Bilgerverlag

Bilgerverlag Der Berg, die Wüste, der Himmel, das Meer – Literaturen der Welt im bilgerverlag.

Zwischendurch ein kleiner Überblick über die Insta-Posts der letzten Wochen. Jeder einzelne Post überquellend von Passio...
06/06/2026

Zwischendurch ein kleiner Überblick über die Insta-Posts der letzten Wochen. Jeder einzelne Post überquellend von Passion, Freude, Bangen & Hoffen, Ermatten und Verlegertränen: Mono no aware – wie es in einem Haiku zu lesen steht.

Sieben Jahre Warten hat ein Ende: Stephan Pörtner macht uns desorientiert durch die Zeit Treibenden glücklich, zaubert u...
27/05/2026

Sieben Jahre Warten hat ein Ende: Stephan Pörtner macht uns desorientiert durch die Zeit Treibenden glücklich, zaubert uns ein grosses Lachen ins Gesicht, führt unsere dürstenden Herzen an die Wasserstelle, die eine Rille ist, aus der Musik tropft und das Paradies ganz nahe ist: »Köbi Vinyl« heisst das berauschende Werk, ihr könnt es ab August auf allen Märkten dieser Stadt und darüberhinaus in Berlin, New York, Schwamendingen und London erwerben.
Sollte jemand von euch da draussen eine VG+ Platte von Dieter Meiers »Cry for Fame« besitzen, her damit.
»Köbi Vinyl« ist so ziemlich die abgefahrendste Reise an die Ursprünge des Punk – der Roman ist ein Ohrenschmaus – und hin zu den Enten im Zürichsee, möglicherweise die letzten authentischen Schnatterwesen in dieser liebenswürdigen gernegrossen Stadt an der Sihl.
Die ERSTPRESSUNG von »Köbi Vinyl« beträgt genau 999 Exemplare. Sichert euch, was Freude bereitet. In der Buchhandlung eures Vertrauens.

Wir schreiben das Jahr 1989Der Brandanschlag auf eine Asylunterkunft in Chur fordert vier Todesopfer, vier tamilische Fl...
20/05/2026

Wir schreiben das Jahr 1989
Der Brandanschlag auf eine Asylunterkunft in Chur fordert vier Todesopfer, vier tamilische Flüchtlinge.
Die Ermittlungen führen nirgendwohin, schließlich wird das Verfahren eingestellt.
»Verschwinden« rekonstruiert die Lebenswege von drei möglichen Tätern aus unterschiedlichen Lebenswelten.
Ausgangspunkt ist die Brandnacht von Chur. Der Roman zeichnet deren Jugend, Momente, die zur Radikalisierung führten, ihre Wege ins rechtsextreme Milieu und schließlich den Versuch, aus diesem Milieu auszusteigen.
Erscheinungstermin: August 2026

Alle paar Jahre geschieht der Schweizer Literatur ein Buch, ein Roman, eine Erzählung, ein Wunder, das sich nirgendwo ei...
19/05/2026

Alle paar Jahre geschieht der Schweizer Literatur ein Buch, ein Roman, eine Erzählung, ein Wunder, das sich nirgendwo einordnen lässt. So wie letztmals vor ewigen Jahren mit Peter Webers »Wettermacher«, einige werden sich noch daran erinnern.
»Falätscha« von Stefan Gartmann knüpft hier an, und bei »Derborance« von Charles Ramuz. 657 Seiten über nichts als das Schweigen der Menschen in den Bergen, 657 Seite Verbrechen und Strafe, 657 Seiten über die Stärke der Frauen in einer von Männern zum Schweigen gebrachten Welt. Grosse Literatur.
Am 1. und 2. August wird es zwei Lesungen und Gespräche geben, im Camaner Beizli, das von Kristin Irion – Bivgrafik – und Frank Braun – RiffRaff-Kinos – für uns geöffnet haben wird. Eines der schönsten Bergbeizli weitherum. Kommt alle, die ihr Lust auf eine kleine Fugue habt, aber bitte, meldet euch an, es gibt nur zweimal 30 Plätze. Und meldet euch bitte nur an, wenn ihr auch wirklich kommt, dem »Schweigen in den Bergen« zu lauschen.
.houdini

Nirgendwo überflüssig, weil nirgendwo dazugezählt – Urs Zürcher, dessen neuer Roman im Sommer erscheinen wird, und Roger...
16/05/2026

Nirgendwo überflüssig, weil nirgendwo dazugezählt – Urs Zürcher, dessen neuer Roman im Sommer erscheinen wird, und Roger Monnerat: Autoren von zwei herausragenden Romanen der neueren deutschsprachigen Literatur.
Ja, das Bild ist heutig, nein, sie sitzen nicht im Kreuz, die zwei Schriftsteller aus Basel, Steinmandli im Gebirg' und Edelfedern.
Wir lesen Bücher und Bücher und Bücher, und noch mehr Bücher, und nur bisweilen lesen wir ein Buch, dann aber werden wir von solchen Sätzen karessiert: »Die "Spyren" sind aus Afrika zurück. Der Sommer kündet sich an. Spyren nennen wir hier die Vögel, die sich wie kleine schwarze Zeichen im Luftraum tummeln. Vielleicht kommen sie nur mir wie Zeichen vor, Schriftzeichen, zufällig in die Luft geworfen.«

Quentin Mouron erhebt wie kaum ein zweiter Schweizer Schriftsteller seine Stimme im Diskurs des täglichen politischen Ge...
12/05/2026

Quentin Mouron erhebt wie kaum ein zweiter Schweizer Schriftsteller seine Stimme im Diskurs des täglichen politischen Geschehens und, nicht weniger, der kulturpolitischen und gesellschaftspolitischen Themen. Pointiert und eloquent. Kaum ein brennendes Thema, zu dem er nicht um seine Meinung gefragt wird in den Medien der Romandie. So auch im Hinblick auf die Abstimmung am 14. Juni. Auf drei Zeilen bringt er den ganzen Schlammassel der Initiative auf den Punkt.
Konsequenterweise lässt der Schweizer Autor mit kanadischen Wurzeln, der auch schon mit Houellebecq verglichen wurde, all diese Themen in seine belletristischen Bücher einfliessen.
ist wie kein zweiter aktueller Roman eine Auseinandersetzung mit den Influencer- und Social-Media-Realitäten, in der sich junge Menschen herumtreiben, es ist ein Roman über Migration, über Theaterkultur, Kunst und das Leiden er Menschheit an sich selber.
Sprachlich aufregend und vom Genre her ein Zeitroman mit Thrillerelementen.
Quentin Mouron als Schriftsteller, Kolumnist oder Instagrammer lesen gibt ziemlich viel her. Einmal bisher, immerhin, war er hier in der Suisse alémanique zu Gast, im Literaturhaus Zürich.

Morgen um 18:30 Uhr in der Bibliothek der FHGR (Fachhochschule in Chur): Stefan Gartmann, Autor des erfolgreichen Debütr...
06/05/2026

Morgen um 18:30 Uhr in der Bibliothek der FHGR (Fachhochschule in Chur): Stefan Gartmann, Autor des erfolgreichen Debütromans »Falätscha – Vom Schweigen in den Bergen« spricht mit mir, seinem Verleger, über die Arbeit in der Werkstatt des Schrifststellers, über das Making of des Romans und darüber, was »Heimat« meinen könnte.
Bitte, teilt diesen Post, es wäre schön, wenn die Bibliothek einen Publikumsandrang erleben dürfte.

Einer der bedeutendsten und phantastischsten Schweizer Schriftsteller, Menschenfreund und Kämpfer für die Würde des Mens...
04/05/2026

Einer der bedeutendsten und phantastischsten Schweizer Schriftsteller, Menschenfreund und Kämpfer für die Würde des Menschen, ist gegangen.
Olivier Silligs Romane sind von grossartiger Einmaligkeit. In der Übersetzung von Claudia Steinitz leuchtet »La Cire Perdue«, so der Originaltitel, solcherart, als hätten Pier Paolo Pasolini und Federico Fellini sich zusammen das Szenario ausgedacht. Immer wieder habe ich gesagt, müsste ich meinen Verlag auf die Bücher reduzieren, in denen alles zu finden ist, was mich fasziniert, im Leben und in der Literatur, Silligs »Schule der Gaukler« zählte mit Sicherheit dazu.
Olivier Sillig hat sich entschieden, die Metro in eine andere Landschaft hinein zu nehmen, ich winke ihm hinterher und bin glücklich darüber, mit »Schule der Gaukler« einen der grossen euopäischen Romane des 20. Jahrhunderts verlegt zu haben.
Zwei Stimmen, von vielen, nicken zu dieser Einschätzung, hier sind sie:
»"Schule der Gaukler" ist so einerseits ein historischer Roman, dessen Stimmung an "Die Jüdin von Toledo«" und "Die Kinder der Finsternis" erinnert und sicher ebenso tiefen Eindruck hinterlässt; es ist aber andererseits auch eine zeitlose Geschichte darüber, wie schön es ist, in der Gesellschaft nicht ankommen zu wollen.« schliesst Veit Schmidt von der Buchhandlung Löwenherz in Wien seine wunderschöne Rezension des Romans, und Beate Tröger schreibt in der F.A.Z. »Wie Groteskes und Schreckliches, Unentrinnbares und Erschütterndes mit Buntem und Leichtem untrennbar verwoben sind, macht eine Stärke dieses faszinierend-feinfühligen, märchenhaft-mitreissenden prallen Romanes aus.«
Wer je diesen Roman gelesen hat, oder die Lektüre noch vor sich weiss, wird Tiècelin und Hardouin, die beiden Protagonisten, nie mehr vergessen.
Von »Skoda«, Silligs unter die Haut gehendem Antikriegsroman soll ein nächster Post erzählen.

Stefan Gartmann mit »Falätscha. Vom Schweigen in den Bergen« in der Langen Nacht der Debüts.
21/04/2026

Stefan Gartmann mit »Falätscha. Vom Schweigen in den Bergen« in der Langen Nacht der Debüts.

»Eternity bores me, I never wanted it.« (Zeilen aus dem Gedicht YEARS von Sylvia Plath; 1965)Wie schon andere, englische...
10/04/2026

»Eternity bores me, I never wanted it.« (Zeilen aus dem Gedicht YEARS von Sylvia Plath; 1965)
Wie schon andere, englische Verleger von Jeremy Reeds Büchern vor mir schrieben, es ist nun mal so, dass die Welt der Literatur noch kaum Notiz genommen hat von seinem 'mindblowing oeuvre'. Viele wissen um den Dichter, Performer und 'time traveller', doch nur wenige lesen seine Bücher und noch weniger sprechen darüber in den Feuilletons, in den Buchhandlungen, auf den 'Highways to heaven'. Oder noch krasser, was das Feuilleton betrifft: Nicht 'wenige', sondern 'niemand'. Nothing and nobody.
6 Bücher sind jetzt auf Deutsch im Bilgerverlag erschienen, einem wunderbaren Menschen zu verdanken, der alle bisherigen Übersetzungen finanziert hat. A real addict of Jeremy's novels.
Ich bin mir allerdings sicher, dass diesmal alles anders wird.
Bald wird THE BELL JAR – von Sylvia Plath unter dem Pseudonym Victoria Lucas veröffentlicht – verfilmt werden. Offenbar mit BILLIE EILISH in der Hauptrolle. Zeit genug, bis dahin Jeremy Reed – von dem Andrew Loog Oldham schrieb: ‘The man is light worlds apart from his contemporaries in poetry’ –, und »Du stirbst nur zweimal. Ein Sylvia Plath / Victoria Lucas Roman«, in der Übersetzung von Pociao, selbst eine Legende, zu lesen, zu inhalieren, zumal es den Roman auf Englisch noch nicht gibt.

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