17/06/2026
Für die Gesellschaft für Musiktheorie (GMTH) habe ich mit meinen Kollegen Georg Thoma, Holger Müller-Hartmann und Hans Aerts ein Positionspapier zu Tätigkeiten und Arbeitsverhältnissen in der akademischen Lehre der Fächer Musiktheorie und Gehörbildung verfasst (Link im ersten Kommentar). Das Papier knüpft an ein Memorandum der GMTH zum Lehrauftragswesen aus dem Jahr 2021 an, aktualisiert die Forderung nach einem Höchstanteil von 20 % Lehrbeauftragten gegenüber 80 % festangestellten Lehrkräften und schließt einige Überlegungen zur Personalpolitik an Musikhochschulen und Universitäten an. Insbesondere werden unter den aktuellen politischen Rahmenbedingungen, die eine rechtssichere Beauftragung selbstständig tätiger Lehrkräfte ab 2028 deutlich erschweren werden, maßgebliche Stellenaufwüchse notwendig sein, um die an vielen Standorten deutlich zu hohen Lehrauftragsquoten zu reduzieren. Die GMTH appelliert an die zuständigen Landesministerien, die dafür notwendigen Mittel bereitzustellen, und setzt sich für eine ressourcenschonende und sozialverträgliche Gestaltung des Umwandlungsprozesses ein.
With my colleagues Georg Thoma, Holger Müller-Hartmann, and Hans Aerts from the Gesellschaft für Musiktheorie, I authored a statement on occupations and job profiles in the academic teaching of music theory and ear training. The paper ties in with a former GMTH memorandum of 2021, updates the claim for a maximum of 20 % adjunct lecturers compared to 80 % permanent positions, and adds some considerations on staffing policy at music universities in Germany. In particular, a significant increase in long-term employments will be needed in order to meet the current legal situation which will impede the secure assignment of teaching duties to freelancers as of 2028. Accordingly, the share of adjuncts should be reduced at many institutions, and the GMTH calls on the relevant administrations to provide the financial resources needed to implement a sustainable structural change in academic faculties.