Der Rotbuch Verlag steht für anspruchsvolle Literatur und politische Debatten, für aktuelle Sachbücher und fesselnde Krimis, für überraschende Debüts und ungewöhnliche Biografien - und für die Leidenschaft beim Büchermachen. Der Rotbuch Verlag gründete sich 1973 in Berlin als Abspaltung von Mitarbeitern des Verlags Klaus Wagenbach und wurde zunächst als Kollektiv von sieben Mitarbeitern geführt.
Rotbuch ist der einzige je kollektiv geführte Verlag in Deutschland: Die Beschäftigten waren identisch mit den Eigentümern und entschieden gemeinschaftlich über Organisation, Finanzen und Programm, Auswahl der Autoren, Vertrieb und Ladenpreis - und das 20 Jahre lang. Zum ersten Mal kommen Autoren aus dem Osten zu Wort, etwa Herta Müller oder Carmen-Francesca Banciu aus Rumänien oder György Dalos aus Ungarn.
1974 publiziert der Dramatiker Heiner Müller bei Rotbuch seine erste Werkausgabe, es erscheinen Franz Xaver Kroetz, Peter-Paul Zahl, Birgit Vanderbeke, Christian Geissler oder Peter Schneider. Zwischenzeitlich in Hamburg, hat der Rotbuch Verlag seit 2007 seinen Sitz wieder in Berlin und wird heute unabhängig und eigenständig geführt.