11/12/2025
Ich erinnere mich an den Tag, an dem wir das Wandbild in Kasese entwarfen. Die Morgensonne lag sanft auf den Schultern des Rwenzori-Gebirges und tauchte die stille Stadt in ein goldenes Licht. Wir versammelten uns in einem kleinen, geschützen Raum zu einem konzentrierten Gruppengespräch, erzählten Geschichten, zeichneten Emotionen in Worte und verwebten Farben, Symbole und Botschaften, die von unserer Widerstandskraft und unseren Träumen sprachen. Unsere Seelen waren noch immer von monatelanger Angst und Polizeischikanen gezeichnet, doch in diesem Raum begann die Hoffnung wieder zu atmen. Ein*e Künstler*in brachte unsere Ideen später auf die Leinwand und verwandelte unsere gemeinsame Vorstellungskraft in ein lebendiges Kunstwerk. Als das fertige Werk enthüllt wurde und nun stolz die Wände des Twilight-Büros schmückten, war es, als blickten wir in unsere eigenen Herzen. Es war mehr als nur Kunst. Es war ein lebendiges Zeugnis unserer Existenz, dass wir noch da sind und dass wir trotz der Angst weiter träumen werden.
Mumbya Katende berichtet im Dossier: Wege der Selbstbestimmung: Q***r Stimmen aus Afrika
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***r ***rnees