21/12/2025
Herzlichen Glückwunsch Jean-Henri Fabre! Heute wäre der »Homer der Insekten«, der 1914 – ein Jahr vor seinem Tod – mit dem Literaturnobelpreis ausgezeichnet wurde, 202 Jahre alt geworden.
Die Erinnerungen des legendären Insektenforschers Jean-Henri Fabre sind in zehn Teilen bei Matthes & Seitz Berlin vollständig auf Deutsch erschienen, im dritten Band mit Nachworten von .voss_ und
Zu gewinnen gibt es heute Jean-Henri Fabres Vortrag aus dem Jahre 1857 »Die Luft«, erschienen bei der ⭐
Jahrzehntelang widmete sich Jean-Henri Fabre der Beobachtung und Beschreibung der Insekten in ihrem Lebensraum: von der Grabwespe, dem Mistkäfer und der Gottesanbeterin über die Spinne bis hin zum Nachtpfauenauge. Dabei gelingen ihm literarische Gattungsbiographien, die zu den schönsten und einfühlsamsten aber auch genauesten Tierbeobachtungen zählen, die je geschrieben wurden. Fabre stand mit vielen Geistesgrößen seiner Zeit in Kontakt, beispielsweise mit Charles Darwin, dessen Auffassung der Instinkte und der Entstehung der Arten er vehement ablehnte. Doch mit seinen Erinnerungen schuf er ein unvergleichliches, unerschöpfliches künstlerisches Monument, ein so ungewöhnliches wie herausragendes literarisches Meisterwerk, mit dem es ihm gelingt, dem Leser die Poesie des Lebens und der Natur zu offenbaren. »Ich glaube nicht an Gott, ich sehe ihn«, versicherte er im hohen Alter. Inmitten einer positivistischen Welt, die Analyse und Berechenbarkeit absolut setzt, entdeckt Fabre die Schönheit der Schöpfung. Sein nie endendes Staunen vor den Wundern der Natur und ihrer Schönheit fasste er in Worte und wurde damit für Generationen von Schriftstellern, von Victor Hugo, Marcel Proust und André Gide über die Surrealisten bis hin zu Ernst Jünger zum Vorbild und Inspirationsquelle.
Übersetzt von Friedrich Koch und illustriert von Christian Thanhäuser.