24/10/2025
+++ AKTUELL +++
❌Köln | Polizei rückt nach Autoaufbrüchen nicht aus – Streit um Einsatzprioritäten!❌
Ein aufgebrochenes Auto, eingeschlagene Scheiben, eine aufgebrachte Redaktion – und eine Polizei, die nicht kommt. In Köln sorgt ein Vorfall um zwei Autoaufbrüche, darunter ein Fahrzeug des Senders der Kollegen von RTL West, für Diskussionen über Einsatzpraxis und Prioritätensetzung der Polizei.
Am Mittwochnachmittag wurden in Köln zwei Fahrzeuge aufgebrochen. Eines davon gehörte dem TV-Sender RTL West. Wie der Sender auf der Plattform X (vormals Twitter) mitteilte, verständigten die Betroffenen daraufhin die Polizei. Doch die Beamten rückten nicht aus – stattdessen hieß es, die Fahrer müssten die beschädigten Fahrzeuge selbst zur Wache bringen.
„Die Polizei wurde daraufhin verständigt, ist aber nicht zum Tatort gekommen“, schrieb RTL West. „Stattdessen hieß es von den Beamten, die Fahrer müssen die beschädigten Autos selbst zur Wache bringen.“ Der Vorwurf: Die Polizei Köln rücke bei Autoaufbrüchen grundsätzlich nicht mehr aus.
Die Pressestelle der Polizei Köln wies diesen Vorwurf auf Nachfrage unserer Redaktion zurück. Polizeisprecherin Anja Luxem erklärte: „Zu dem von Ihnen konkret angefragten Sachverhalt und dem daraus folgenden Einsatz hat die Polizei Köln unter dem Post von RTL West Stellung bezogen. Die Aussage, dass die Polizei Köln grundsätzlich nicht mehr zu solchen Einsatzanlässen ausrückt, ist nicht richtig.“
Tatsächlich äußerte sich die Polizei auch direkt unter dem Beitrag von RTL West: „Richtig ist, dass der Anrufer gebeten wurde, eine Polizeiwache aufzusuchen. Hintergrund dafür war, dass höher priorisierte Einsätze vorrangig zu bearbeiten waren.“
Fakt ist: Die Polizei ist regelmäßig an der Belastungsgrenze. Mehr Einsätze, weniger Personal – das sorgt für harte Entscheidungen im Funkwagen. Doch Fälle wie dieser treffen einen Nerv. Denn sie zeigen, wie weit Anspruch und Wirklichkeit im Polizeialltag auseinanderliegen.
Während Bürger erwarten, dass „die Polizei kommt, wenn man sie ruft“, müssen Einsatzleiter längst abwägen, wer zuerst Hilfe bekommt – und wer warten muss.