22/08/2026
Großer Pokalnachmittag im Südstadion: Rheinsüd fordert die Alemannia
0:7 gegen Alemannia Aachen: auf dem Papier eine deutliche Angelegenheit. Doch wer an diesem Samstag im Kölner Südstadion dabei war, erlebte weit mehr als nur ein Fußballspiel.
Für den FC Rheinsüd Köln mit Chef-Trainer Stefan Krämer und Co-Trainer Matze Hein wurde die Partie im Bitburger-Pokal zu einem besonderen Fußballfest. Vor knapp 2.000 Fans und zahlreichen Vertretern der Kölner Stadtgesellschaft.
Schon lange vor dem Anpfiff war zu spüren, dass dies kein gewöhnlicher Fußballnachmittag werden würde. Für den FC Rheinsüd Köln bedeutete das Duell mit Alemannia Aachen eine jener Begegnungen, die ein Verein, seine Spieler und vor allem der Nachwuchs so schnell nicht vergessen.
Im gut gefüllten Südstadion verfolgte auch Rheinsüd-Präsident Jürgen Weinzierl die Partie. Gemeinsam mit rund 2.000 Zuschauern und zahlreichen bekannten Gesichtern aus der Kölner Stadtgesellschaft erlebte er ein Pokalspiel, das eindrucksvoll zeigte, welche Strahlkraft der Amateur- und Breitensport entwickeln kann.
Sportlich waren die Rollen vor dem Anpfiff klar verteilt. Doch Rheinsüd wollte sich gegen den großen Gegner keineswegs nur hinten reinstellen und auf Schadensbegrenzung hoffen.
Die Mannschaft trat mutig, engagiert und mit viel Leidenschaft auf. Sie suchte ihre Möglichkeiten, ging in die Zweikämpfe und versuchte immer wieder, selbst Akzente zu setzen. Gerade diese Haltung honorierten die Zuschauer mit viel Applaus.
Alemannia Aachen zeigte allerdings konsequent seine individuelle und spielerische Qualität. Mit zunehmender Spielzeit setzte sich der Favorit durch und nutzte seine Chancen. Am Ende stand ein deutliches 0:7 auf der Anzeigetafel.
Ein Ergebnis, das die Kräfteverhältnisse widerspiegelte aber nur einen Teil der Geschichte dieses Nachmittags erzählt.
Denn trotz des sportlichen Unterschieds blieb die Begegnung jederzeit fair und respektvoll. Kein übertriebener Ehrgeiz, keine unnötige Härte: Beide Mannschaften machten Werbung für den Fußball.
Und während die Alemannia ihrer Favoritenrolle gerecht wurde, durfte Rheinsüd für sich in Anspruch nehmen, sich auf großer Bühne mutig präsentiert zu haben.
Das Publikum wusste das einzuordnen. Die Unterstützung von den Rängen blieb auch bei zunehmendem Rückstand spürbar. Es ging an diesem Tag eben nicht ausschließlich um Tore und das Weiterkommen.
Es ging um das Erlebnis, als Verein aus dem Kölner Süden auf dieser Bühne zu stehen.
Gerade für einen Verein, der sich tagtäglich mit großem Engagement dem Jugend-, Amateur- und Breitensport widmet, sind solche Begegnungen von besonderem Wert. Sie schaffen Erinnerungen, stärken die Identifikation und zeigen, was ein Verein weit über die Ergebnisse seiner Mannschaften hinaus bewegen kann.
Als der Schlusspfiff ertönte, war der Pokaltraum für Rheinsüd sportlich beendet.
Doch hängen blieb etwas anderes: ein voller Fußballnachmittag, ein mutiger Auftritt und ein Südstadion, in dem der Kölner Süden eindrucksvoll Flagge zeigte.
Alemannia Aachen nahm den Sieg mit, der FC Rheinsüd Köln einen besonderen Tag für seine Vereinsgeschichte.
Text: M. Becker
Fotos: M. Graff "Fuppes muss dreckig bleiben" / M. Becker.