15/01/2026
OPER!AWARDS ehrt Jürgen Rose
mit dem Lebens- und Ehrenpreis
Der Bühnen- / Kostümbildner und Regisseur Jürgen Rose, der bei den Bayreuther Festspielen die Bühnenbilder und Kostüme für die Opern "Tannhäuser" und "Der Fliegende Holländer" gestaltet hat, wird mit dem Lebens- und Ehrenpreis der OPER! AWARDS gewürdigt. Das teilte die Jury heute vorab in Berlin mit. Die Auszeichnung wird am 23. Februar 2026 im Rahmen einer festlichen Preisverleihung im Theater Regensburg persönlich an Jürgen Rose überreicht.
Ebenso werden an diesem Abend die Preisträgerinnen und Preisträger der übrigen 19 Kategorien der OPER! AWARDS bekanntgegeben und persönlich geehrt. Erwartet werden neben weiteren internationalen Gästen u. a. Cecilia Bartoli, Jonathan Tetelman, Barrie Kosky, Christof Loy, Ermonela Jaho, Nadezhda Karyazina, Erin Morley und Miina-Liisa Värelä.
Die OPER! AWARDS sind Deutschlands einziger öffentlich verliehener internationaler Opernpreis. Er wird jährlich im Rahmen einer Preisverleihungs-Gala an die weltweit besten Künstler und Akteure auf und hinter der Bühne vergeben. Über die Awards in insgesamt 20 Kategorien entscheidet die Jury aus Fachjournalisten. Bewertungszeitraum ist spielzeitübergreifend das Jahr 2025. Das Gewinnerhaus des vergangenen Jahres war das Brüsseler Opernhaus La Monnaie / De Munt.
„Ein Lebensgesamtkunstwerk, das in keine Schublade passt. Fast sämtliche Gewerke hat dieser Künstler bedient, Bühne, Kostüme und Dramaturgie mit geschaffen für mehr als 300 Opern, Schauspiele, Ballette und Operetten, auch selbst Regie geführt. Sogar als Schauspieler trat er auf, in seinen Anfängen. Den Durchbruch erzielte er mit 25, mit Crankos Romeo und Julia in Stuttgart. Seinen Abschied nahm er mit Wagners Ring in Genf, mit 76. Stets traf er den Punkt, als Perfektionist im Team. Dafür wurde er geliebt, gefürchtet – und stilbildend für eine ganze Schülergeneration. Unzählige Bilder brennen für immer im Gedächtnis. Zum Beispiel: die bizarre Insektenwelt im Münchner Füchslein. Oder: das gefaltete, gekippte, trudelnde Haus des Daland in Bayreuth. Danke dafür, Jürgen Rose“, so die offizielle Laudatio der Jury der OPER! AWARDS.
Spektakuläre Bilder
Für Dieter Dorns Inszenierung des "Fliegenden Holländer", die 1990 Premiere feierte und bis 1999 auf dem Spielplan stand, lieferte Dorn bestechend schöne Bühnenbilder - unvergesslich sein "drehendes Haus" (Spinnstube) oder die blutroten Segel des Holländer-Schiffs.
Das zweite Werk, das er mit seiner sehr persönlichen Handschrift auf der Bayreuther Bühne ausstattete, war Götz Friedrichs "Tannhäuser"-Inszenierung, die von 1972 bis 1878 den Spielplan bereicherte.
Rose hatte von 1973 bis 2000 eine ordentliche Professur für Bühnenbild an der Staatlichen Akademie der bildenden Künste Stuttgart inne. Seine vermutlich bekannteste Schülerin war die Bühnenbildnerin und Malerin rosalie, die selbst mit ihren kunterbunten Bühnenbildern (gebaut aus Regenschirmen, Waschstraßenbürsten und Leuchten in Regenbogenfarben) und Kostümen für Alfred Kirchners "Ring des Nibelungen" Bayreuth-Geschichte geschrieben hat Seit 1975 ist Rose, der ijn München lebt, Mitglied der Berliner Akademie der Künste.
Foto: Jürgen Rose/privat
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