18/12/2025
🕎✨ Chanukka-Feier in Bochum setzt Zeichen der Solidarität ✨🕎
Am Mittwochabend fand im Innenhof des Bochumer Rathauses die sechste öffentliche Chanukka-Feier statt. Hunderte Bürgerinnen und Bürger kamen zusammen, um gemeinsam das jüdische Lichterfest zu begehen und ein sichtbares Zeichen für Verbundenheit, Menschlichkeit und gegen Antisemitismus zu setzen.
🕯️ Gemeinsam entzündeten Oberbürgermeister Jörg Lukat (SPD) und Grigory Rabinovich, Vorsitzender der Jüdischen Gemeinde Bochum-Herne-Hattingen, die Lichter der Chanukkia. Zuvor hatte Rabbiner André Brucker die Kerzen gesegnet. Weitere Vertreterinnen und Vertreter aus Kirche, Zivilgesellschaft und Initiativen beteiligten sich ebenfalls am Entzünden der Lichter.
Überschattet wurde die Feier vom Gedenken an einen antisemitischen Anschlag in Sydney, bei dem mehrere Menschen ums Leben kamen. In seinen Worten erinnerte Oberbürgermeister Lukat an die Opfer und betonte, dass bewusst entschieden worden sei, die Feier nicht abzusagen. Auch Rabinovich machte deutlich: Man lasse sich von Terror und Hass nicht einschüchtern. Als Zeichen des Gedenkens und der Solidarität bildeten Teilnehmende eine Menschenkette vor dem Rathaus, organisiert vom „Bündnis gegen Antisemitismus“.
In seinen Ansprachen hob Lukat die Bedeutung von Chanukka als Fest des Lichts, des Zusammenkommens und der Hoffnung hervor. Es gehe um Verbundenheit, Familie und das innere Licht, das Menschen miteinander teile. Chanukka erinnert an das historische Lichtwunder vor rund 2200 Jahren, bei dem das Öl für die Menora im Tempel von Jerusalem acht Tage lang brannte.
Begleitet von Musik, koscherem Glühwein und traditionellen Sufganiot bot die Veranstaltung Raum für Austausch und gemeinsames Feiern. Die hohe Beteiligung zeigte, dass die öffentliche Chanukka-Feier in Bochum längst zu einem wichtigen Zeichen des Miteinanders und der Solidarität geworden ist.
📸 Kamerakunst Fotograf Bochum