09/05/2026
𝐂𝐃 𝐳𝐮𝐦 𝐒𝐨𝐧𝐧𝐭𝐚𝐠
Der Komponist Joseph Haas (1879–1960) stand lange im Schatten der großen Namen. Dabei entwickelte er nach und nach eine ganz eigene Stimme.
Als Schüler von Max Reger beginnt er mit dichter Harmonik und strenger Kontrapunktik. Schon die frühen Sonatinen op. 4 zeigen jedoch eine klare, kompakte Handschrift.
Die Violinsonate h-Moll op. 21 wird dialogischer und freier, während die späten „Grillen“-Suiten op. 40 seine reifste Sprache zeigen: transparent, spielerisch und kammermusikalisch fein verwoben.
Nun haben zwei Musikerinnen all seine Werke für Violine und Klavier aufgenommen. Musikalisch beeindruckt Ludmila Pavlová, Violinist mit schlankem, transparentem Geigenton und die Pianistin Alissa Firsova mit Präzision und struktureller Klarheit. Im Zusammenspiel der beiden entsteht ein mitreißender Dialog.
Joseph Haas, ein leiser, eigenständiger Vermittler zwischen Tradition und Moderne. Absolut hörenswert!
Produktion