11/12/2025
Online zugänglich aus der Nummer 97:
Jonas Dörge: Gaza – ein Déjà-vu in Deutschland? Der Krieg gegen Israel und die humanitäre Seite des Führers – Kinderlandverschickung und totaler Krieg:
"Nicht nur am Judenstaat wird nachgeholt, was die Vorfahren damals versäumt hatten, als sie nicht `Nein!´ gerufen haben, als Goebbels sie fragte, ob sie den totalen Krieg wollen. Das `Nie wieder´ wird auch deswegen skandiert, weil die Bilder aus dem verwüsteten Gaza den Antifaschisten von heute an die deutschen Städte erinnern, die in den Jahren ab 1942 in Schutt und Asche versanken. Außer Thomas Mann kann sich bis heute niemand erklären, warum die malerischen und friedlichen deutschen Städte fern von der Front in das Visier der alliierten Bomber gerieten. So wie in den friedlichen deutschen Städten keiner etwas von den qualmenden Öfen in Auschwitz wissen wollte, wollen sich heute die Volkstumskämpfer aus dem Morgenland und ihre Bündnisgenossen aus Linksfront und Moschee nicht an die Judenmörder vom 7. Oktober erinnern. Denn auch heute gilt es, einem um die Freiheit kämpfenden Volk beizustehen, das den Liquidationskommandos, dem Bombenterror und dem großen Hunger widersteht und bis zum letzten Kind für seine Befreiung von der jüdischen Fremdherrschaft kämpft. Die Parolen auf den antisemitischen Aufmärschen der beiden letzten Jahre klingen wie ein Widerhall der goebbelschen Thesen aus der Sportpalastrede und sekundieren dem nach Deutschland und Europa geholten antisemitischen Volksgeist aus dem Morgenland auf den Straßen Berlins, Londons, Brüssels und anderer Städte."
…sehen wir schon die jüdischen Liquidationskommandos, hinter diesen aber erhebt sich der Terror, das Gespenst des Millionenhungers. […] In Deutschland denkt heute kein Mensch an einen faulen Kompromiss, das ganze Volk denkt nur an einen harten Krieg. […] Jedermann weiß, dass dieser Krieg, we...