Sujet Verlag

Sujet Verlag Bremer Verlag für ausgefallene Literatur, Luftwurzelliteratur, Lyrik und vieles mehr Seither sind über 100 Bücher erschienen.

Der Sujet Verlag in Bremen wurde 1996 von Madjid Mohit gegründet, der aus einer iranischen Verlegerfamilie stammt. Die Publikationsschwerpunkte sind Lyrik, Prosa & Kinderbücher. Im Zentrum steht das, was Madjid Mohit "Luftwurzel-Literatur" nennt: Exilliteratur. Literatur von Menschen, die im Exil eine neue Heimat gefunden haben und ihre Arbeit hier fortsetzen und die hiesige Kulturlandschaft berei

chern. "Mohits Sujet-Verlag in Bremen ist heute eine Erfolgsgeschichte." SÜDDEUTSCHE ZEITUNG
http://www.sueddeutsche.de/kultur/exilliteratur-menschen-mit-den-luftwurzeln-1.1129241

Es gibt neue Lesungstermine für unseren Autor Taqi Aklaqi! Kommt gerne vorbei, die Veranstaltungen sind auch kostenfrei....
28/08/2026

Es gibt neue Lesungstermine für unseren Autor Taqi Aklaqi! Kommt gerne vorbei, die Veranstaltungen sind auch kostenfrei. :)

Es ist ein fabelhafter Artikel am 12.08.2026 zu Nassir Djafaris 'Tausend Fenster' erschienen, den wir Euch nicht vorenth...
15/08/2026

Es ist ein fabelhafter Artikel am 12.08.2026 zu Nassir Djafaris 'Tausend Fenster' erschienen, den wir Euch nicht vorenthalten wollen:

Wehrheim – Die beliebte Wehrheimer Lesungsreihe einmal im Quartal geht am Montag, 17. August, um 19.30 Uhr im evangelischen Gemeindehaus, Oranienstraße 8a, weiter. Die Reihe ist eine gelungene Mischung aus Buchvorstellungen mit einigen Hintergrundinformationen sowohl über die Autoren als auch über die gesellschaftlichen oder historischen Umstände des jeweiligen Buchthemas. Dazu laden das Team der Buchhandlung der evangelischen Kirchengemeinde und des Weltladens ein.
Dieses Mal wird einer der Autoren, der Wehrheimer Schriftsteller Nassir Djafari, selbst seinen neusten Roman vorstellen. Erneut verquickt Djafari, der 1952 im Iran geboren und als Fünfjähriger nach Deutschland kam, Fluchterfahrungen mit fiktiven Erlebnissen seiner Protagonisten.
Eigene Familie diesmal nicht vertreten
Waren die Geschichten und Romanfiguren seiner ersten drei Romane teilweise autobiografisch geprägt und stützten sich weitgehend auf die eigene Familiengeschichte, so spielt nun seine eigene Familie im neuen Roman „Tausend Fenster“ keine Rolle. Auch das Herkunftsland Iran dieses Mal nicht.
Dennoch behandelt er wieder das Thema Flucht vor der alltäglichen Gewalt eines despotischen Regimes, das er dieses Mal in die Zeit nach der Niederschlagung des Prager Frühlings 1968 verortet. Es geht aber auch um Zerrissenheit zwischen Fortgehen und Bleiben sowie um Aufbegehren gegen Fremdbestimmung und um Eintreten für Souveränität. In Gesprächen mit tschechischen Zeitzeugen und mit umfangreichen Recherchen hat er eine Geschichte kreiert, die zwar an sich fiktiv, aber sehr realitätsnah ist.
Zum Inhalt: Schon unmittelbar nach dem Einmarsch der Truppen des Warschauer Pakts im August 1968 wollte sich Pavel zusammen mit seiner Frau Jana in den Westen absetzen, solange es noch möglich war. Aber Jana konnte ihre jüngere Schwester nicht allein zurücklassen. Das Zeitfenster schloss sich, sie blieben und wurden erst aus der Partei ausgeschlossen, dann verloren sie ihre Arbeit.
Im Kofferraum in den Westen
Jetzt, vier Jahre nach der Niederschlagung des Prager Frühlings, steht ihnen nichts mehr im Wege. Im Kofferraum eines umgebauten Mercedes flieht Pavel in den Westen. Der Schleuser setzt ihn in Nürnberg ab und macht sich noch am selben Tag wieder auf den Weg zurück nach Prag, um Jana aus dem Land zu holen. Doch er kehrt mit einer Unbekannten zurück. Pavel steht vor einem Rätsel: Was ist seiner Frau widerfahren, wer ist die Fremde? Nach und nach entfaltet sich die dahinterliegende Geschichte.

Jede Wette, dass dieses Buch nach der Lektüre noch weitergeht, dass sich, wie sein Titel sagt, „Tausend Fenster“ öffnen....
14/08/2026

Jede Wette, dass dieses Buch nach der Lektüre noch weitergeht, dass sich, wie sein Titel sagt, „Tausend Fenster“ öffnen. Nassir Djafari, der erst mit 67 Romanautor wurde, tupft in seinem vierten Roman wie in einem klassischen Jazzstück die Begleittöne kurz und präzise aufs Blatt, setzt die Akkorde meisterlich, trifft vom ersten Satz an den richtigen Ton. Sein Buch hat Hall und Raum und Echo, ich wäre gespannt gewesen, was ein Regisseur wie Shorab Shahid Saless (1944–1988) aus dieser Geschichte gemacht hätte.

Im ersten Satz schon liegt Pavel im Kofferraum eines Fluchtautos. Es bringt ihn weg aus Prag, weg aus seinem alten Leben und den zurückgelassenen Träumen des „Prager Frühlings“. Vor allem aber aus dem Leben seiner Frau Jana. Die soll ihm eigentlich in der nächsten Tour des Fluchtwagens folgen, soll ihm noch am gleichen Tag nach Nürnberg nachkommen. Aber Pavels persischer Schleuser kehrt mit einer anderen Frau zurück. Mit einer Unbekannten.

Vorsicht, dieses Buch kann Spuren von Franz Kafka enthalten. Und dazu ganz viel Sehnsucht. Und Entwurzelung. Hingetupft, ohne zu übertreiben. Erzählerisch mit großer Ökonomie gesetzt, präzise und sinnlich. Wissen, wie es ist, in einem fremden Land auf Hilfe angewiesen zu sein. Wissen, wie eine Stadt wie Frankfurt sich dann anfühlt. Die Stadt mit anderen Augen zu lesen, auch das lernt man in diesem Buch. Nassir Djafari, der im fünften Lebensjahr mit seiner Familie aus dem Iran nach Deutschland kam, schenkt uns in seinem Buch nicht nur den tschechischen Journalisten Pavel Horak und seine Frau Jana. Es gibt da auch noch einen undurchsichtigen persischen Fluchthelfer und mit ihm weit mehr als die Klischees, die wir alle über Menschen aus dem Iran pflegen. „Wir Perser lieben Gedichte. Sie kennen bestimmt unsere großen Dichter Hafez oder Saadi.“

Wir kommen ins Notaufnahmelager Gießen. Wir betreten das Rundschau-Haus, Ecke Große Eschenheimer, gehen ins Café Bauer und in ein Teppichgeschäft in der Braubachstraße. In der Jordanstraße „bemerkte er einen Buchladen zu seiner Linken und blieb unwillkürlich stehen. Buchläden zogen ihn magisch an, es war ihm unmöglich, an ihnen vorüberzugehen. Im Schaufenster lagen neben „Dialektik der Aufklärung“ von Adorno und Horkheimer „Der eindimensionale Mensch“ von Marcuse, „Hundert Jahre Einsamkeit“ von Márquez und der „Rote Kalender für Lehrlinge und Schüler“. Ein beeindruckendes Sortiment, fand Pavel und betrat den Laden.“ … Nun, er findet dort nicht nur ein Buch.

Der Titel von Nassir Djafaris Roman spielt auf ein heute vergessenes Lied an, das Udo Jürgens komponiert hat (unter anderem zu finden auf seinem Album „Lieder, die im Schatten stehen“). Udo schrieb es für Karel Gott, der damit für Österreich 1968 beim Eurovision Song Contest antrat. Dass der tschechische Sänger diesen Beitrag sang, war damals eine absolute Sensation. Es war ein Zeichen der Entspannungspolitik und der Öffnung und es begründete Karel Gotts Karriere im Westen mit. Das Lied heute zu hören, ist keine schlimme Erfahrung, im Gegenteil. Manche Dinge altern gut. Zitat: „Wie auf kleinen Inseln leben wir / Du weißt nicht mal, wer wohnt neben dir / Ihr alle kennt euch nicht / In der gleichen Welt voll Lärm und Licht … / Viele tausend Fenster sagen stumm: Hier lebt noch wer / Grad‘ wie du …“

Eine Rezension von Anina Englert über den Roman TOTAL von Nastaran Makaremi in der Literatur.review
31/07/2026

Eine Rezension von Anina Englert über den Roman TOTAL von Nastaran Makaremi in der Literatur.review

Raffinerien, ein Fluch und das schwarze Gold. Arbeiter_innen, Legenden, Petroleum. Der Roman „Total“ von Nastaran Makaremi erzählt um das Erdöl herum. Und wird dann Teil seiner nächsten Verwandlung.

NEUVERÖFFENTLICHUNG!'TOTAL' von Nastaran Makaremi wurde von Bianca Gackstatter aus dem Persischen übersetzt. Der Roman k...
09/07/2026

NEUVERÖFFENTLICHUNG!

'TOTAL' von Nastaran Makaremi wurde von Bianca Gackstatter aus dem Persischen übersetzt. Der Roman kann absofort bei uns oder in der Buchhandlung erworben werden!

Die neueste Veröffentlichung des Verlags handelt von der Verbindung persönlicher Schicksale mit den politischen und wirtschaftlichen Umbrüchen des 20. und 21. Jahrhunderts. Das Öl, welches seit Jahrhundert aus dem Süden Irans fließt brachte zunächst Reichtum, Macht und den Traum der Modernisierung. Unter diesen Hoffnungen und Versprechungen liegt jedoch eine andere Geschichte begraben: Arbeiter, die verschwinden, Proteste, die im Blut ersticken und Familien, die alles verloren haben.

Mit 'TOTAL' legt Nastaran Makaremi einen vielschichtigen Roman vor, der die Geschichte der iranischen Ölindustrie aus der Perspektive jener erzählt, deren Erfahrungen in den offiziellen Erzählungen kaum vorkommen. Zwischen historischer Realität, literarischer Fiktion und mythischen Motiven entfaltet sich ein Panorama über die verborgenen Kosten des Erdöls und über die kolonialen Machtverhältnisse, deren Folgen bis in die Gegenwart reichen.

SUJET VERLAG AUS BREMEN NENNT AB SOFORT ÜBERSETZER*INNEN AUF DEM BUCHCOVERAn der Produktion von Büchern sind, neben den ...
04/07/2026

SUJET VERLAG AUS BREMEN NENNT AB SOFORT ÜBERSETZER*INNEN AUF DEM BUCHCOVER

An der Produktion von Büchern sind, neben den Autor*innen selbstverständlich, viele Menschen beteiligt. Die meisten davon arbeiten leise im Hintergrund, sind Verlagsmitarbeiter*innen oder Freelancer*innen. Die Literaturen der Welt können wir uns allerdings nur deshalb erschließen, weil es Übersetzer*innen gibt.

Sie leihen Autor*innen ihre Stimmen, transferieren in oft monatelanger konzentrierter und intensiver Arbeit den Stil, die Form, die Inhalte in und zwischen den Zeilen von einer Sprache in die andere. Literarisches Übersetzen ist eine sehr anspruchsvolle Aufgabe. Übersetzer*innen erbringen eine enorme und doch viel zu selten wertgeschätzte Leistung, um uns allen Bücher nahezubringen, die wir ohne sie gar nicht lesen könnten.

Gerade heute brauchen Übersetzer*innen größere Sichtbarkeit. Immer mehr Menschen glauben, das Übersetzen von Büchern könnten in Zukunft KI-Programme übernehmen. Das ist ein gefährlicher Irrtum. Literarische Übersetzung braucht menschliche Intelligenz, braucht Expert*innen, die nicht nur, wie eine KI es tut, Wahrscheinlichkeiten berechnet, sondern die den Text, mit dem sie arbeiten, tatsächlich verstehen, sich in das komplexe Textmaterial hineindenken können, nicht nur intellektuell, sondern auch emotional. Übersetzer*innen sind außerdem meist auch Vermittler*innen von Literatur, die den intensiven Austausch mit Autor*innen, Leser*innen und Verlagen pflegen und die in ihrer Arbeit eigene, urheberrechtlich geschützte Werke erschaffen.

Aus diesen und vielen weiteren Gründen haben wir im Sujet Verlag entschieden, ab sofort die Namen der Übersetzer*innen direkt auf dem Buchcover zu nennen. Immer mehr Verlage haben verstanden, wie wichtig das ist und gehen mit gutem Beispiel voran, wir möchten uns nun anschließen. Wir unterstützen diesen Trend damit ausdrücklich und gestehen ein, dass auch wir diesen Schritt schon viel früher hätten gehen müssen.

Die ersten beiden Titel im Sujet-Programm 2026, bei denen die Übersetzer*innen auf dem Cover genannt werden, sind der Roman „Total“ von Nastaran Makaremi, übersetzt aus dem Persischen von Bianca Gackstatter, und der Lyrikband „Zwischen zwei Silben die Saat des Schweigens“ von Sohrab Sepehri, übersetzt aus dem Persischen von Kurt Scharf.

Das heutige Gedicht der Woche stammt aus dem Lyrikband “In Träumen stehn die Tiere still” von Ulrike Marie Hille.Einen s...
01/06/2026

Das heutige Gedicht der Woche stammt aus dem Lyrikband “In Träumen stehn die Tiere still” von Ulrike Marie Hille.

Einen schönen Start in die Woche wünscht euer Sujet Verlag 🖋.

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Heute findet die Teheraner Buchmesse ohne Zensur Bremen bei uns im Sujet Verlag (Bornstraße 18, 28195 Bremen) statt. Wir...
29/05/2026

Heute findet die Teheraner Buchmesse ohne Zensur Bremen bei uns im Sujet Verlag (Bornstraße 18, 28195 Bremen) statt.
Wir sind bereit für Ihren Besuch und freuen uns auf Sie!

Das heutige Gedicht der Woche stammt aus dem zweisprachigen Gedichtband "Andere Jahreszeit" von Freydoun Farokhzad, über...
26/05/2026

Das heutige Gedicht der Woche stammt aus dem zweisprachigen Gedichtband "Andere Jahreszeit" von Freydoun Farokhzad, übersetzt von Hossein Mansouri & mit Collagen von Monica Schefold!

Einen schönen Start in die Woche wünscht euer Sujet Verlag 🖋.

Wir freuen uns, nicht nur auf eine besondere Veranstaltung aufmerksam zu machen, aber auch auf ein Interview:Nassir Djaf...
26/05/2026

Wir freuen uns, nicht nur auf eine besondere Veranstaltung aufmerksam zu machen, aber auch auf ein Interview:

Nassir Djafari wird morgen am Mittwoch, 27. Mai, ab 16:00 Uhr im Radiosender HR 2 Kultur ein Interview geben mit Alf Haubitz über seinen neuesten Roman "Tausend Fenster"! Ihr werdet sowohl mehr über den Roman als auch über Djafaris Arbeit an seinem Werk erfahren.

Im Zuge dessen möchten wir noch einmal ganz herzlich an die Lesung am kommenden Sonntag, 31. Mai um 18:00 Uhr erinnern. Diese findet im Café Mutz, Alt Niederurself 27, 60439 Frankfurt am Main statt. Djafari und Sabine Rock werden gemeinsam über "Tausend Fenster" sprechen und die Violinistin Hagit Halaf wird die Veranstaltung musikalisch begleiten. Ihr seid sehr herzlich zur Teilnahme eingeladen und wir wünschen euch einen spannenden Abend!

Adresse

BornStr. 18
Bremen
28195

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