12/12/2025
Der neue Hebammenhilfevertrag bringt im Bereich der Wochenbettbetreuung durchaus Vorteile. Positiv ist, dass Zeit, die früher oft nicht vergütet wurde – etwa bei längeren Hausbesuchen – nun grundsätzlich berücksichtigt wird.
Gleichzeitig zeigt der Alltag, wie wichtig auch kurze Kontakte im Wochenbett sein können. Oft braucht es gar nicht viel Zeit, um Frauen zu beruhigen und ihnen Sicherheit zu geben. Manchmal reicht ein kurzer Hausbesuch, ein fachlicher Blick und ein paar erklärende Worte, um Sorgen aufzufangen. Gerade diese kurzen Einsätze können viel bewirken.
Heute war ich bei einer Perle, die sich wegen einer Veränderung an ihrer Kaiserschnittnarbe Sorgen gemacht hat. Es gab keine weiteren Probleme, sie war einfach verunsichert. Da ich in der Nähe war, bin ich kurz zu ihr gefahren, habe mir die Narbe angeschaut und ihr erklärt, dass kein Klinikbesuch notwendig ist. Nach sieben Minuten war die Situation geklärt.
Für diesen Hausbesuch bekomme ich 6,19 Euro brutto.
Der kurze Besuch hat meiner Perle Sicherheit gegeben und vermutlich verhindert, dass sie aus Sorge in die Klinik fährt.
Es geht dabei nicht um die Länge eines Besuches, sondern um die Bedeutung: da zu sein, Sorgen ernst zu nehmen und Sicherheit zu geben, wenn sie gebraucht wird.
Kennt ihr auch solche kurzen Hausbesuche? Gab es Situationen, in denen euch eure Hebamme mit nur wenig Zeit, aber mit fachlichem Blick und ein paar Worten viel Sicherheit gegeben hat?
Wie nehmt ihr den Wert solcher kurzen, aber wichtigen Einsätze wahr?