17/03/2025
Die letzte Etappe durch Mexiko und was für eine… 😳 eine der wenigen Touren auf unserer Weltreise, die wir abbrechen mussten!
Wenn uns eine Stadt in Mexiko empfohlen wurde, dann war es immer Monterrey. Eingekesselt von hohen Bergen, welche auf dem Satellitenbild so seltsame Formen haben, wie wir sie noch nirgendwo gesehen haben. Und auf diesem Satellitenbild hat Hans eine kleine Schotterpiste entdeckt, die sich 130km durch die Berge von Satillio bis nach Monterrey schlängelt.
Dabei ging es eigentlich ganz gut los… Bis zum höchsten Punkt auf 2500m Höhe war es auch noch eine "normale" Schotterpiste und wie aus dem Nichts stand dort eine kleine hölzerne Hütte mit einer Dame, die frische Tacos für 0.60€ verkauft.
Die Taco-Frau meinte, dass es wohl einen Erdrutsch in 30-40km gegeben hat und wir keine Chance hätten, diesen zu umfahren. Eine sehr schlechte Nachricht, aber hier oben haben wir noch die Option umzukehren. Ab jetzt geht es 80km nur noch abwärts 🤔
Auf Google Maps sehen wir, dass es noch einen zweiten Weg gibt, welcher kurz vor dem Erdrutsch-Gebiet in ein anderes Tal abbiegt.
Wir gehen das Risiko ein und fahren weiter. Wir kommen an kleinen Bergdörfern vorbei und fragen überall nach, ob die Info mit dem anderen Weg stimmt. Das wird uns auch von vielen Befragten bestätigt… 👍🏼
Wir fahren weiter und es stellt sich ziemlich schnell heraus, dass der „Schotterweg“ ein ausgetrocknetes Flussbett mit losem Kies ist. Es sollte die mit Abstand schlechteste „Straße“ sein, auf der wir jemals unterwegs waren!
In den folgenden 3h auf Kies haben wir es nicht einmal eine Minute geschafft, durchgehend im Sattel zu bleiben. Es ging einfach nicht! Hans hat es zumindest immer wieder versucht zu fahren und ist ständig unfreiwillig von Bord gegangen (ist nichts passiert, weil wir super langsam waren). Und Franzy hat mit gleichzeitigem Schieben und Heulen ihre Multitasking-Fähigkeit unter Beweis gestellt. 😂
Aber davon mal abgesehen… diese Berge… dieses Tal!! So unglaublich schön… 😳
Riesige Felswände neben uns und nur ein paar Esel und vereinzelte Häuser waren zu sehen.
Gegen Abend erreichten wir erschöpft das letzte Mini-Dorf „Santa Cruz“ mit der Hoffnung, dass das Flussbett für uns jetzt aufhört und wir auf einem halbwegs befestigten Weg weiter fahren können.
Aber jetzt kommt der größte Witz…! Dieser besagte Weg, welcher auf Google Maps eingezeichnet ist und den wir uns von den Leuten, weiter oben im Tal, bestätigt lassen haben… den gibts gar nicht!!! Hää??? Wie konnte das denn passieren?? 🤯 Wir lassen auch noch unsere Drohne über dieses Tal fliegen und sehen nur ein enges Flussbett, welches steil den Berg hinauf geht.
Wir finden nach 20min Suche endlich Menschen, welche hier wohnen und diese meinten auch nur „Wie jetzt? Da gibts doch keinen Weg... Wer hat euch das denn erzählt?“ 😅
Tja… hier hocken wir also, umgeben von einer fantastischen Landschaft, aber keine Ahnung, was wir jetzt machen sollen… Weil den ganzen Weg zurück über das Flussbett, aber eben bergauf, ist einfach nicht möglich… Da müssten wir ja einen ganzen Tag durchschieben und es ist bereits 18 Uhr.
Aber mit wieder mal mehr Glück als Verstand finden wir tatsächlich eine herzliche Familie mit einem Pick-Up Truck, welche HEUTE ABEND den ganzen Weg zurück fahren will, wo wir hergekommen sind.
Einfach irre, wie sich das mal wieder ergeben hat… Wir schmeißen die Räder, Taschen und uns selbst auf die Ladefläche und los geht's! 🙏🏼
Am nächsten Tag sind wir dann über Umwege auf einer geteerten Straße bis nach Monterrey gefahren und auch dieser Weg war einfach nur fantastisch! Aber die Bilder sprechen für sich… 👀
Die Moral von der Geschicht'... Schicksal regelt immer 😂💪🏼