19/08/2026
Die Tierrechtsorganisation PETA kritisiert die Haltung mehrerer Tiere im Tierpark Hagenbeck in Hamburg. Sie sieht Hinweise auf Stereotypien und Tierleid. Der Tierpark widerspricht dieser Einschätzung.
Für eine unabhängige Einordnung haben wir das Video-Material von PETA dem Verhaltensbiologen und Stressforscher Prof. Dr. Chadi Touma gezeigt. Bei dem Elefanten Maurice vermutet er eine Bewegungsstereotypie.
Dr. Guido Westhoff Geschäftsführer des Tierpark Hagenbeck erkennt in dem Video - mit Ausnahme des Elefantenbullen - keine Stereotypien. Dieses Verhalten habe der Elefant bereits aus seiner früheren Haltung in einem anderen Zoo mitgebracht. Hagenbeck versuche mit verschiedenen Maßnahmen, es einzudämmen. "Maurice kam tatsächlich schon mit dieser Stereotypie […] Für uns bedeutete das, wir müssen so viel Abwechslung und so wenig Routine reinbringen wie möglich. […] Dieses Verhalten haben wir ein Stück weit eindämmen können, aber es ist bei Weitem nicht weg. Und man kann es also regelmäßig beobachten."
Ob der Elefantenbulle aktuell leidet, lasse sich aus dem Verhalten allein nicht ableiten. Touma betont, dass eine Stereotypie zwar auf beeinträchtigtes Wohlergehen hinweisen kann, für eine Bewertung aber weitere Faktoren betrachtet werden müssen. Hagenbeck sagt solche Auffälligkeiten würden regelmäßig dokumentiert.
PETA geht das nicht weit genug. Die Tierrechtsorganisation will Strafanzeige stellen. Den ganzen Artikel findet ihr unter https://www.ndr.de/nachrichten/hamburg/tierpark-hagenbeck-social-media-clip-sorgt-fuer-diskussion,tierparkhagenbeck-100.html