Nautilusfilm

Nautilusfilm nautilusfilm wurde 1996 gegründet und ist eine Film-Gemeinschaft in wechselnder Besetzung um Naturf

nautilusfilm wurde 1996 gegründet und ist eine Gemeinschaft in wechselnder Besetzung um Naturfilmer Jan Haft und Produzentin Melanie Haft. Firmengründer Jan lebte schon im Alter von sieben Jahren mit zahlreichen Tieren zusammen, drehte mit 12 Jahren einen Super-8 Film über seine Schlangen und hatte im Alter von 14 Jahren seinen ersten Job beim Tierfilm. Was die Menschen bei nautilusfilm auszeichnet ist ihre Tier- und Naturbegeisterung. Wir sehen es als Erfüllung an, in und mit der Natur zu arbeiten; gemeinsam, unter Einbeziehung der unterschiedlichen Kenntnisse und Fähigkeiten, Naturdokumentationen herzustellen, bei denen man das Herzblut der Filmemacher spürt. Unsere Filmthemen stammen aus den Lebensräumen weltweit, aber ein besonderes Augenmerk haben wir auf die heimische Natur gerichtet. Hier haben wir als Kinder Vögel beobachtet, Käfer gefangen und Federn gesammelt und viel von dem Wissen zusammen getragen, von dem wir heute zehren. Hierzulande leben auch unsere treuesten Zuschauer und viele von ihnen sind, genau wie wir, von der Flora und Fauna der Heimat mindestens ebenso fasziniert, wie von den Tieren und Pflanzen exotischer Länder.

24/08/2026
Frühmorgens in der halboffenen Baumsavanne, tief im Okavangodelta-Delta. Paviane kreischen, irgendwo brüllt ein Löwe, rh...
12/08/2026

Frühmorgens in der halboffenen Baumsavanne, tief im Okavangodelta-Delta. Paviane kreischen, irgendwo brüllt ein Löwe, rhythmisch grunzen Flusspferde in der Entfernung, die letzten Fledermäuse zwitschern und murmelnd erwachen Glanzstare, Webervögel, Würger und Racken. Was das alles mit den Wilden Weiden daheim in Deutschland und Europa zu tun hat könnt ihr in ein paar Monaten auf großer Leinwand sehen. Am 11. März ist Kinostart für GRANDIOSES GRASLAND 🦛🐘🦬🐃🐄🦒🫏🦏🐂🐫 💚

Das Hüten von Rindern kehrt unter neuen Vorzeichen in die Innauen zurück. In einem Pilotprojekt von Bund Naturschutz Wal...
23/07/2026

Das Hüten von Rindern kehrt unter neuen Vorzeichen in die Innauen zurück. In einem Pilotprojekt von Bund Naturschutz Waldkraiburg, Deutscher Verband für Landschaftspflege und weiteren Partnern wird eine Gruppe Rätisches Grauvieh von kundigen und gut ausgebildeten Rinderhirten täglich für mehrere Stunden durch den Auwald geführt, um die Vegetation aufzulichten. Davon profitiert die Pflanzen- und Tierwelt gleichermaßen. Über Jahrmillionen streiften wilde Pflanzenfresser durch unsere Auen und erhielten artenreiche Lebensräume im Umgriff der Flüsse. Vor Jahrtausenden hat der Mensch mit seinen Weidetieren den Job übernommen, bis das Weiden in der Aue im vorletzten Jahrhundert abgeschafft wurde. Heute versteht man den Wert beweideter Landschaften immer besser und erkennt zunehmend was Rinder für Klima und Biodiversität leisten, wenn sie draußen in der Natur stehen und nicht zu viele aber auch nicht zu wenige sind. Marko und Martina erzählen in ihrem Hirtentagebuch von ihren Erlebnissen mit den wundervollen grauen Rindern am Ufer des Inn. Schaut mal rein!

„Frieden“, einer unserer Wasserbüffel. Den Tieren beim Grasen oder Wiederkäuen zuzusehen, entschleunigt die gelegentlich...
14/07/2026

„Frieden“, einer unserer Wasserbüffel. Den Tieren beim Grasen oder Wiederkäuen zuzusehen, entschleunigt die gelegentliche Alltagshektik auf beinahe zauberhafte Weise. Ob das an einem tief verwurzelten, archaischen Bedürfnis nach Ernährungssicherheit liegt oder an dem eher jungen Interesse für evolutiven Zusammenhängen zwischen großen Pflanzenfressern und ihren Lebensräumen, vermag ich nicht zu sagen. Mich jedenfalls überläuft nach all den Jahren mit unseren Wasserbüffeln jedes Mal ein wohliger Schauer, wenn ich sie hinter dem Haus beobachte. Mehr über „Krieg und Frieden“ und über Wasserbüffel, Rinder, Pferde und die Rolle großer wie kleiner Tiere in unseren Landschaften darf ich derzeit in meinem neuen Buch für den zusammenstellen. „Grandioses Grasland“ erscheint Anfang 2027, kurz bevor unser gleichnamiger Kinofilm bundesweit startet.

Der Schwalbenschwanz nutzt bei uns gern die jetzt massenhaft blühenden Flockenblumen auf der Pferdeweide als Nektarquell...
09/07/2026

Der Schwalbenschwanz nutzt bei uns gern die jetzt massenhaft blühenden Flockenblumen auf der Pferdeweide als Nektarquelle und legt dann seine Eier an den Doldenblütlern ab, die hier wachsen. Gern auf Liebstöckel im Kräutergarten oder auf der Weide an Wiesen-Kümmel und Wilder Möhre.

Nachwuchs-Landschaftspfleger zum Verlieben. Gekuschelt am Seeufer in der ehemaligen Abgrabung Schieregge im Naturpark Te...
23/06/2026

Nachwuchs-Landschaftspfleger zum Verlieben. Gekuschelt am Seeufer in der ehemaligen Abgrabung Schieregge im Naturpark Teutoburger Wald.

Exmoorpony Stute und Fohlen in der Waldweide Wistinghauser Senne (NRW). Das Muttertier frisst ausgiebig Brombeerlaub und...
10/06/2026

Exmoorpony Stute und Fohlen in der Waldweide Wistinghauser Senne (NRW). Das Muttertier frisst ausgiebig Brombeerlaub und das Jungtier schaut zu. Später hat es dann selbst noch - etwas unbeholfen - an den noch weich bestachelten, frischen Trieben geknabbert. Die Brombeere erfüllt mehrere wichtige Rollen im Lichtwald, als der vielleicht beste Nektar- und Pollenspender und als schützender „Stacheldrahtverhau“ etwa für Brutvögel und Baumkeimlinge. Wo die Natur wirklich intakt ist und auch große Pflanzenfresser leben, sorgen hungrige Mäuler dafür, dass die Pflanz wie die Brombeere weder überhand nehmen, noch verschwinden. Ein Beitrag zu einem Ökosystem im Gleichgewicht.

Dreizähniges Knabenkraut (Neotinea tridentata), die zweithäufigste Orchidee vieler Weiden Transsilvaniens in bunter Nach...
26/05/2026

Dreizähniges Knabenkraut (Neotinea tridentata), die zweithäufigste Orchidee vieler Weiden Transsilvaniens in bunter Nachbarschaft. Diese Vielfalt, zu der neben Orchideen fast immer auch Sonnenröschen, Ehrenpreis, Zwergginster, Zypressenwolfsmilch, Knackerdbeere und Fingerkraut gehören, wird auch in Rumänien selten. Wie vor mehr als hundert Jahren bei uns, kommen immer mehr Rinder in den Stall und die Weiden werden gemäht, intensiviert oder von großen Schafherden beweidet. Das macht sich bald im Ausbleiben der Farben bemerkbar. Die artenreichen Blütenteppiche der Rinder-, Wasserbüffel- und Pferdeweiden muss man daher heute selbst in Siebenbürgen, der Hochburg der Weidelandschaften in Europa, zunehmend suchen.

Große Pflanzenfresser sind von Natur aus eine „systemische“ Organismengruppe. Wo sie fehlen, verschiebt sich das Artensp...
28/04/2026

Große Pflanzenfresser sind von Natur aus eine „systemische“ Organismengruppe. Wo sie fehlen, verschiebt sich das Artenspektrum der Pflanzen hin zu den starkwüchsigen, regenerationsfähigen und giftfreien Gewächsen, die von Natur aus regelmäßig abgeweidet werden würden. Das ist der Grund dafür, dass in unseren heutigen gewissermaßen leeren Landschaften Gebüschsukzession und dann dichter Wald aufkommen, wo der Mensch sich aus einem Stück Land zurückzieht. Dass dabei kaum mehr Natur und noch weniger eine funktionierende Wildnis entstehen belegen zahlreiche Beobachtungen und Untersuchungen. Zudem zeigt der Blick in die Vergangenheit, dass Mitteleuropa vor dem Zeitalter des Menschen überwiegend mit offener Vegetation bekleidet war; mancherorts völlig baumfrei, andernorts von bunten Wäldern aus lichtliebenden Arten bestanden, meist mit einer offenen Mischung aus beidem.
So passt es ins Bild, dass dort wo Pflanzenfresser auftauchen, Natur zurückkehrt, und sei es manchmal in kleinen Schritten. In dem Tal in dem wir leben, war es seit jeher üblich gewesen, am Muttertag Sträuße aus Trollblumen zu verschenken. Doch mit der Intensivierung der Landnutzung und dem Einstallen der Nutztiere wurde die Trollblume im Tal und seinen Seitentälern selten. Die Schutzbemühungen um den letzten kleinen Bestand, keine zwei Kilometer von unserem Wohnort entfernt, wurden vor einigen Jahren eingestellt - es waren ganz einfach keine Trollblumen mehr da.
Vorgestern entdecken wir auf unserer kleinen Pferdeweide einen blühenden Trollblumenstock. Da wir die Art niemals versucht haben dort anzusiedeln, können wir über die Herkunft der Art nur spekulieren. Es ist aber durchaus möglich, dass hier Trollblumensamen ein paar Jahrzehnte in der Samenbank im Boden überdauert haben, während die Pflanzen schon vor Jahrzehnten verschwanden. Die Hufe unserer Pferde könnten den Boden geöffnet und die Samen freigelegt haben. Wir sind jedenfalls geradezu entzückt und werden mit zufriedener Spannung beobachten, wie sich dieses spontan aufgetauchte Vorkommen in den nächsten Jahren entwickelt.

Ich bin einmal mehr zutiefst geehrt, im wahrsten Sinne des Wortes. Erneut ist eine neu entdeckte Tierart nach mir benann...
09/04/2026

Ich bin einmal mehr zutiefst geehrt, im wahrsten Sinne des Wortes. Erneut ist eine neu entdeckte Tierart nach mir benannt worden, diesmal eine winzig kleine Wespe: Aphanogmus hafti aus der Hautflügler-Familie Ceraphronidae. Tobias Salden vom -Institut zur Analyse des Biodiversitätswandels am Museum König in Bonn hat gemeinsam mit mehreren Forscherkolleginnen und -kollegen genau hingeschaut und gleich 14 neue Arten entdeckt, die man bislang übersehen hatte. „Meine“ Miniwespe wurde bisher in Deutschland und Georgien in insgesamt sieben Exemplaren nachgewiesen, was auf eine Verbreitung in gemäßigten Regionen Europas und dem Kaukasus hindeutet. Wie für ihre Verwandtschaft typisch, hat sie wohl eine parasitoide Lebensweise, bei der die Tiere ihre Eier in oder an andere Insekten legen und deren Entwicklung als Wirt nutzen. Für diese neue Art selbst liegen allerdings noch keine konkreten ökologischen Daten vor, sodass die genaue Lebensweise und die Wirtsorganismen von Aphanogmus hafti unbekannt sind.

Salden T, Mikó I, Staverløkk A, Moser M, Vasilița C, van de Kamp T, Vogel J, Podsiadlowski L, Hein N, Japoshvili G, Peters RS (2026) Known unknowns at our doorstep: Description of 14 Western Palaearctic species within the newly defined Aphanogmus fumipennis species group (Hymenoptera, Ceraphronoidea, Ceraphronidae). Journal of Hymenoptera Research 99: 125-214.

Das Bild habe ich nach der Beschreibung und den Abbildungen der Museumsexemplare mittels KI erstellt.

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