Keke van Steyn

Keke van Steyn Ich bin Keke van Steyn, geboren 1967 in Hamburg. Autorin und Texterin. Ich schreibe Geschichten, die oft länger nachhallen, als man erwartet.

Wer meine Arbeit gern unterstützen möchte, kann das freiwillig über PayPal tun:
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So ihr Lieben,ihr habt gefragt, ich habe gerechnet. Und glaubt mir, Mathe und ich führen normalerweise eher eine lockere...
08/06/2026

So ihr Lieben,

ihr habt gefragt, ich habe gerechnet. Und glaubt mir, Mathe und ich führen normalerweise eher eine lockere Fernbeziehung.

Ein handsigniertes Exemplar meines Buches "Humor hilft heilen (nicht)" kann ich euch innerhalb Deutschlands für insgesamt 21 Euro anbieten. Darin enthalten sind das Buch selbst, das Porto vom Verlag zu mir sowie Verpackung und Versand von mir zu euch.

Wer gerne ein signiertes Exemplar möchte, schickt bitte 21 Euro per PayPal an:

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Wichtig: Bitte bei der Zahlung unbedingt euren vollständigen Namen und eure Adresse angeben. Falls ich eine persönliche Widmung schreiben soll, schreibt bitte auch den gewünschten Namen dazu.

Bitte plant etwas Geduld ein. Ich werde zunächst eure Bestellungen sammeln und die Bücher dann gesammelt beim Verlag bestellen. Es dauert also ein wenig länger als der berühmte Mausklick bei Amazon.

Für Bestellungen aus dem Ausland schreibt mir bitte eine PN. Die Versandkosten muss ich je nach Land individuell recherchieren, aber wir finden sicher eine Lösung.

Ich freue mich auf eure Bestellungen und verspreche, jede Signatur persönlich und ohne fremde Hilfe von Odin aufs Papier zu bringen.

Eure Keke



08/06/2026


Es ist 3:35 Uhr morgens und ich sitze senkrecht im Bett. Draußen unweit meines Schlafzimmers bellt ein Hund. Zumindest d...
08/06/2026

Es ist 3:35 Uhr morgens und ich sitze senkrecht im Bett.

Draußen unweit meines Schlafzimmers bellt ein Hund. Zumindest dachte ich das.

Und zwar nicht so ein normales "Wuff, da läuft jemand vorbei". Nein. Eher die akustische Version eines Presslufthammers auf Koks. Eine Stimme so penetrant, dass ich innerhalb weniger Minuten sämtliche Friedensnobelpreis-Ambitionen verloren habe.

Natürlich fragte ich mich sofort, welcher Vo*******en um diese Uhrzeit noch mit seinem Köter durch die Gegend marschiert und warum er nicht spätestens nach dem vierten Beller dafür sorgt, dass das Tier seine Schnauze hält.

Ich war bereits kurz davor, mir die Joppe überzuwerfen, in den Rollstuhl zu springen, die Schrotflinte zu laden und unten mal gründlich für Ordnung zu sorgen.

Verbal natürlich.

Also erst mal vorsichtig vom Balkon geschaut.
Nichts.
Kein Mensch. Kein Hund. Kein Lebewesen.

Nur dieses unheimliche Gebelle aus der Dunkelheit.

Ich beschloss daher, keine Straftaten zu begehen, sondern mir lieber einen Kaffee zu machen. Mit Kippchen und Koffein bewaffnet setzte ich mich auf den Balkon und lauschte weiter.

Währenddessen schlief mein eigener Hund Odin friedlich unter meiner warmen Decke im Bett.

Klar. Typisch Chihuahua.

Wachhund ist bei ihm eher eine theoretische Berufsbezeichnung. Außerdem habe ich ihm streng verboten, zu bellen. Außer es klingelt oder jemand steht unangekündigt mit einem Schlüssel in meiner Wohnung.

Je länger ich lauschte, desto klarer wurde mir allerdings: Das da konnte kein Hund sein.

Vielleicht ein Fuchs?

Also Laptop an. YouTube angeschmissen. Ich habe mir mitten in der Nacht ernsthaft Vergleichsvideos von schreienden Füchsen angesehen. Falls jemand fragt, wie man mit 59 seine Nacht verbringt.

Aber nein.

Füchse klingen anders. Ein Wolf? Hmmmm… Irgenein anderes Monster aus dem Moor?

Und dann traf mich die Erkenntnis wie ein nasser Waschlappen ins Gesicht:

Es war ein Reh. Ein verdammtes Reh.

Diese niedlichen Bambis, die aussehen, als würden sie den ganzen Tag Waldblumen sammeln und mit Schmetterlingen diskutieren, klingen nachts wie dämonisch besessene Höllenhunde.

Das war mir neu.
Man lernt wirklich nie aus.

Falls ihr mir nicht glaubt, hört selbst:
https://www.youtube.com/watch?v=1tQ6jIMQgBM

Seitdem betrachte ich Rehe mit deutlich mehr Misstrauen.

Text: © Keke van Steyn 2026 – Geklaut wird hier gar nichts (Teilen vom Originalbeitrag erlaubt)


Ein Reh warnt seine Artgenossen mit bellen.

Single-Frauen sind zufriedener als Single-Männer.Neulich bin ich über eine Studie gestolpert, die vermutlich bei manchen...
07/06/2026

Single-Frauen sind zufriedener als Single-Männer.

Neulich bin ich über eine Studie gestolpert, die vermutlich bei manchen Menschen ungefähr dieselbe Wirkung hat wie Knoblauch auf Vampire: Viele alleinstehende, kinderlose Frauen sollen mit ihrem Leben erstaunlich zufrieden sein.

Ja, ich weiß. Für manche klingt das ungefähr so glaubwürdig wie ein Einhorn auf einem Skateboard. Schließlich wird Frauen seit Jahrzehnten erklärt, dass das ultimative Lebensziel darin besteht, einen Partner, zwei Kinder, einen Labrador und eine Küchenschublade voller Tupperdosen zu besitzen.

Nun kommen aber diverse Forschungen um die Ecke und behaupten frech, dass viele Single-Frauen auch ohne all das ganz glücklich vor sich hin existieren. Manche sollen sogar zufriedener mit ihrem Beziehungsstatus sein als Single-Männer.

Vielleicht liegt es daran, dass viele Frauen ein stabiles soziales Netzwerk haben. Vielleicht daran, dass sie Freundschaften pflegen. Vielleicht auch daran, dass niemand nachts um halb drei fragt, wo eigentlich seine Lieblingssocke ist, während er direkt davorsteht.

Bevor jetzt die verheiratete Fraktion mit Mistgabeln und Fackeln loszieht: Nein, das bedeutet natürlich nicht, dass Ehe und Familie unglücklich machen. Viele Menschen blühen genau darin auf. Andere finden ihr Glück in Freunden, Hobbys, Reisen, Karriere, Haustieren oder darin, die Fernbedienung nie wieder teilen zu müssen.

Die eigentliche Erkenntnis ist doch: Glück kommt nicht mit einer Standardausstattung daher. Es gibt keine universelle Bauanleitung für ein erfülltes Leben.

Die einen träumen von Hochzeit, Eigenheim und Familien-Van. Die anderen von Ruhe, Freiheit und einem Kühlschrank, aus dem nie plötzlich die letzte Schokolade verschwindet.

Und beides ist völlig okay.

Wie seht ihr das? Macht eine Partnerschaft langfristig glücklicher oder hängt das einfach vom Menschen ab?

Text & Foto: KI © Keke van Steyn 2026 – Geklaut wird hier gar nichts (Teilen vom Originalbeitrag erlaubt)


Auszug aus meinem Buch „Humor hilft heilen (nicht)“Heute gibt es eine kleine Leseprobe. Für alle, die schon einmal mit d...
07/06/2026

Auszug aus meinem Buch „Humor hilft heilen (nicht)“

Heute gibt es eine kleine Leseprobe. Für alle, die schon einmal mit dem Schicksal diskutiert, dem Universum die Freundschaft gekündigt oder sich professionell selbst bemitleidet haben.
Ein Plädoyer fürs Jammern mit Stil.

Warum Selbstmitleid manchmal okay ist – aber nicht dauerhaft schmeckt.

Es gibt Dinge im Leben, die sind wie kalter Kaffee. Man braucht sie nicht, aber manchmal stehen sie halt da und man denkt sich: „Na gut, dann eben so.“ Selbstmitleid gehört definitiv in diese Kategorie. Nicht besonders sexy, nicht besonders produktiv, aber erstaunlich präsent, wenn das Leben mal wieder beschlossen hat, dich emotional durch den Fleischwolf zu drehen.

Und bevor jetzt jemand hektisch mit dem pädagogischen Zeigefinger wedelt und „Selbstmitleid ist aber ungesund“ ruft: Ja. Ist es. Dauerhaft. Aber kurzfristig? Ganz ehrlich, manchmal ist es einfach genau das, was man braucht. Ein kleiner, innerer Dramaclub, in dem man sich selbst kurz bemitleidet, einmal tief seufzt und denkt: „Wow, ich bin wirklich das tragische Hauptwerk meines eigenen Lebens.“

Das Problem ist nur: Wenn man dort zu lange Mitglied bleibt, wird aus einem kurzen Gastauftritt eine Dauerrolle. Und niemand will die Hauptfigur in einer Endlosschleife aus „Ach, ich arme Socke“ sein. Das ist ungefähr so unterhaltsam wie ein Fernseher, der nur noch Schnee zeigt, aber sich für ein cineastisches Meisterwerk hält.

Ich habe irgendwann verstanden, dass Jammern nicht das Problem ist. Wirklich nicht. Jammern ist menschlich. Jammern ist ehrlich. Jammern ist manchmal sogar notwendig, denn irgendwohin muss der ganze Frust ja. Die Frage ist nur, wie man jammert. Ob man sich dabei selbst komplett verliert oder ob man es schafft, dem Ganzen so etwas wie Stil zu verleihen.

Ja, richtig gehört. Stil. Beim Jammern.

Klingt erst mal wie „Business Casual für Nervenzusammenbrüche“, funktioniert aber erstaunlich gut.

Der Unterschied liegt nämlich nicht darin, ob du dich schlecht fühlst. Sondern wie du darüber sprichst. Ob du dich in deinem eigenen Elend einrichtest wie in einer schlecht beleuchteten Einzimmerwohnung mit kaputter Heizung oder ob du zumindest die Fenster aufmachst, ein bisschen Luft reinlässt und sagst: „So, das hier ist gerade Mist. Aber ich bin immer noch ich.“

Ich habe festgestellt, dass Selbstironie dabei eine ziemlich geniale Erfindung ist. Sie ist wie dieser eine Freund, der dich auslacht, aber so liebevoll, dass du am Ende selbst mitlachst, obwohl du eigentlich heulen wolltest. Wenn ich sage „Mir geht’s schlecht“, klingt das schwer, dunkel und irgendwie endgültig. Wenn ich sage „Ich fühle mich heute wie ein überfahrener Pfannkuchen mit Rückenschmerzen“, ist es immer noch ehrlich, aber plötzlich erträglicher. Für mich und für andere.

Und das ist der Punkt. Jammern mit Stil erschlägt niemanden. Es nimmt den Schmerz ernst, aber sich selbst nicht zu ernst. Es erlaubt dir, zu sagen, dass es dir mies geht, ohne dabei die Apokalypse auszurufen, als wäre dein Tag persönlich für den Untergang der Menschheit verantwortlich.

Denn seien wir ehrlich: Nicht jeder schlechte Tag ist gleich ein Weltuntergang. Manchmal ist es einfach nur ein schlechter Tag. Ein nerviger, anstrengender, unerquicklich zäher „Warum ist heute alles so kompliziert“-Tag. Und das reicht völlig aus, um genervt zu sein, ohne gleich den Untergang aller Zivilisationen auszurufen.

Und wenn ich mal so richtig jammern will, dann hole ich den Jammerlappen raus und schicke ihn vor. Dann hab wenigstens nicht ICH gejammert, sondern ER. Und danach fühlen wir uns beide gleich viel besser.

Text & Foto: © Keke van Steyn 2026 – Geklaut wird hier gar nichts (Teilen vom Originalbeitrag erlaubt)


Stellt euch mal vor, ihr seid eine Katze.Nicht irgendeine Katze. Nein. Ihr seid Choupette. Die vermutlich berühmteste Sa...
07/06/2026

Stellt euch mal vor, ihr seid eine Katze.

Nicht irgendeine Katze. Nein. Ihr seid Choupette. Die vermutlich berühmteste Samtpfote der Welt. Jahrelang wurdet ihr herumgetragen wie eine Mischung aus Königin Elisabeth, Supermodel und göttlicher Erscheinung auf vier Pfoten.

Euer Dosenöffner heißt Karl Lagerfeld.

Der Mann erzählt der ganzen Welt, dass ihr die Liebe seines Lebens seid.

Nicht eine Frau.
Nicht ein Mensch.
Nicht einmal ein besonders hübscher Kaktus.
Nein. Eine Katze.

Und dann sitzt ihr sieben Jahre lang da, putzt euch die Pfoten, zählt innerlich schon die Millionen und wartet darauf, dass irgendwann ein Anwalt mit einem goldenen Futternapf voller Geldscheine um die Ecke kommt.

260 Millionen Euro Nachlass.
Zweihundertsechzig.
Millionen.
Euro.

Choupette dürfte vermutlich bereits angefangen haben, Kataloge für diamantbesetzte Kratzbäume zu studieren und sich auszurechnen, wie viele Thunfischfilets man dafür kaufen kann.
Und jetzt kommt die finale Pointe.

Nichts.
Gar nichts.
Null Euro.
Nicht mal einen Gutschein für Katzenstreu.

Stattdessen schauen jetzt Assistenten, Models, Wegbegleiter und Patenkinder auf das Erbe, während Choupette vermutlich fassungslos auf ihrem Katzenkissen sitzt und sich fragt, ob sie die letzten Jahre versehentlich den falschen Menschen angefaucht hat.

Besonders lustig finde ich die Vorstellung, wie diese Katze vermutlich seit sieben Jahren auf ihren großen Moment gewartet hat.

"Jeden Tag kann mein Geld kommen."
"Vielleicht morgen."
"Vielleicht nächste Woche."
"Vielleicht nach dem Mittagsschlaf."

Die Katze lebt seit Karls Tod im Februar 2019 bei seiner früheren Haushälterin Françoise Caçote in Paris. Diese wurde mit einem Haus samt Garten im Großraum Paris bedacht, und zusätzlich soll eine Geldsumme für Choupettes Lebensunterhalt angelegt worden sein.

Und nun stellt sich heraus: Nach französischem Recht ist es Tieren grundsätzlich nicht möglich, Geld oder Eigentum zu erben. Der einzige Nachlass, den sie sicher bekommen hat, sind Liebe, Aufmerksamkeit, ein Haus mit Garten und lebenslange Versorgung.

Also praktisch alles, was eine Katze jemals haben wollte.
Außer natürlich die Möglichkeit, sich für 260 Millionen Euro von Menschen bedienen zu lassen.

Wobei ...
Moment.
Das machen Katzen ja ohnehin schon kostenlos.

Am Ende hat Choupette also vermutlich trotzdem gewonnen.

Foto: Instagram / Choupetteofficiel
Text: © Keke van Steyn 2026 – Geklaut wird hier gar nichts (Teilen vom Originalbeitrag erlaubt)



Schraubenwurm-Alarm! Und ich habe gerade beschlossen, nie wieder eine Wunde zu haben.Es gibt Nachrichten, die man liest ...
06/06/2026

Schraubenwurm-Alarm! Und ich habe gerade beschlossen, nie wieder eine Wunde zu haben.

Es gibt Nachrichten, die man liest und danach einfach weitermacht wie bisher. Und dann gibt es Nachrichten, die dafür sorgen, dass man sich spontan in Frischhaltefolie einwickeln möchte.

Die USA melden nämlich die Rückkehr eines Wesens, das klingt, als hätte Stephen King gemeinsam mit einem Biologielehrer einen schlechten Tag gehabt: den fleischfressenden Schraubenwurm. Nicht zu verwechseln mit der gemeinen Madenschraube – auch Wurmschraube genannt – die man mal locker und easy bei Amazon bestellen kann.

Allein der Name ist schon eine absolute Frechheit. Schraubenwurm. Das klingt wie ein Werkzeug aus der Hölle. Und nachdem ich gelesen habe, was dieses kleine Horrorwesen tatsächlich macht, möchte ich mich offiziell von meiner Fähigkeit verabschieden, jemals wieder entspannt zu essen.

Das Vieh, bzw. die Fliege, legt seine Eier nämlich bevorzugt in Wunden oder Körperöffnungen ab. Bis zu 300 Stück. DREIHUNDERT! Als wäre eine Fliege morgens aufgestanden und hätte beschlossen: "Heute werde ich zum Endgegner und werde die Weltherrschaft an mich reißen."

Aus diesen Eiern schlüpfen Larven, die sich anschließend in lebendes Fleisch hineinarbeiten. Nicht tot. Nicht verwest. Lebendig. Wie eine Schraube. Daher der Name. Falls irgendjemand bei der Namensgebung noch Restzweifel hatte.

Ich habe den Artikel gelesen und musste zwischendurch mehrfach kontrollieren, ob mein Magen noch an seinem vorgesehenen Platz geblieben ist.

Besonders beruhigend fand ich die Information, dass nicht nur Tiere betroffen sein können, sondern theoretisch auch Menschen. Vielen Dank für diese Information. Mein Vertrauen in die Natur lag ohnehin schon irgendwo zwischen Wespen. Killerameisen und Fußpilz.

Das Beste ist aber: Dieses Ding galt in den USA seit Jahrzehnten als ausgerottet. Jahrzehntelang Ruhe. Jahrzehntelang Frieden. Und dann taucht es plötzlich wieder auf wie die Hefe von Ötzi, aus denen sie jetzt Brot backen und Bier brauen. Oder wie ein Realitystar, der nach fünf Staffeln Bedeutungslosigkeit dringend noch einmal ins Fernsehen möchte.

Ich möchte an dieser Stelle ausdrücklich festhalten, dass ich normalerweise kein empfindlicher Mensch bin. Ich habe Krankenhausessen überlebt. Ich habe Ötzi-Darm-Brot akzeptiert. Aber fleischfressende Würmer, die sich in lebende Wesen hineindrehen? Da endet selbst meine Toleranz.

Falls ihr mich also künftig seht, wie ich jede kleine Schramme mit drei Pflastern, einem Verband und einer Betonplatte sichere: Ihr wisst jetzt warum.

Text & Foto: © Keke van Steyn 2026 – Geklaut wird hier gar nichts (Teilen vom Originalbeitrag erlaubt)


06/06/2026

Es gibt Songs über Liebe. Songs über Herzschmerz. Songs über Partys bis morgens um sechs. Und dann gibt es einen Song üb...
06/06/2026

Es gibt Songs über Liebe. Songs über Herzschmerz. Songs über Partys bis morgens um sechs. Und dann gibt es einen Song über Barrieren.

Ja, richtig gelesen. Barrieren. Barrieren in den Städten und in den Köpfen der Menschen die im Jahr 2026 für behinderte Menschen eine Teilhabe am normalen Leben unmöglich machen.

Denn während andere Menschen morgens spontan entscheiden können: "Ach, ich fahre mal kurz mit dem Zug irgendwohin", beginnt für viele Menschen mit Behinderung spätestens am Bahnhof die erste Folge von "Mission Impossible".

Der Aufzug streikt. Die Einstiegshilfe für eine Zugfahrt muss gefühlt drei Mondphasen vorher angemeldet werden. Die Anzeigetafel hat ungefähr so viele Lösungsvorschläge wie eine Zimmerpflanze. Und wenn man es dann tatsächlich in die Innenstadt geschafft hat, wartet dort das nächste Abenteuer.

Historisches Kopfsteinpflaster. Für Touristen romantisch. Für Rollstuhlfahrer ungefähr das, was eine Waschmaschine im Schleudergang für einen Goldfisch wäre.

Dazu kommen Geschäfte, Restaurants, Arztpraxen mit einer einzelnen Stufe vor dem Eingang. Nur eine. Eine winzige Stufe. Aber genau diese kleine Betonstufe entscheidet täglich darüber, wer willkommen ist und wer draußen bleiben darf.

Von barrierefreien Toiletten fange ich lieber gar nicht erst an. Die sind teilweise so selten wie ehrliche Abschiedsgründe bei Realitystars.

Und während andere Länder wie zum Beispiel Dänemark längst verstanden haben, dass abgesenkte Bordsteine und Barrierefreiheit keine Luxusartikel sind, diskutieren wir hier in Deutschland teilweise immer noch darüber, ob Inklusion wirklich notwendig ist.

Genau deshalb gibt es diesen Song. Nicht, um Mitleid einzusammeln. Nicht, um Almosen zu fordern. Sondern weil niemand jeden einzelnen Tag darum kämpfen sollte, ein ganz normales Leben führen zu dürfen.

Video und Song sind KI-generiert und Hitpotential fraglich. Aber hinter dem Song steckt auch keine Unterhaltung. Dahinter steckt Protest.

Gegen kaputte Aufzüge.
Gegen unnötige Bürokratie.
Gegen Barrieren auf Straßen, in den Städten.
Und gegen die viel größeren Barrieren in manchen Köpfen.

Denn am Ende geht es um etwas ganz Einfaches: Nicht um Sonderbehandlung. Sondern um Gleichbehandlung.

Und ganz ehrlich?

Es wäre schon schön, wenn die größte Herausforderung eines Ausflugs irgendwann wieder die Frage wäre, ob man ein Eis oder einen Kaffee möchte. Statt erst einmal herauszufinden, ob man überhaupt irgendwo hineinkommt.

https://www.youtube.com/watch?v=hjErCPTGu2U

Text: © Keke van Steyn 2026

Die Geschichte zum Song: Barrieren brechenDer Song entsteht aus e...

Eilmeldung aus Dubai: Der Transfertermin hat erfolgreich stattgefunden!Kim Virginia (31) und Nikola Grey (30) haben ihre...
06/06/2026

Eilmeldung aus Dubai: Der Transfertermin hat erfolgreich stattgefunden!

Kim Virginia (31) und Nikola Grey (30) haben ihre Community in einem Video darüber informiert, dass sie nun auf Nachwuchs hoffen. Dazu schrieben sie: "Offiziell befruchtet. Bald sind wir Mama und Papa."

Was früher mal ein Gespräch zwischen werdenden Eltern, einem Arzt und vielleicht noch der besten Freundin war, ist heute offenbar ein Liveticker für das komplette Internet.

Versteht mich nicht falsch: Ich wünsche eigentlich jedem Menschen, der sich ein Kind wünscht, von Herzen, dass dieser Wunsch in Erfüllung geht. Wirklich. Aber muss man heutzutage ernsthaft schon den Transfer wie das Finale der Champions League ankündigen?

Gerade die ersten drei Monate gelten nicht ohne Grund als besonders sensibel. Da kann leider noch unglaublich viel passieren. Deshalb drücken viele werdende Eltern in dieser Zeit erst einmal still die Daumen, hoffen, warten ab und erzählen es später, wenn alles gut aussieht.

Ich will hier überhaupt nicht schwarzmalen. Im Gegenteil. Aber ganz ehrlich: Bei Kim Virginia und Nikola habe ich jedes Mal das Gefühl, dass irgendwo im Hintergrund bereits die nächste Staffel "Drama in 17 Akten" geschrieben wird.

Erst wird ein sogenannter Transfertermin öffentlich aber kryptisch vermarktet. Jetzt heißt es, Kim sein befruchtet. Danach kommt vermutlich die exklusive Pressekonferenz zur ersten Morgenübelkeit, gefolgt von einem Statement zur Konsistenz der Schwangerschaftsgurke und einer emotionalen Videobotschaft des ungeborenen Kindes aus dem Mutterleib. Zwischendurch unterhalten die beiden ihre Community noch mit zwei bis drei Trennungen.

Und falls am Ende tatsächlich alles wunderbar klappt, habe ich bereits jetzt Mitleid mit dem Kind. Denn ja, es gibt für mich einfach Menschen, die sich besser nicht vermehren und lieber Dalmatiner sammeln sollten. Und selbst das finde ich diskutabel.

Vor allem aber frage ich mich: Wäre es nicht deutlich entspannter, eine mögliche Schwangerschaft einfach so lange wie möglich stillschweigend abzuwarten? Aber vermutlich war den beiden langweilig und irgendeinen Programmpunkt musste man den Followern ja liefern.

Ich warte jetzt jedenfalls auf die nächste Breaking News: "Offiziell eingenistet. Pressekonferenz um 18 Uhr."

Foto: Instagram / kimvirginiaa
Text: © Keke van Steyn 2026 – Geklaut wird hier gar nichts (Teilen vom Originalbeitrag erlaubt)


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21614

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