20/01/2026
Sehr geehrte Damen und Herren,
Am Freitag, dem 31.10.2025 wurden im Rahmen eines Schadensfalls mit 2 toten Schafen aus der Verbandsgemeinde Enkenbach-Alsenborn (Landkreis Kaiserslautern) DNA-Abstriche genommen und an das Senckenberg Institut zur Analyse überstellt. Bei der Untersuchung der Proben wurde als Ergebnis „Luchs“ nachgewiesen. Die Individualisierung der Proben ist in Bearbeitung.
Das KLUWO steht bezüglich der Ausgleichszahlung sowie der Förderung und Umsetzung von luchsabweisenden Herdenschutzmaßnahmen mit den Tierhaltenden in Kontakt. Der Schadensort liegt außerhalb der derzeit ausgewiesenen Präventionsgebiete. Bei der Begutachtung war kein den Vorgaben des Grundschutzes entsprechender Herdenschutz vorhanden. Das Vorhandensein einer Zäunung gemäß der Vorgaben des Grundschutzes ist bei einem Luchsübergriff grundsätzlich keine Voraussetzung für eine Ausgleichszahlung für die luchsbedingten Schäden.
Wir informieren Sie sobald neue Erkenntnisse vorliegen
_______________________________________
Am Montag, den 24.11.2025 wurden im Rahmen eines Schadensfalls mit 1 toten und 1 verletzten Schaf aus der Verbandsgemeinde Loreley (Rhein-Lahn-Kreis) DNA-Abstriche genommen und an das Senckenberg Institut zur Analyse überstellt. Bei der Untersuchung der Proben wurde als Ergebnis „Wolf“ mit dem Haplotyp HW02 - daher zugehörig zur Mitteleuropäischen Flachlandpopulation nachgewiesen. Die Individualisierung der Proben war nicht erfolgreich.
Bei der Begutachtung war kein den Vorgaben des Grundschutzes entsprechender Herdenschutz vorhanden.
Die Verbandsgemeinde Loreley liegt innerhalb des Präventionsgebiets Taunus.
_______________________________________
Am Samstag, dem 13.12.2025, wurden im Rahmen eines Schadensfalls mit 1 toten Schaf aus dem Gemeindegebiet Berzhausen (VG-Altenkirchen-Flammersfeld, LK-Altenkirchen) DNA-Abstriche genommen und an das Senckenberg Institut zur Analyse überstellt. Bei der Untersuchung der Proben wurde als Ergebnis „Wolf“ mit dem Haplotyp HW01 - daher zugehörig zur Mitteleuropäischen Flachlandpopulation- nachgewiesen. Die Individualisierung der Proben ist in Bearbeitung.
Bei der Begutachtung war ein vollständig den Vorgaben des Grundschutzes entsprechender Herdenschutz vorhanden.
Der Schadensort liegt innerhalb des Präventionsgebiets Westerwald.
Wir informieren Sie sobald neue Erkenntnisse vorliegen.
_____________________________________
Am Samstag, dem 15.12.2025, wurden im Rahmen eines Schadensfalls mit 1 toten Schaf aus dem Gemeindegebiet Helmenzen (VG-Altenkirchen-Flammersfeld, LK-Altenkirchen) DNA-Abstriche genommen und an das Senckenberg Institut zur Analyse überstellt. Bei der Untersuchung der Proben wurde als Ergebnis „Wolf“ mit dem Haplotyp HW01 - daher zugehörig zur Mitteleuropäischen Flachlandpopulation- nachgewiesen. Die Individualisierung der Proben ist in Bearbeitung.
Bei der Begutachtung war kein vollständig den Vorgaben des Grundschutzes entsprechender Herdenschutz vorhanden.
Der Schadensort liegt innerhalb des Präventionsgebiets Westerwald.
Wir informieren Sie sobald neue Erkenntnisse vorliegen.
_______________________________________
Am Mittwoch, dem 17.12.2025, wurden im Rahmen eines Schadensfalls mit 4 toten Schafen aus dem Gemeindegebiet Niederalben (VG Kusel-Altenglan, Landkreis Kusel) DNA-Abstriche genommen und an das Senckenberg Institut zur Analyse überstellt. Bei der Untersuchung der Proben wurde als Ergebnis „Wolf“ mit dem Haplotyp HW22 - daher zugehörig zur Alpen-/ Italienischen Population - nachgewiesen. Die Individualisierung ergab der Proben ist in Bearbeitung.
Bei der Begutachtung war kein den Vorgaben des Grundschutzes entsprechender Herdenschutz vorhanden. Der Schadensort liegt innerhalb des erst kürzlich erweiterten Präventionsgebiets Hunsrück, daher ist das Vorhandensein einer Zäunung gemäß der Vorgaben eines wolfsabweisenden Grundschutzes während der Übergangsfrist keine Voraussetzung für eine Ausgleichszahlung bei wolfsbedingten Schäden.
Das KLUWO steht mit den Tierhaltenden bezüglich einer Ausgleichszahlung und möglicher Förderung von Herdenschutzmaßnahmen im Austausch.
Wir informieren Sie sobald neue Erkenntnisse vorliegen.
________________________________________
Am Sonntag, dem 21.12.2025, wurden im Rahmen eines Schadensfalls mit 4 toten und 11 verletzten Schafen aus der Verbandsgemeinde Bad Marienberg (Westerwald-Kreis) DNA-Abstriche genommen und an das Senckenberg Institut zur Analyse überstellt. Bei der Untersuchung der Proben wurde als Ergebnis „Wolf“ mit dem Haplotyp HW01 – daher zugehörig zur Mitteleuropäischen Flachlandpopulation – nachgewiesen. Die Individualisierung der Proben ist in Bearbeitung.
Bei der Begutachtung war kein vollständig den Vorgaben des Grundschutzes entsprechender Herdenschutz vorhanden.
Der Schadensort liegt innerhalb des Präventionsgebiets Westerwald.
Wir informieren Sie sobald neue Erkenntnisse vorliegen
________________________________________________________
Am Sonntag, dem 21.12.2025, wurden im Rahmen eines Schadensfalls mit 5 toten Damhirschen aus dem Gemeindegebiet Stockhausen (VG Bad Marienberg, Westerwald-Kreis) DNA-Abstriche genommen und an das Senckenberg Institut zur Analyse überstellt. Bei der Untersuchung der Proben wurde als Ergebnis „Wolf“ mit dem Haplotyp HW01 – daher zugehörig zur Mitteleuropäischen Flachlandpopulation – nachgewiesen. Die Individualisierung der Proben ist in Bearbeitung.
Bei der Begutachtung war kein den Vorgaben des Grundschutzes entsprechender Herdenschutz vorhanden.
Der Schadensort liegt innerhalb des Präventionsgebiets Westerwald.
Wir informieren Sie sobald neue Erkenntnisse vorliegen.
________________________________________________________
Am Donnerstag, dem 25.12.2025, wurden im Rahmen eines Schadensfalls mit 3 toten und 1 verletzten Ziegen und Schafen aus der Verbandsgemeinde Lauterecken (Kreis Kusel) DNA-Abstriche genommen und an das Senckenberg Institut zur Analyse überstellt. Bei der Untersuchung der Proben wurde als Ergebnis „Wolf“ mit dem Haplotyp HW22 - daher zugehörig zur Alpen-/ Italienischen Population - nachgewiesen. Die Individualisierung ergab den Nachweis des Individuums GW4433m.
Bei der Begutachtung war die Herdenschutzsituation nicht beurteilbar. Der Schadensort liegt innerhalb des erst kürzlich erweiterten Präventionsgebiets Hunsrück.
Das KLUWO steht mit den Tierhaltenden bezüglich einer Ausgleichszahlung und möglicher Förderung von Herdenschutzmaßnahmen im Austausch.
_________________________________________________________
Am Freitag, dem 26.12.2025, wurden im Rahmen eines Schadensfalls mit 18 toten, 3 verletzten und 3 verschwundenen und Schafen aus der Ortsgemeinde Liebenscheid (VG Rennerod, Westerwald-Kreis) DNA-Abstriche genommen und an das Senckenberg Institut zur Analyse überstellt. Bei der Untersuchung der Proben wurde als Ergebnis „Wolf“ mit dem Haplotyp HW01 - daher zugehörig zur Mitteleuropäischen Flachlandpopulation - nachgewiesen. Die Individualisierung ergab den Nachweis des Individuums GW2479f. Bei dem Individuum handelt es sich um die Fähe des Greifensteiner Paares (Hessen).
Bei der Begutachtung war die Herdenschutzsituation nicht beurteilbar. Der Schadensort liegt innerhalb des Präventionsgebiets Westerwald. Das KLUWO steht mit den Tierhaltenden bezüglich einer Ausgleichszahlung und möglicher Förderung von Herdenschutzmaßnahmen im Austausch.
Wir informieren Sie sobald neue Erkenntnisse vorliegen.
_________________________________________________________
Am Mittwoch, dem 14.01.2026 wurde aus der Ortsgemeinde St. Julian (VG Lauterecken-Wolfenstein, Landkreis Kusel) ein Schadensfall mit 2 toten Damhirschen (Gatterwild) mit Verdacht auf Beteiligung eines großen Beutegreifers gemeldet. Eine Begutachtung vor Ort wurde noch am selben Tag durchgeführt. Es wurden DNA-Abstriche genommen, die an das Senckenberg Institut zur Analyse überstellt werden. Die Beteiligung eines großen Beutegreifers kann derzeit weder bestätigt noch ausgeschlossen werden.
Der Schadensort liegt innerhalb des erst kürzlich erweiterten Präventionsgebiets Hunsrück.
Wir informieren Sie sobald neue Erkenntnisse vorliegen.
________________________________________
Allgemeine Informationen zum Wolfs/Luchs-Management, Herdenschutzmaßnahmen und Präventionsförderung des Landes Rheinland-Pfalz, finden Sie auf der Seite der FAWF/KLUWO unter folgendem Link: https://fawf.wald.rlp.de/kluwo
Die Liste der Wolfsnachweise in RLP ist unter folgendem Link zu finden: https://fawf.wald.rlp.de/de/forschung-und-monitoring-unsere-aufgaben/koordinationszentrum-luchs-und-wolf/wolf/wolfsnachweise-rheinland-pfalz/ einzusehen.
Bei Fragen können Sie sich gerne per Mail an das KLUWO-Team ([email protected] ) wenden.
Mit freundlichen Grüßen,
Ihr KLUWO-Team
Koordinationszentrum für Luchs und Wolf (KLUWO) Forschungsanstalt für Waldökologie und Forstwirtschaft Rheinland-Pfalz Hauptstraße 16
D-67705 Trippstadt
E-Mail: [email protected]
Postanschrift
Zentralstelle der Forstverwaltung
Forschungsanstalt für Waldökologie und Forstwirtschaft Postfach 100463
67404 Neustadt an der Weinstraße
Seit 01.04.2025 Rechnungsstellung nur noch in elektronischer Form Leitweg-ID : 07-FORSTORGA0613-04 https://e-rechnung.service.rlp.de/
Das im Jahr 2021 gegründete Koordinationszentrum Luchs und Wolf (KLUWO) wurde als zentrale Anlaufstelle für Fragen zu Luchs und Wolf geschaffen. Es koordiniert im Wesentlichen die Maßnahmen mit Bezug auf die beiden Großkarnivoren in Rheinland-Pfalz. Dies umfasst die Teilbereiche Monitoring, Mana...