Kirstenkargautorin

Kirstenkargautorin Kommunikatorin | Schreiberin | Autorin von "Karolinenhöhe"

Kennt ihr das auch? Manchmal scheint ein selten gebrauchtes Wort aus einem Text auf – womöglich sogar aus eurem eigenen....
22/08/2026

Kennt ihr das auch? Manchmal scheint ein selten gebrauchtes Wort aus einem Text auf – womöglich sogar aus eurem eigenen. Es hört sich so hübsch an, dass ihr es zärtlich streicheln wollt und fragen „Wo kommst du denn plötzlich her?“ Ihr wollt es in eurem Mund drehen und wenden, damit ihr euch für immer an seinen Geschmack erinnern könnt. Und dann ist es schon wieder weg. Dabei hättet ihr es so gerne bewahrt.

Gestern ging es mir so mit dem Wort „schnabulieren“. Ich hatte es in einer Textnachricht an eine Freundin geschrieben, in der es um ein ganz profanes Treffen ging. „Soll ich was zum Schnabulieren mitbringen?“, schrieb ich. Das Wort ist uralt, es stammt, so sagt das Wiki, aus dem 16. Jahrhundert, und natürlich hat es mit einem Vogelschnabel zu tun, mit dem man etwas isst, also eben schnabuliert.

Über welche seltenen Wörter habt ihr euch in letzter Zeit gefreut? Schreibt sie in die Kommentare. Dann bauen wir uns eine Wort-Schatz-Kiste, um solche Wörter zu sammeln.


"Jemand hatte die Fenster geöffnet, sodass eine sanfte Brise durch den Raum wehte, der mit seinen dunklen Holzpaneelen, ...
16/08/2026

"Jemand hatte die Fenster geöffnet, sodass eine sanfte Brise durch den Raum wehte, der mit seinen dunklen Holzpaneelen, der floral gemusterten Tapete und den glitzernden Lüstern der vornehmste in der Naturheilanstalt war." 

So saß ich im Damenzimmer des Sanatoriums Dr. Barner und las aus Karolinenhöhe. Hinter mir das geöffnete Fenster mit direktem Blick auf das einzige Lufthäuschen, das auf dem Grundstück des Sanatoriums realisiert worden war. Die Kuranstalt in Braunlage hat sich bis heute die Atmosphäre eines Grand Hotels aus dem Jugendstil bewahrt. Der Geist dieser Zeit atmet aus Deckenleuchtern, Sesseln und Tapeten, aus der Liegekur und besagtem, spartanisch eingerichteten Lufthaus am Waldesrand. Es war, als sei die Karolinenhöhe ein weiteres Mal "heimgekehrt", beim Lesen sind mir mehrere Schauer den Rücken hinabgefahren.

Ein herzliches Dankeschön an das Sanatorium Barner, das diese Lesung ermöglicht hat. Imke Koch für die tolle Organisation. Christian Konrad für die  interessanten Einblicke in die Historie des Hauses. Und dem Publikum für das konzentrierte Lauschen und die tiefgehenden  Fragen.

 
Klinik Dr. Barner

Was für eine schöne Lesung in Bad Harzburg! Herzlichen Dank an Monika Runge und alle weiteren engagierten Mitarbeitenden...
14/08/2026

Was für eine schöne Lesung in Bad Harzburg! Herzlichen Dank an Monika Runge und alle weiteren engagierten Mitarbeitenden und Ehrenamtlichen von der Buchhandlung BÜCHER-HEIMAT und an das interessierte und hervorragend informierte Publikum! Wir haben uns intensiv über die Lebensreform ausgetauscht und viel auch über eine ähnliche ehemalige Naturheileinrichtung ganz in der Nähe erfahren: der Jungborn in Stapelburg, wo auch Kafka auf Heilung und Inspiration hoffte.

Die Bücher-Heimat 💚 8 grad verlag

Kein Urlaub ohne Kultur. Deshalb habe ich während einer Kölnreise mit meiner Tochter auch das Museum für Ostasiatische K...
07/08/2026

Kein Urlaub ohne Kultur. Deshalb habe ich während einer Kölnreise mit meiner Tochter auch das Museum für Ostasiatische Kunst besucht. Ein meditativer Ort: zwischen den Bungalow-artigen Gebäuden ein Zen-Garten, den man auf Sitzsäcken liegend durch eine Glasscheibe betrachten kann. Auf der anderen Seite schaut man vom Museumscafé aus auf einen See, während man vietnamesischen Kaffee schlürft.

Die Sonderausstellung „Schichten und Schnitte“ zeigt noch bis zum 31. Januar 2027 über 60 chinesische Schnitzlackarbeiten, die meine Tochter und mich sehr beeindruckt haben. Diente der Saft des Lackbaums anfangs vor allem zum Färben und Imprägnieren von Holzobjekten und Keramiken, wurden später Dutzende teilweise unterschiedlich eingefärbter Lackschichten übereinandergelegt und schließlich mit feinen Schnitzwerkzeugen filigran bearbeitet. Wir hätten stundenlang vor jedem Exponat stehenbleiben und jedes noch so kleine Detail entdecken mögen.

Eine Technik, die für mich auch einen guten Roman ausmacht. Wie bei einer lackierten Schmuckdose kann man schon die oberste Schicht schön finden und wertschätzen. Wenn man darunter immer noch weitere kunstvoll bearbeitete Schichten findet: umso besser. Das ist es, was Literatur Tiefe verleiht.

Als Autorin hoffe ich immer, dass mir unter der Oberfläche noch ein paar weitere Schichten gelungen sind. Wenn meine Leser*innen diese nach und nach entdecken, freue ich mich wie eine Schneekönigin. Wie geht es euch damit – als Leser*innen und/oder Schreibende?

Ich würde euch gerne meine Fundstücke dieser Woche zeigen: Bei unserem Rundgang über das Gelände der ehemaligen Naturhei...
02/08/2026

Ich würde euch gerne meine Fundstücke dieser Woche zeigen: Bei unserem Rundgang über das Gelände der ehemaligen Naturheilanstalt Lichtental traten noch einige Dinge zu Tage, die mich überraschten und beseelt zurückließen. Einige Besucher*innen brachten historische Postkarten mit oder Bücher, in denen die Naturheilanstalt abgebildet war, teils in mir bisher unbekannten Fotografien. Am meisten aber hat mich eine Kopie des Original-Lageplans der Anlage aus dem Jahr 1902 begeistert, den der jetzige Besitzer des Badehauses vor Jahren im Bauamt recherchiert hatte. Als ich dann noch unter einem der riesigen Mammutbäume auf dem Gelände stehen und in den weitestgehend ursprünglich belassenen Keller des Badehauses hinuntersteigen konnte, war mein Glück perfekt. Was ich dabei alles noch erfahren habe:
✳ Der Mammutbaum hat die Jahrzehnte überdauert, obwohl er innen hohl ist und sogar einen Blitzeinschlag überstehen musste.
✳ Auf dem Gelände, in der Nähe des Doktorhauses, hatte es eine Kegelbahn gegeben. Wenn sie schon weder Fleisch noch Alkohol oder Zi******en konsumieren durften, sollten die Patienten doch immer noch ein bisschen Freizeitvergnügen haben.
✳ Jedes der Lufthäuschen hatte einen eigenen Namen, sie hießen z.B. Hütte Martha, Euphemia, Elisabeth oder Louise, Arnold oder Konstantin.
✳ Es gab nicht nur einen Sonnenbadebereich direkt am Haupthaus, sondern über das gesamte Gelände verteilt mehrere weitere Glashäuser für die Lichttherapie. Als diese nach 1893 von Lichtentaler Handwerkern für den ersten Betreiber der Naturheilanstalt Carl Griebel erbaut wurden, ging man jahrelang davon aus, es würde sich um Gewächshäuser handeln.

Spannend, oder?

# karolinenhöhe

31/07/2026

Nicht nur im Harz lässt sich vortrefflich kuren. Mein Roman „Karolinenhöhe“ führt die Berliner Krankenschwester Ida Freese in eine Naturheilanstalt am Rande der mondänen Kurstadt Baden-Baden.

Am 13.08. mache ich mit einer Lesung in der Buchhandlung Bücher-Heimat in Bad Harzburg Station, am 14.08. im Sanatorium Barner in Braunlage. Temporeich, historisch fundiert und mit einer Prise Humor versetzt uns der historische Roman zurück ins Jahr 1910 und an einen längst verschwundenen Ort, der für die junge Protagonistin zum paradiesischen Sehnsuchtsort, aber auch zur überregulierten Zumutung wird. In dem Luftschiffmonteur Carl findet Ida nach vielen Schicksalsschlägen endlich ihr kleines Glück – doch kann das von langer Dauer bleiben?

Der Eintritt ist frei, Anmeldung erbeten!

📆 Do., 13.08.2026, 19.00 Uhr
Bücher-Heimat, Herzog-Wilhelm-Str. 6c, Bad Harzburg
‼ Anmeldung: (05322) 9059599 oder [email protected]

📆 Fr., 14.08.2026, 19.00 Uhr
Sanatorium Barner, Damenzimmer, Dr.-Barner-Straße 1, 38700 Braunlage
‼ Anmeldung: (05520) 1209 oder [email protected]

In wunderbarer Abendstimmung ist mein historischer Roman Karolinenhöhe gestern an seinen Ursprungsort zurückgekehrt. Wir...
27/07/2026

In wunderbarer Abendstimmung ist mein historischer Roman Karolinenhöhe gestern an seinen Ursprungsort zurückgekehrt. Wir haben in historischen Fotos und Lagepläne geschwelgt und das Gelände der ehemaligen Naturheilanstalt Lichtental vor unserem geistigen Auge auferstehen lassen.
Ein großes Dankeschön an die zahlreichen Besucher*innen bei Rundgang und Lesung, an das Ehepaar Pahl, das uns seinen Garten rund um das einstige Badehaus geöffnet hat, an Brigitte Hartmann, das kath. Bildungswerk und die Buchhandlung Eulennest für den später sehr leergegrasten Büchertisch.
8 grad verlag

YESTERYEAR von Caro Claire Burke. - Selbst gekauftes Exemplar, englische Ausgabe -Die Trecks sind längst weitergezogen. ...
13/07/2026

YESTERYEAR von Caro Claire Burke. - Selbst gekauftes Exemplar, englische Ausgabe -

Die Trecks sind längst weitergezogen. Gefühlt jeder hat Yesteryear bereits gelesen, jeder hat seine Meinung dazu. Ich auch.

Die Geschichte des Romans ist in einem Satz erzählt: Natalie Heller Mills wird Tradwife-Influencerin und wacht eines Tages im Jahr 1855 in genau dem Leben auf, das sie ihren Millionen Follower*innen als erstrebenswert verkaufen will.

Wie sie dort gelandet ist, das klärt sich erst kurz vor Schluss, ein Ende wie ein Fiebertraum. Bis dahin rätselt man als Leser*in: Wurde sie womöglich durch ihr eigenes Farmhaus dorthin transferiert, von dem der Innenarchitekt andeutungsreich sagte, er baue Natalie eine Zeitmaschine? Wurde sie entführt und wird jetzt mit all den negativen Seiten einer Vergangenheit konfrontiert, die sie auf ihrem Social Media-Kanal feiert?

Ich hatte viel Gutes über das Buch gehört. Dann hat mich direkt die Ich-Perspektive irritiert, aus der heraus Natalie in ihrer sarkastischen, fast schon bösartigen Art auf ihre Umwelt blickt – und teilweise auf sich selbst. Damit kommt man der Protagonistin näher, als einem lieb ist, versteht Hintergründe aus ihrer Familiengeschichte heraus. Und geht gleichzeitig ihrer Erzählstimme oft genug auf den Leim, wenn sie Geschehnisse aus ihrer Sicht beschreibt, die doch in Wirklichkeit ganz anders gewesen sind.

Genau darum geht es ja aber auch die meiste Zeit: um das „So-tun-als-ob“, um das Vorgaukeln einer heilen Welt, die so heile gar nicht ist. Diese Haltung entwickelt Natalie nicht erst als Influencerin. Schon die Mutter ist mit den beiden Töchtern aus der Heimatstadt weggezogen, als der Vater „von ihnen gegangen ist“. In Wirklichkeit ist er nicht gestorben, sondern hat seine Frau verlassen, als die ihn betrogen hat. Die Bürde eines Lebens als Alleinerziehende, mit Beruf und Hausarbeit, schafft die Mutter nur, weil sie sich selbst beim Staubsaugen vorstellt, sie würde vor einem Publikum „performen“, das sie begeistert anfeuert. Die Sehnsucht nach Bestätigung und Likes ist Natalie schon in die Wiege gelegt.

👉 weiter in den Kommentaren!

Nach der Lesung ist vor der Lesung – und auf diese freue ich mich ganz besonders. Nur wenige Meter Luftlinie entfernt vo...
01/07/2026

Nach der Lesung ist vor der Lesung – und auf diese freue ich mich ganz besonders. Nur wenige Meter Luftlinie entfernt von der ehemaligen Naturheilanstalt Lichtental lese ich aus meinem historischen Roman „Karolinenhöhe“. Und nicht nur das: Vorab machen wir einen Rundgang über das Gelände. Wer dort einen „lost place“ erwartet, verfallene Gebäude, spinnwebverhangene Räume, den muss ich leider enttäuschen. Denn wo einst die Anlage der Naturheilanstalt existierte, mit mehrstöckigem Hauptgebäude, Bade- und Doktorenhaus und den hölzernen Lufthäuschen im Park, stehen heute moderne Einfamilienhäuser.

Bei dem Rundgang kehren wir aber an genau diese Orte zurück und rekonstruieren die Anlage anhand historischer Fotos und Dokumente. Die Bewohner der Häuser, wo einst das Doktoren- und das Badehaus standen, berichten von ihren Recherchen und ihrer Kindheit auf dem Gelände. Und vielleicht suchen wir Schatten unter den Mammutbäume, die noch dort stehen, wo sie vor über 100 Jahren gepflanzt worden sind.

📆 So. 28.7.2026, Baden-Baden
🕖 19.00 Uhr: Rundgang über das Gelände, Treffpunkt Haus Seelachstr. 19
🕗 20.00 Uhr: Lesung, Gemeindehaus St. Bonifatius, Kirchweg 2

‼ Um Anmeldung wird gebeten, Link in der Bio!

Adresse

Baden-Baden

Webseite

https://8gradverlag.de/wp-content/uploads/2025/10/8grad_Vorschau_F26.pdf,

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