09/04/2026
Hallo meine Liebe,
wie geht es dir, jetzt wo alles um uns herum so langsam wieder zu neuem Leben erwacht? Hast Du Gelegenheit das Grün und die satten Farben der Natur in Dich aufzusaugen und zu genießen?
Ich bin leider krank geschrieben und übe mich gerade im respektvollen Umgang mit mir selbst. Das ist wirklich eine große Herausforderung für mich als Angestellte, Selbstständige, Mutter und Hausfrau. Und natürlich als Mensch, der sich immer wieder seinen Selbstwert beweisen will.
Kennst Du das auch von Dir? Haderst Du auch immer wieder mit dem Wert, den Du von Natur hast? Der Dir prinzipell zusteht? Oder gibt es da ein Fragen, ein Nagen, ein Zweifeln?
Warum das so ist, lerne ich seit einigen Jahren Stück für Stück. In kleinen Schritten, die oft unangenehm sind, da die verbundenen Emotionen gefühlt werden wollen.
Tiefe Wunden im Selbstwert entstehen oft im Nicht-Gesehen-Werde, nicht Respektiert und Angenommen werden als der Mensch der Du eigentlich bist und zwar bereits als kleines Kind.
Mir ist sehr bewusst, dass keiner meiner Elternteile die Absicht hatte mir wehzutun. Das habe ich schon lange vergeben. Und trotzdem ist sie da, die Selbstwertwunde.
Lange Zeit dachte ich, dass es reichen würde, wenn ich es bei meinem Kind und den Kindern im Kindergarten besser hinbekomme und es sozusagen an anderen kleinen unschuldigen Wesen wieder gut mache. Wenn ich anderen Eltern helfe, der Elternteil zu sein, der sie gerne wären!
Heute weiß ich, dass das nicht reicht um die Wunden zu schließen.
So wie ich mit meinen Klienten arbeite, muss ich auch mit immer mir selbst arbeiten. Ich muss mir selbst eine gute Mutter und ein guter Vater sein. Mich selbst führen im Umgang mit mir.
Hast Du davon schon mal gehört? Klingt schon irgendwie komisch und doch ist es genau das, was diese Wunden brauchen - sie wollen versorgt werden von dir selbst, als wärst Du Deine Mutter und Dein Vater.
Im Prinzip ist es ganz einfach und zeitgleich so verdammt schwer!
Ich muss mir selbst den nötigen Respekt, die nötige Wertschätzung und die nötige Liebe entgegen bringen, wie ich es mit jedem Kind in meiner Obhut tun würde.
Wie leicht oder schwer fällt Dir der liebevolle, respektvolle und wertschätzende Umgang mit Dir selbst?
Mein Türöffner auf meinen Weg war tatsächlich das kleine Wörtchen „Wohlwollen“.
Selbstliebe habe ich versucht. Aber das Wort und das damit verbundene Gefühl war so riesig und zeitgleich so schwer beladen.
Mit „Wohlwollen“ konnte ich mich besser darauf einlassen, mir selbst Gutes zu tun. Immer wieder habe ich es geschafft mich zu fragen, ob das, was ich gerade tue auch wohlwollend mit mir selber ist. Das hat eine Tür geöffnet zu einem besseren Umgang mit mir - auch wenn das nicht immer gleichbleibend einfach ist.
Wie geht es Dir damit? Siehst Du für Dich einen Unterschied zwischen Selbstliebe und Wohlwollen? Kannst Du einen Unterschied fühlen?
Ich würde mich freuen, wenn Du eine Reaktion oder einen Kommentar da läßt.
Aber Du weißt, auch eine PN ist möglich, wenn Dir der Raum hier zu öffentlich dafür ist.
Und wenn Du Dich nicht zeigen möchtest, auch okay!
Ich weiß, dass meine Worte bei Dir ankommen.
In Liebe und Verbundenheit
Deine Monique