14/05/2026
Unser heutiger Buchtipp ist zugleich ein Veranstaltungstipp, denn morgen feiert „Guten Morgen, Berlin“ seine Buchpremiere.
Berlin kurz nach dem Mauerfall – eine Stadt im Aufbruch. Hier lernt Steffen aus München den Dresdner Torsten kennen. Was sie zunächst verbindet, ist sexuelle Anziehung – und Steffens Ahnung, dass vielleicht mehr daraus werden könnte. Doch die Gegensätze zwischen dem „Wessi“ und dem „Ossi“ prägen Wahrnehmungen und Missverständnisse. Immer wieder geraten die beiden jungen Männer aneinander; auf jede Entfremdung folgt Zuwendung, wobei die Sehnsucht größer zu sein scheint als die tatsächliche Nähe.
„Guten Morgen, Berlin“ ist jedoch nicht nur ein Liebesgeschichte, sondern auch ein stimmungsvoller Roman über das experimentierfreudige Nachwende-Berlin. Und so ist die Stadt selbst die eigentliche Hauptfigur: Bars, Kneipen und Schwulensaunen, improvisierte Partys in Abrisshäusern und das allgegenwärtige Gefühl, dass alles möglich gewesen sein könnte. Felix Haß blickt in lockerem Plauderton auf das Berlin der frühen 90er-Jahre zurück, mit einem feinen Gespür für die Atmosphäre jener Jahre, in denen die wiedervereinte Metropole noch nicht die ernüchterte Hauptstadt, sondern eine berauschende Spielwiese war.
Morgen stellt der Autor sein Buch in der neuen Spielstätte der WABE in der Schönfließer Straße 7 vor. 20 Uhr geht’s los.