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Rondomagazin Das Klassik- und Jazz-Magazin

𝐂𝐃 𝐳𝐮𝐦 𝐒𝐨𝐧𝐧𝐭𝐚𝐠Der Komponist Joseph Haas (1879–1960) stand lange im Schatten der großen Namen. Dabei entwickelte er nach ...
09/05/2026

𝐂𝐃 𝐳𝐮𝐦 𝐒𝐨𝐧𝐧𝐭𝐚𝐠

Der Komponist Joseph Haas (1879–1960) stand lange im Schatten der großen Namen. Dabei entwickelte er nach und nach eine ganz eigene Stimme.

Als Schüler von Max Reger beginnt er mit dichter Harmonik und strenger Kontrapunktik. Schon die frühen Sonatinen op. 4 zeigen jedoch eine klare, kompakte Handschrift.

Die Violinsonate h-Moll op. 21 wird dialogischer und freier, während die späten „Grillen“-Suiten op. 40 seine reifste Sprache zeigen: transparent, spielerisch und kammermusikalisch fein verwoben.

Nun haben zwei Musikerinnen all seine Werke für Violine und Klavier aufgenommen. Musikalisch beeindruckt Ludmila Pavlová, Violinist mit schlankem, transparentem Geigenton und die Pianistin Alissa Firsova mit Präzision und struktureller Klarheit. Im Zusammenspiel der beiden entsteht ein mitreißender Dialog.

Joseph Haas, ein leiser, eigenständiger Vermittler zwischen Tradition und Moderne. Absolut hörenswert!

Produktion

06/05/2026

𝐕𝐥𝐚𝐝𝐢𝐦𝐢𝐫 𝐊𝐨𝐫𝐧𝐞́𝐞𝐯 𝐳𝐮 𝐆𝐚𝐬𝐭 𝐢𝐦 𝐑𝐎𝐍𝐃𝐎-𝐏𝐨𝐝𝐜𝐚𝐬𝐭 „𝐍𝐨𝐭𝐞𝐧𝐤ö𝐩𝐟𝐞“

Vladimir Korneev floh aus einem Land, fand zur Musik – und lief dabei fast seiner Mutter davon. Im aktuellen „Notenköpfe“-Podcast mit Antonia Munding spricht der Sänger und Schauspieler über Trauma, Musik und darüber, wie er seine eigene Sprache gefunden hat.

notenköpfe TIPI AM KANZLERAMT For Artists Berlin

𝐅ö𝐫𝐝𝐞𝐫𝐮𝐧𝐠, 𝐝𝐢𝐞 𝐦𝐚𝐧 𝐬𝐩ü𝐫𝐞𝐧 𝐤𝐚𝐧𝐧Beim 70. Jubiläum der Mozart Gesellschaft Dortmund stand ein junger Fagottist im Zentrum –...
05/05/2026

𝐅ö𝐫𝐝𝐞𝐫𝐮𝐧𝐠, 𝐝𝐢𝐞 𝐦𝐚𝐧 𝐬𝐩ü𝐫𝐞𝐧 𝐤𝐚𝐧𝐧

Beim 70. Jubiläum der Mozart Gesellschaft Dortmund stand ein junger Fagottist im Zentrum – und mit ihm die Idee, dass Förderung mehr ist als nur ein einzelner Auftritt.

Elias Neuwirth spielte Carl Maria von Webers Fagottkonzert mit bemerkenswerter Ruhe und Präzision, getragen von der Philharmonie Pilsen unter Rémy Ballot. Kein Effekt, kein Forcieren – eher ein kontrolliertes, reifes Ausloten von Klang und Linie.

Das Publikum im Konzerthaus Dortmund dankte es ihm mit großem Applaus.

Besonders berührend war eine Zwölfjährige, die zum ersten Mal auf dieser Bühne Blumen überreichen durfte und den Applaus erntete. Eine kleine Szene – und doch ein starkes Sinnbild dafür, worum es hier wirklich geht.

Die „Young Artist Matineen“ zeigen genau das: Es kommt nicht nur auf glänzendes Talent an, sondern auch auf Entwicklung, richtiges Timing und die Frage, wer diesen langen Weg wirklich gehen will.

Mehr über die Stipendiatinnen und Stipendiaten der Mozart Gesellschaft Dortmund erfahrt im „Hausbesuch“ auf www.rondomagazin.de

Foto: Melanie Graas/Mozart Gesellschaft Dortmund

Plzeňská filharmonie - Pilsen Philharmonic Schimmer PR

𝐂𝐃 𝐳𝐮𝐦 𝐒𝐨𝐧𝐧𝐭𝐚𝐠Der britische Pianist Peter Donohoe legt mit seinem neuen Chandos -Album eine richtig feine Aufnahme vor: ...
03/05/2026

𝐂𝐃 𝐳𝐮𝐦 𝐒𝐨𝐧𝐧𝐭𝐚𝐠

Der britische Pianist Peter Donohoe legt mit seinem neuen Chandos -Album eine richtig feine Aufnahme vor: frühe und mittlere Klavierwerke von Felix Mendelssohn, darunter die selten zu hörende Sonate B-Dur op. post. 106, die poetische Fantasie fis-Moll und als Highlight Liszts virtuose Konzertparaphrase über Themen aus dem „Sommernachtstraum“.

Donohoe spielt mit wunderbarer Klarheit und stilistischer Sicherheit – schlank und transparent, wo Mendelssohn noch klassisch denkt, tänzerisch leicht im Menuett und richtig packend im Liszt-Feuerwerk. Kein übertriebenes Pathos, dafür viel Musikalität und Struktur.

Ein intelligentes, warm klingendes Album, das zeigt, wie stark Mendelssohn schon als junger Komponist war.Wer Mendelssohn mal jenseits der bekannten Hits hören möchte, ist hier genau richtig.

Records

02/05/2026

𝐕𝐥𝐚𝐝𝐢𝐦𝐢𝐫 𝐊𝐨𝐫𝐧𝐞́𝐞𝐯 𝐢𝐦 𝐑𝐎𝐍𝐃𝐎-𝐏𝐨𝐝𝐜𝐚𝐬𝐭 „𝐍𝐨𝐭𝐞𝐧𝐤ö𝐩𝐟𝐞“

„Stimmbänder sind kein Kommunikationsorgan – sie sind ein Schutzventil.“

Mit diesem Satz beginnt der Sänger und Schauspieler Vladimir Korneev das Gespräch mit Antonia Munding – und es führt weit: durch Kriegserfahrungen in Georgien, das Leben im Asylbewerberheim und erste Schritte auf der Bühne.

Ein Schlüsselmoment: Dalidas „Je suis malade“. Dieses Chanson wurde für Kornéev zum Ausgangspunkt seiner Liebe zum Gesang.

Sein neues Programm „pour ne pas vivre seul“ (Premiere: 8. Mai im TIPI AM KANZLERAMT ist mehr als eine Hommage an Dalida – es ist auch ein sehr persönlicher Resonanzraum seiner eigenen Geschichte.

👉 Das ganze Gespräch gibt es hier: https://notenkoepfe.letscast.fm/episode/die-stimme-als-sicherer-ort-der-saenger-schauspieler-und-pianist-vladimir-korneev

𝐂𝐃 𝐳𝐮𝐦 𝐒𝐨𝐧𝐧𝐭𝐚𝐠Mit ihrem neuen Album „Archipel“ öffnet die französische Pianistin Aline Piboule einen schwebenden Klangra...
12/04/2026

𝐂𝐃 𝐳𝐮𝐦 𝐒𝐨𝐧𝐧𝐭𝐚𝐠

Mit ihrem neuen Album „Archipel“ öffnet die französische Pianistin Aline Piboule einen schwebenden Klangraum aus Wasser, Licht und Erinnerung. Im Zentrum steht Debussys Orchesterstück „La Mer“, das in der Klavierfassung konzentrierter und intimer wirkt. Wellen und Lichtreflexe entstehen da nicht als Abbild der Natur, sondern als innere Bewegung.

Als stiller Gegenpol leuchten die Inselwelten des britischen Komponisten John Ireland („Sarnia“ & „Decorations“) – melancholisch, lichtdurchflutet und fast körperlos. Ein imaginärer Archipel aus Klanginseln, feinnervig und poetisch gestaltet. Musik als Landschaft.

Hört rein – ein Sonntags-Tipp für alle, die poetische Klangfarbenmusik lieben:

https://open.spotify.com/intl-de/album/7e30hhTecfmWyjBH1Vr1jx

harmonia mundi international

𝐅𝐥𝐞𝐧𝐬𝐛𝐮𝐫𝐠: 𝐄𝐢𝐧 𝐎𝐩𝐞𝐫𝐧𝐚𝐛𝐞𝐧𝐝, 𝐝𝐞𝐫 𝐮𝐧𝐭𝐞𝐫 𝐝𝐢𝐞 𝐇𝐚𝐮𝐭 𝐠𝐞𝐡𝐭Das Schleswig-Holsteinisches Landestheater und Sinfonieorchester zeigt...
03/04/2026

𝐅𝐥𝐞𝐧𝐬𝐛𝐮𝐫𝐠: 𝐄𝐢𝐧 𝐎𝐩𝐞𝐫𝐧𝐚𝐛𝐞𝐧𝐝, 𝐝𝐞𝐫 𝐮𝐧𝐭𝐞𝐫 𝐝𝐢𝐞 𝐇𝐚𝐮𝐭 𝐠𝐞𝐡𝐭

Das Schleswig-Holsteinisches Landestheater und Sinfonieorchester zeigt Poulencs Revolutionsoper „Dialogues des Carmélites“ – und trifft dabei mitten ins Mark. 150 Minuten pure Spannung, kein Leerlauf. Ein Ensemble, das keine Rollen spielt, sondern echte Menschen zeigt. Unterstützt von einem packend musizierenden Schleswig-Holsteinischen Sinfonieorchesters unter der Leitung von Sergi Roca Bru und (an anderen Tagen) Harish Shankar.

Allen voran Marysol Schalit als Blanche: zerbrechlich und ekstatisch zugleich. Itziar Lesaka als Madame de Croissy – ein darstellerisches und stimmliches Ereignis. Und Anna Avdalyan als Constance: klar, direkt, berührend.

Die Bühne ist radikal reduziert, die Wirkung dafür umso stärker. Der Gang zur Guillotine. Dann nur noch Stille. Und Schuhe.

Ein Abend über Angst, Glauben und Haltung – und darüber, was es wirklich heißt, standzuhalten.

Die ganze Rezension findet Ihr auf www.rondomagazin.de

Bis zum 25. Juni gibt’s noch fünf Aufführungen Wer war schon da? Erzählt uns eure Eindrücke!“

Fotos: Thore Nilsson/Photowerkstatt Matzen

„𝐖𝐢𝐫 𝐬𝐢𝐧𝐝 𝐚𝐦 𝐋𝐞𝐛𝐞𝐧“ – 𝐁𝐞𝐫𝐥𝐢𝐧 𝐚𝐥𝐬 𝐌𝐮𝐬𝐢𝐜𝐚𝐥Im Theater des Westens feiert das neue Stück von Peter Plate & Ulf Leo Sommer Pr...
23/03/2026

„𝐖𝐢𝐫 𝐬𝐢𝐧𝐝 𝐚𝐦 𝐋𝐞𝐛𝐞𝐧“ – 𝐁𝐞𝐫𝐥𝐢𝐧 𝐚𝐥𝐬 𝐌𝐮𝐬𝐢𝐜𝐚𝐥

Im Theater des Westens feiert das neue Stück von Peter Plate & Ulf Leo Sommer Premiere – und ist dabei vor allem eins: sehr berlinisch.

Zwischen Nachwendestimmung, WG-Bubble, Drag-Revue und Dauer-Powerballaden erzählt das Musical „Wir sind am Leben“ vom Lebensgefühl im Berlin der frühen 90er. Große Themen wie Wiedervereinigung oder Politik? Bleiben eher Kulisse. Stattdessen: viel Gefühl, viel Klischee – und ein bisschen zu viel Melodram.

So wie man Berlin liebt, obwohl es rau, nicht funktionabel und oft hässlich ist, so triumphiert auch „Wir sind am Leben“ im Theater des Westens über das Material. Und weil die Darsteller so sympathisch und mitreißend sind - allen voran Jörn-Felix Alt und Steffi Irmen - tanzen wir dann doch auf den 🪑🙌🥰

Foto: Manuel Brug

𝐆𝐥𝐚𝐧𝐳𝐯𝐨𝐥𝐥𝐞𝐫 𝐀𝐮𝐟𝐭𝐚𝐤𝐭 𝐛𝐞𝐢𝐦 𝐈𝐧𝐭𝐞𝐫𝐧𝐚𝐭𝐢𝐨𝐧𝐚𝐥𝐞𝐧 𝐁𝐚𝐜𝐡𝐟𝐞𝐬𝐭 𝐒𝐭𝐮𝐭𝐭𝐠𝐚𝐫𝐭Mit strahlenden Klängen begann das Internationale Bachfest St...
15/03/2026

𝐆𝐥𝐚𝐧𝐳𝐯𝐨𝐥𝐥𝐞𝐫 𝐀𝐮𝐟𝐭𝐚𝐤𝐭 𝐛𝐞𝐢𝐦 𝐈𝐧𝐭𝐞𝐫𝐧𝐚𝐭𝐢𝐨𝐧𝐚𝐥𝐞𝐧 𝐁𝐚𝐜𝐡𝐟𝐞𝐬𝐭 𝐒𝐭𝐮𝐭𝐭𝐠𝐚𝐫𝐭

Mit strahlenden Klängen begann das Internationale Bachfest Stuttgart in der Stiftskirche

Zum Festivalmotto „Weil wir Bach lieben!“ gehört in diesem Jahr auch der Blick auf Komponisten, die Bach beeinflusst haben oder in seinem Umfeld wirkten.

Zu hören waren zwei Werke von Bach-Zeitgenossen: David Heinichens festliche „Missa Nr. 12“ in D-Dur und Jan Dismas Zelenkas dramatisch aufgeladene „Missa dei Filii“ – Werke voller Virtuosität, Experimentierfreude und emotionaler Wucht. Besonders das jubilierende „Gloria“ bei Zelenka ließ die barocke Klangpracht des Dresdner Hofes eindrucksvoll aufleben.

Unter der Leitung von Hans-Christoph Rademann entfaltete die Gaechinger Cantorey eine Klangwelt voller barocker Pracht, farbenreicher Details und warmer Farben. In der ausverkauften Stuttgarter Stiftskirche traf präzises Zusammenspiel von Chor und Orchester auf ein hervorragend abgestimmtes Solistenquartett:

Catalina Bertucci – Sopran
David Erler – Altus
Benedikt Kristjánsson – Tenor
Jonas Müller – Bass

Das Festival verfolgt bis zum 28. März einen roten Faden: Schritt für Schritt nähert es sich Bachs monumentaler h-Moll-Messe, mit deren Aufführung das Bachfest seinen Höhepunkt findet.

Foto: Holger Schneider

Internationale Bachakademie Stuttgart

10/03/2026

𝐑𝐨𝐬𝐬𝐢𝐧𝐢 𝐢𝐦 𝐁𝐨𝐱𝐫𝐢𝐧𝐠
In Rolando Villazóns neuer Inszenierung von „‚L’Italiana in Algeri“
an der Deutsche Oper Berlin wird der Bey zum mexikanischen Wrestling-Mogul, Isabella infiltriert das Gym „‚El Seraglio“ – und ein echter Boxring steht auf der Bühne!

Premiere war am 8. März 2026: Es gab großen Jubel, aber auch kräftige Buhs.

Die Sänger (herausragend: Nadezhda Karyazina als Isabella) retten viel, die Regie polarisiert stark – mutig oder am Stück vorbei? Die ganze RONDO-Kritik gibt's hier: https://www.rondomagazin.de/.../opernkritik-platschende...

Was haltet ihr davon – innovativ oder zu weit hergeholt? Kommentiert! “

„𝐃𝐚𝐬 𝐬𝐜𝐡𝐥𝐚𝐮𝐞 𝐅ü𝐜𝐡𝐬𝐥𝐞𝐢𝐧“ 𝐚𝐧 𝐝𝐞𝐫 𝐒𝐭𝐚𝐚𝐭𝐬𝐨𝐩𝐞𝐫 𝐁𝐞𝐫𝐥𝐢𝐧Unter Sir Simon Rattle am Pult und in der Regie von Ted Huffman entfalte...
01/03/2026

„𝐃𝐚𝐬 𝐬𝐜𝐡𝐥𝐚𝐮𝐞 𝐅ü𝐜𝐡𝐬𝐥𝐞𝐢𝐧“ 𝐚𝐧 𝐝𝐞𝐫 𝐒𝐭𝐚𝐚𝐭𝐬𝐨𝐩𝐞𝐫 𝐁𝐞𝐫𝐥𝐢𝐧

Unter Sir Simon Rattle am Pult und in der Regie von Ted Huffman entfaltet Janáčeks Musik ihre typische Mischung aus impressionistischer Farbigkeit, rhythmischer Schärfe und existenzieller Dringlichkeit.

Das Bühnenbild von Nadja Sofie Eller bleibt minimalistisch, die leuchtenden Kostüme von Astrid Klein setzen klare Akzente. Junge Tänzerinnen und Tänzer der Staatliche Artistenschule Berlin verkörpern die Tiere mit großer Beweglichkeit und fein austarierten Charakterzügen.

Vera-Lotte Boecker glänzt als schlaues Füchslein: klar, poetisch, fast menschlich. Magdalena Kozena verkörpert den Fuchs samtig, flexibel und fein nuanciert. Svatopluk Sem gibt einen kernigen Förster. Doppelrollen wie Natalia Skrycka (Försterin/Eule) und David Oštrek (Pfarrer/Dachs) fügen sich stimmlich und szenisch harmonisch ins Ensemble.

Rattles Dirigat lässt jede Phrase organisch wirken, betont die rhythmischen Brüche und die poetische Farbigkeit der Orchestrierung.

📌 Eine ausführliche Kritik zu dieser Aufführung erscheint morgen auf der RONDO-Website.

Foto: Monika Rittershaus

Adresse

Kurfürstendamm 211
Berlin
10719

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