bewahrt?

Darüber diskutiert Republik-Bundeshausredaktorin Priscilla Imboden mit Sylvia Sasse (Professorin für Slavische Literatur­wissenschaft an der Universität Zürich), Benno Zogg (Chef Sektion Strategie und Antizipation beim Staats­sekretariat für Sicherheits­politik (Sepos)) und Sacha Zala (Direktor der Forschungs­stelle Diplomatische Dokumente der Schweiz (Dodis) und Titular­professor für Schweizer und Neueste Allgemeine Geschichte an der Universität Bern) am 14. September im Kraftwerk in Zürich. In Kooperation mit Impact Hub Zürich.

🔗 Tickets und weitere Infos zum Event gibt's hier: republik.link/28RGu

04/09/2026

Zur Zeit des Zweiten Weltkriegs kursierte ein Spruch: «Die Schweizer arbeiten sechs Tage die Woche für Hi**er und beten am Sonntag für den Sieg der Alliierten.» Ob es das ist, was die Initianten der Neutralitätsinitiative meinen, wenn sie auf ihrer Website schreiben, die Schweiz müsse «glaubwürdig neutral bleiben»?

Klar ist, was die SVP unter der Ägide Christoph Blochers mit der Initiative künftig verhindern will: Sanktionen wie jene gegen Russland. Genau dort sind bis heute zwei russische Ableger der Ems-Chemie aktiv – trotz Sanktionen, Krieg und Hunderttausenden Toten. Das Unternehmen ist im Mehrheitsbesitz der Familie Blocher. In Firmen- und Behördendokumenten gibt es mehrere Hinweise darauf, dass die zwei Firmen ihre Produkte auch an vier russische Unternehmen verkauft haben, die Rüstungsgüter herstellen, die russische Armee mit Militärfahrzeugen beliefern und russische Soldaten finanziell unterstützen, wenn sie in den Krieg gegen die Ukraine ziehen, wie unsere Recherche zeigt.

Zum Beitrag 👉 republik.link/t3tSd

Video: Alisa Fäh

In Krisenzeiten kippen Konservative oft ins Reaktionäre. Das hat viel mit ihrem «Ahnherrn» Edmund Burke zu tun. Der Publ...
03/09/2026

In Krisenzeiten kippen Konservative oft ins Reaktionäre. Das hat viel mit ihrem «Ahnherrn» Edmund Burke zu tun. Der Publizist Roger de Weck analysiert in seinem neuen Buch «Glanz und Elend der Konservativen» die Entwicklung des Konservatismus und zeigt auf, was bei der Maga-Bewegung und der SVP los ist.

Bezüglich der zunehmend bedrohten Demokratie hält er fest: «Auf die Konservativen kommt es an. Und darauf, dass sie konservativ bleiben, statt ins Reaktionäre zu driften.» Ein Vorabdruck.

Warum Konservative in Krisenzeiten oft ins Reaktionäre kippen oder nach rechts driften.

Wann ist ein Maulwurf ein Maulwurf? Dabei ist mitunter nicht das Tierchen mit den niedlichen Handpflügen gemeint, sonder...
02/09/2026

Wann ist ein Maulwurf ein Maulwurf? Dabei ist mitunter nicht das Tierchen mit den niedlichen Handpflügen gemeint, sondern ein Spitzel. Reicht es, als Polizist für einen Freund die internen Datenbanken zu durchsuchen? Einem Basler Polizisten wird vorgeworfen, sein Amt ausgenutzt und mehrfach Grenzen überschritten zu haben. Er sieht sich hingegen als vorverurteiltes Opfer einer medialen Hetzjagd. Ein neuer Fall am Gericht.

Einem Basler Polizisten wird vorgeworfen, sein Amt ausgenutzt zu haben.

Nach ihrem gefeierten Debütroman legt die Berliner Autorin Dana Vowinckel mit «Anton und Alma» ihr neues Werk vor. «Vowi...
02/09/2026

Nach ihrem gefeierten Debütroman legt die Berliner Autorin Dana Vowinckel mit «Anton und Alma» ihr neues Werk vor. «Vowinckel vermeidet trittsicher den Kitsch, weil sie, wann immer es zu lieblich werden könnte, eine süffisante Pointe setzt», schreibt Feuilleton-Leiter Daniel Graf. Auch handelt der Roman von viel mehr als der Liebe: Im Buch verschränken sich die deutsch-jüdischen Debatten mit den einschneidenden Ereignissen der vergangenen Jahre. Ein Leseerlebnis, das Romanze, Satire, Komödie und Tragödie in einem ist.

Dana Vowinckel hat mit «Anton und Alma» einen ergreifenden Liebesroman geschrieben.

Bundesrat Beat Jans hat bei einem wichtigen Auftrag des Bundes in letzter Sekunde sein Veto eingelegt, zeigen Recherchen...
01/09/2026

Bundesrat Beat Jans hat bei einem wichtigen Auftrag des Bundes in letzter Sekunde sein Veto eingelegt, zeigen Recherchen von Tech-Reporterin Adrienne Fichter. Besonders heikel: Dabei ging es um die staatliche E-ID, und der Auftrag sollte an den amerikanischen Big-Tech-Konzern Amazon gehen. Jans stoppte das Vorhaben, da es den Plänen des Bundesrats für mehr digitale Souveränität der Schweiz diametral entgegenstehen würde. Aber wie konnte es überhaupt so weit kommen?

Jans verhinderte im letzten Moment, dass Amazon einen Kernauftrag zur E‑ID erhielt.

Unter freiem Himmel lässt sich besser tanzen. Festivals gehören für viele deshalb zum Sommer wie die Leichtigkeit, die f...
01/09/2026

Unter freiem Himmel lässt sich besser tanzen. Festivals gehören für viele deshalb zum Sommer wie die Leichtigkeit, die für gewöhnlich mit ihm einzieht. Oder gehörten: Denn seit diesem Hitzesommer ist vieles anders. Ein Rave bei 40 Grad ist weniger Spass als Grenzerfahrung. Statt auf der Tanzfläche verbrachten wir die Tage beim Anstehen – für Wasser, für Duschen, tatsächlich sogar zum Schwimmen oder für Schattenplätze. Einige Menschen mussten wegen Kreislaufproblemen früher abreisen. Die Leichtigkeit ist weg.

«Es ist sehr wahrscheinlich, dass auch in der Schweiz in Zukunft einzelne Events wegen Hitze nicht stattfinden können», sagt die Forscherin Ana Maria Vicedo Cabrera. Steigende Temperaturen stellen eine ernsthafte Gesundheitsgefahr für Festivalbesucher dar und werfen Fragen zur Inklusion auf. Kulturveranstalter stehen deshalb vor grossen Herausforderungen – wie kann die Branche darauf reagieren? Autorin Nina Hurni ist dieser Frage nachgegangen.

Einen Hitzesommer lang hat unsere Autorin an Festivals geschwitzt. Wie geht das weiter?

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