28/04/2026
Nach dem Konzert im Meisenfrei ist klar: Die Panzerknakker fahren wieder hoch. Nicht als Comeback, nicht als Rückgriff auf Vergangenes, sondern als laufender Zustand. Das neue Line-up hat sich bewährt, die Energie stimmt, und die nächsten Konzerte sind keine bloßen Termine, sondern Räume, in denen sich zeigt, ob das Ganze trägt. Der Weg führt von Bunker C178 über Steintor Schänke in Bremen ins Eldorado nach Nordenham und weiter nach Wormerveer ins De Groote Weiver. Kleine Räume, direkte Verbindungen, klare Haltung.
RageTown Radio: Nach dem Meisenfrei geht es ohne Pause weiter. Wie würdest du diesen Moment beschreiben?
Knakk Panzer: Meisenfrei war ein Punkt, an dem sich etwas bestätigt hat. Zum ersten Mal standen Ragnarökk Panzer an der Gitarre und Flakk Panzer am Schlagzeug mit uns auf der Bühne. Und da hat man sofort gemerkt, dass das funktioniert. Nicht als Ersatz oder Übergang, sondern als neue Form. Seitdem ist klar: Wir müssen nicht überlegen, ob es weitergeht. Wir sind schon drin. Deshalb fahren wir jetzt hoch. Nicht überhastet, sondern mit klarer Richtung.
RageTown Radio: Der nächste Halt ist Die Schänke. Warum ist dieser Ort so wichtig?
Knakk Panzer: Die Schänke ist kein neutraler Laden für uns. Das ist einer der Orte, an denen wir zusammen definiert haben, was Support Your Local Punkrock Pub wirklich bedeutet. Nicht als Slogan, sondern als Praxis. Du hast dort keinen Abstand. Keine Bühne, hinter der du dich verstecken kannst. Alles passiert auf Augenhöhe. Der Raum zwingt dich, ehrlich zu sein. Genau daraus ist auch das entstanden, was wir Pub Core nennen. Nicht als Stil, sondern als Haltung.
28.05.2026, 18 Uhr, Die Schänke, Vor dem Steintor 52, Bremen.
Mit Angry Itch aus Birmingham.
RageTown Radio: Angry Itch haben hier schon gespielt.
Knakk Panzer: Ja, und nicht nur einmal. Die haben in Bremen mehrere wirklich starke Abende hingelegt. Deshalb sind sie hier keine Unbekannten. Und wir sagen das auch offen: Wir sind Fans. Die bringen genau diese direkte, ungefilterte Energie mit, die in so einem Raum funktioniert. Wenn Birmingham und Bremen in der Schänke zusammentreffen, dann ist das keine exotische Mischung, sondern eine klare DIY-Verbindung.
RageTown Radio: Danach geht es ins Eldorado nach Nordenham.
Knakk Panzer: Genau. 06.06.2026, Eldorado Nordenham. Mit Rübenschneider. Und Rübenschneider sind für uns Könige. Das ist keine Floskel. Mit denen zu spielen ist immer mehr als ein gemeinsamer Termin. Da ist Geschichte drin, da ist Humor drin, da ist Druck drin. Und das Eldorado passt genau, weil es ein Raum ist, der Szene nicht behauptet, sondern ermöglicht. Das sind die Abende, an denen du merkst, warum du das machst.
RageTown Radio: Im Oktober geht es dann nach Wormerveer.
Knakk Panzer: 24.10.2026, De Groote Weiver in Wormerveer. Mit Beefy As Toro, Asfixia Social, Rübenschneider und uns. Das ist kein Rahmen, keine Verpackung. Einfach Bands, die zusammen in einem Raum stehen. Und genau deshalb fühlt sich das wie ein Klassentreffen an. Verschiedene Linien, gleiche Haltung. Deutschland, Niederlande, unterschiedliche Wege, aber ein gemeinsamer Kern.
RageTown Radio: Du hast vorhin den Bunker erwähnt.
Knakk Panzer: Bunker C178. Da entsteht alles. Das ist kein romantischer Ort, sondern ein Arbeitsraum. Da werden Songs gebaut, da wird wiederholt, verworfen, neu angesetzt. Wenn etwas dort nicht trägt, trägt es auch live nicht. Der Bunker ist die Grundlage. Die Bühne ist die Prüfung.
RageTown Radio: Neben den Konzerten macht ihr auch euer Merchandise selbst. Welche Rolle spielt das?
Knakk Panzer: Das gehört dazu, aber es steht nicht vorne. Knakk-Design, Schrekk-Druck. Siebdruck von Hand, sauber gearbeitet, haltbar. Keine Massenware, sondern Dinge, die Bestand haben. Und manchmal gehen solche Sachen ihren eigenen Weg. Das „Sylt mich nicht voll“-Shirt ist ein gutes Beispiel. Das kam aus einem konkreten Moment heraus, nach diesem ganzen Palaver um Sylt. Da war klar, dass man darauf reagieren muss. Direkt, ohne Umweg.
Dass dieses Shirt dann im Fernsehen auftaucht, getragen von einer Schmiedin aus Hagen im Bremischen, ist kein geplanter Effekt, sondern passt einfach. Jemand, der selber arbeitet, der mit Material umgeht, der Haltung hat. Handwerk erkennt Handwerk. DIY erkennt DIY.
RageTown Radio: Was ist RageTown heute für dich?
Knakk Panzer: RageTown ist kein Ort mehr. Das war mal ein Proberaum, aber das hat sich verschoben. Heute ist es ein Zustand. Wenn Raum, Leute, Band und Haltung zusammenkommen, dann bist du in RageTown. Das kann im Bunker C178 passieren, im Meisenfrei, in der Schänke, im Eldorado oder in Wormerveer. Es ist keine Adresse. Es ist Verbindung.
RageTown Radio: Wenn du die nächsten Monate zusammenfasst – was passiert da?
Knakk Panzer: Wir spielen nicht einfach Konzerte. Wir gehen in Räume.
Schänke mit Angry Itch.
Eldorado mit Rübenschneider.
Wormerveer mit Beefy As Toro, Asfixia Social, Rübenschneider und uns.
Das sind keine einzelnen Punkte, das ist eine Linie.
RageTown Radio: Letztes Wort?
Knakk Panzer: Wir sind auf Kurs.
Nicht laut behauptet, sondern praktisch umgesetzt.
On and on.