19/09/2026
Diesen Satz habe ich bei unserem letzten Spiri-Wochenende gezogen. Und ich muss gestehen, dass er mich zuerst ein wenig ratlos gemacht und einen kleinen Knoten in meinen Gedanken erzeugt hat.
"Worum sollte es da gehen? Was könnte ich wollen, was ich noch nie gehabt habe?" grübelte ich.
Und dann hörte ich mich während unseres Wochenendes immer wieder etwas sagen wie:
„Ihr wisst ja noch gar nicht, was konkret alles möglich ist, weil Ihr immer wieder aus der Mangel- oder Problem-Perspektive auf das Ganze schaut.“
Und genau das ist der Knackpunkt, der mich auch über mich selbst herzlich schmunzeln ließ.
Schon seit ich denken kann, beobachte ich, wie Menschen sich selbst klein halten und blockieren. Nicht, weil jemand da ist, der ihnen sagt: „Du kannst das nicht“, sondern weil sie selbst gar nicht auf die Idee kommen, dass viiiiel mehr in ihnen steckt, als ihnen bewusst ist.
Viele haben sich gar nicht erst auf den Weg gemacht, das mal herauszufinden, ihre Grenzen zu testen oder mal über sich hinauswachsen zu wollen.
Und seit ich Coach bin, beobachte ich, dass gerade Frauen regelrechte Weltmeisterinnen darin sind, sich innerhalb eines vorgegebenen Rahmens aus Bescheidenheit, Zier und solchen Dingen zu bewegen, was verlässlich dazu geführt hat, dass viele Frauen gar nicht den Mut haben, ihre wahre Energie zu leben.
Nicht nur das. Viele kommen gar nicht auf den Gedanken, DASS ihnen viel mehr möglich wäre!
Deshalb gestatten sie sich nicht einmal den Raum, ihre wahre Energie, Stärke, PS, Power, ihr Licht und wie immer wir es nennen wollen, überhaupt wirklich, wirklich, wirklich zu fühlen.
Schließlich könnte das zu Unmut führen. Oder dazu, das schön aufgebaute und zurechtgebogene System zu hinterfragen, in dem sie sich eingerichtet haben.
Ich nenne es gern das „Rama-Familien-System“, weil es mich an das erinnert, was die Werbung impliziert: Die glückliche Familie sitzt am Tisch, alle strahlen und sind gut gelaunt, keiner grummelt, keiner motzt, die Welt ist schön.
Es scheint, als könnten alle das nur dann erreichen, wenn sie sich auf eine bestimmte Weise verhalten: angepasst, bescheiden, leise, zurückhaltend und nach außen hin strahlend und lächelnd.
Und während nach außen alles nach „heile Welt“ aussieht, melden sich Körper und Psyche bei manchen Menschen in schöner Regelmäßigkeit – es tauchen immer wieder dieselben Symptome und Schmerzen auf. Und damit meine ich nicht nur körperliche Schmerzen, sondern auch psychische, gedankliche und seelische.
Und trotzdem wird der Gedanke daran, dass vielleicht eine persönliche Veränderung nötig wäre, gerne wieder weggeschoben.
> „Das geht doch nicht.“, „Das tut man nicht.“, „So will mich niemand.“, „Dann bin ich nicht mehr die Liebe und Gute.“, „Naja, ich bin ja nicht mehr die Jüngste. Das geht jetzt eh nicht mehr.“ ...
Diese Gedanken sitzen teilweise derart tief, dass sie vielen Menschen überhaupt nicht bewusst werden.
Und das finde ich wirklich traurig. 😢
Denn mir sitzen wirklich tolle Frauen – und Männer – gegenüber, die sich selbst klein halten.
Da sitzen Frauen, die unendlich stark sind, und fühlen sich ausgelaugt und müde, weil sie meinen, ständig über ihre Grenzen zu gehen. Dabei kennen sie ihre wahren Grenzen vielleicht gar nicht.
Ich kann Euch sagen, dass für jeden Menschen, den ich kenne, noch viel, viel mehr möglich ist.
Auch für mich. Ich weiß das. Auch wenn ich noch gar nicht weiß, was genau.
Und genau das ist der Punkt:
🔹 Schau doch einfach einmal darauf, DASS viel, viel mehr für Dich möglich ist – auch wenn Du noch überhaupt keine Ahnung hast, was dieses Mehr sein könnte.
Was löst allein dieser Gedanke in Dir aus?
Angst? Vielleicht weil Du fürchtest, dann eine Konsequenz ziehen zu müssen, vor der Du Angst hast?
Oder Freude und Neugierde? Was könnte da sein? Was könnte sich zeigen, wenn Du tatsächlich einmal etwas tust, was Du noch nie getan hast?
Eigentlich ist es total einfach: Es genügt, völlig anders zu denken, als Du es gewohnt bist und normalerweise tust.
Nur sind Deine Gedanken so fest in Dir verankert, dass sie quasi den Rahmen vorgeben, innerhalb dessen sich Dein Denken bewegt. Und genau deshalb erkennst Du oft gar nicht, DASS Du anders denken könntest.
Vielleicht suchst Du sogar nach anderen Gedanken – aber eben immer innerhalb Deines bisherigen Rahmens.
Genau das ist der erste Perspektivwechsel:
Nicht sofort wissen zu müssen, WAS noch alles möglich ist, sondern erst einmal wirklich in Betracht zu ziehen, DASS noch viel, viel mehr möglich sein könnte.
Und genau DAS ist mein Anliegen im Coaching.
Ich liebe es, diesen kleinen Schubs zu geben, Dinge einfach mal anders zu sehen, vermeintliche Grenzen infrage zu stellen und zu entdecken, was vielleicht noch alles möglich ist.
Und genau daraus (und aus vielfacher Nachfrage, wie man meine Art Dinge zu sehen und zu hinterfragen lernen kann) ist mein neues Pilotprojekt entstanden:
Der FeelGood Perspektivwechsel 🥰
Vielleicht ist es Zeit, etwas zu tun, was Du noch nie getan hast – und herauszufinden, was dann passiert.
Und das ist erst der Anfang. 😉
Den Link findest Du im 1. Kommentar